21. April 2010
Für das Kreuzheben braucht man eigentlich keine besondere Ausrüstung. Es gibt jedoch einige nette Dinge, auf die Sie achten sollten, um ein paar Kilogramm zusätzlich in die Höhe heben zu können.
Der Gebrauch von Kreidepulver oder Magnesia sollte ernsthaften Kraftsportlern so selbstverständlich sein, wie das tägliche Zähneputzen. Weder Hakengriff noch Ober- und Untergriff werden Ihnen einen stabilen Halt verschaffen, wenn Sie im Zuge des harten Trainings schweißgebadet vor der Hantel stehen und damit auch mit hoher Wahrscheinlichkeit feuchte Handflächen haben. In Kraftsportvereinen ist der Gebrauch von Magnesia in der Regel kein Problem. In einigen Fitness-Studios leider schon eher. In einem solchen Fall sollte man zu speziellen Sprays greifen, die trockene Hände versprechen. Notfalls hilft es ebenfalls die Hände vorher mit Küchenpapier trocken zu reiben.
Studien haben gezeigt, dass Gewichthebergürtel erst ab einer Last, die circa 85-90% des Maximums entspricht, unterstützend wirken. Bei Gewichten unter diesem Wert, führt das Tragen eines Gewichthebergürtels dazu, dass die Rumpfmuskulatur ihre Aktivität verringert. Wenn eine starke Rumpfmuskulatur zu Ihren Zielen gehört, sollte daher bei Ihnen ein Gürtel nicht sehr häufig zum Einsatz kommen. Athleten hingegen, die bereits über einen kräftigen Rumpf verfügen und daher aus Symmetrieaspekten nicht diesen Bereich noch stärker ausbilden wollen, sollten bereits bei niedrigen Lasten einen Gürtel tragen.
Im Kraftdreikampf sind bestimmte Einteiler zugelassen, die auf Grund der Stoffbeschaffenheit und der besonderen Vernähung eine unterstützende Wirkung für den Athleten beim Kreuzheben liefern. Kraftdreikämpfer, die Wettkämpfe mit solcher Ausrüstung bestreiten wollen, sollten spätestens ab der fünftletzten Woche der Wettkampfvorbereitung damit trainieren, um sich spezifisch auf den Einsatz vorzubereiten. Wegen der entlastenden Wirkung auf die beanspruchte Muskulatur ist die Verwendung von Kreuzheberanzügen für Bodybuilder nicht sinnvoll.
Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Ausrüstungsgegenstand der Kraftdreikämpfern und Strongmen vorbehalten sein sollte. Kniebandagen können in der Kniebeuge eine theoretische Leistungssteigerung von 20% bedeuten. Beim klassischen Kreuzheben ist zwar die Hüft- und Knieposition in der Startstellung dem tiefsten Punkt der Wettkampfkniebeuge ähnlich, trotzdem ist von einer Kniebandagenverwendung abzuraten. Da sich der Schwerpunkt der Hantel vor dem Körper befindet, würden Kniebandagen ein zu frühes Durchstrecken der Knie begünstigen und die Hüfte so nach oben bringen, wodurch Sie in eine denkbar schlechte Hebehaltung gelangen.
Beim Kreuzheben im Sumostil wäre der Einsatz bedingt empfehlenswert, da hier die Hantel sich näher am Körperschwerpunkt befindet und zudem die Beine nicht so stark gebeugt werden müssen wie bei der klassischen Variante.
Das passende Schuhwerk für das Kreuzheben verfügt idealerweise über eine flache und dünne Sohle. Achten Sie ferner darauf, dass die Innensohle nicht nachgibt. Joggingschuhe sind daher nicht für das Kreuzheben geeignet, da sie auf Grund ihrer Polsterung nachgeben. Dadurch wird die Belastung, die von der Hantel auf Ihre Füße wirkt ungleichmäßig verteilt.
Genauso wichtig wie das, was Sie in Ihrer Trainingstasche haben, ist das, was Sie in Ihrem Körper haben. Mit einem leeren und knurrenden Magen können Sie nicht allen ernstes sensationelle Trainingserfolge erwarten. Sorgen Sie dafür, dass Sie eine allgemein gesunde Ernährungsweise an den Tag legen und decken Sie Defizite mit dem Einsatz von Supplementen ab, um eine schnelle und vollständige Regeneration zu gewährleisten.
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