4. November 2009
Von Viola Reinhardt
Immer eine tolle Figur und permanent nur fit, sind Attribute, die den verschiedenen Sportarten fast schon generell nachgesagt werden. Betonung auf nachgesagt, denn nicht immer ist alles gut was Sport heißt. Hier können Sie nachlesen, welche Fitness-Irrtümer immer noch kräftig kursieren und was wirklich stimmt.
Sport macht einen kaputten Rücken
Hier muss man ein klares Nein aussprechen, denn gerade Sport stabilisiert die Knochen und die wichtige Muskulatur am Rücken und am Bauch. Wichtig ist es allerdings, dass man die jeweilige Sportart in ihrer Technik richtig ausführt. Tut man das nicht, dann kann es auf Dauer tatsächlich in den Bandscheiben gewaltig knirschen.
Auf dem Trampolin hüpfen ist doch nur was für Kinder
Aber das stimmt nun mal gar nicht! Im Gegenteil, denn allein im Vergleich zum Laufen, kann man gerade als Erwachsener durch das Trampolinspringen bis zu 68% mehr Muskelmasse aufbauen. Laut einer Studie genügen bereits zehn Minuten auf dem Trampolin, um den gleichen Effekt zu erzielen, wie er bei einem 30 minütigen Joggen vorkommt.
Der gesündeste Sport ist und bleibt das Schwimmen
Hier muss man die Aussage doch etwas einschränken. Der Gesund-Effekt des Schwimmens kann sich nur dann einstellen, wenn man "richtig" schwimmt. Kraulen, Rückenschwimmen oder auch Delphinschwimmen sind optimal für die persönliche Fitness, auch und besonders wenn man zu viel Gewicht auf die Waage bringt. Ein Brustschwimmen hingegen, erweist sich lediglich für einige Bahnen als geeignet, denn aufgrund des ständig über dem Wasser zu haltenden Kopfes, kommt es zu Verspannungen in der Nacken- und Schultermuskulatur, die neben den Schmerzen an sich, auch noch zu Rückenbeschwerden oder Kopfschmerzen führen können.
Wer nur Treppe steigt macht keinen Sport
Mag man das Treppensteigen auch nicht als ganz korrekten Sport betrachten, zeigt sich nach Expertenaussagen allerdings darin eine sehr gute Form, um fit zu bleiben. Steigt man flott 100 Stufen hoch, dann wird der Körper so trainiert als wenn man fünf Minuten einen richtigen Ausdauersport betreibt. Der Kreislauf kommt in den Schwung, die Muskulatur an den Beinen und Po gefestigt, eine Cellulitis gemildert und die Atemwege gekräftigt. Eine super Alternative im Alltag, wenn man sonst nur am Wochenende Sport treibt.
Erkältungen werden beim Sporttreiben ausgeschwitzt
Hat einen eine Erkältung erwischt, dann bei einem vorhandenen Fieber keinesfalls trainieren. Da der Organismus durch den Infekt geschwächt ist, werden der Kreislauf und das Herz viel zu sehr belastet, was sich mitunter als sehr negativ auf den weiteren Verlauf der Erkältung auswirken kann. Hier sollte man lieber warten bis man fieberfrei ist, wobei auch hier noch drei Tage pausieren dem anfälligen Körper mehr als gut tut.
Aerobic macht einfach eine 1a-Figur
Aerobic, und hier im Besonderen High-Impact-Aerobic, ist zwar eine hervorragende Möglichkeit ins Schwitzen zu kommen und den Kreislauf zu pushen, allerdings haben Studien bereits nachweisen können, dass durch die harten Bewegungen das Bindegewebe stark belastet wird. Sanfter und auch effektiver für ein Bodyforming, sind Pilates, Yoga oder ein Bauch-Beine-Po-Training.
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