Fitness-Weisheiten schnell durchschauen

Schwimmer mit Taucherbrille und Kappe

Beinahe täglich kann man neue Fitness- und Diätregeln lesen. Doch nicht alle sind auch tatsächlich richtig.

Nicht alles, was das Auge zum Thema Adoniskörper und strotzender Gesundheit erblickt, ist auch tatsächlich wahr. Es mag nicht immer komplett falsch sein, aber hier und da kann man von Fitness-Weisheiten lesen, die zumindest das Prädikat "ungenau" verdienen. Der Fairness halber muss jedoch gesagt werden, dass in der Fitness-Welt generell nichts zu 100 Prozent wahr oder falsch ist. Wir Menschen sind zwar alle nach den selben Plan gebaut, aber trotzdem reagieren wir im Detail manchmal ziemlich unterschiedlich. Von daher gilt auch hier der viel zitierte Leitsatz: Probieren geht über Studieren.

Außerdem sollten Sie nie vergessen, dass man augenscheinlich gegebene Fakten ruhig einmal hinterfragen kann.

Mythos 1: Schwimmen als die Sportart schlechthin

Nehmen wir zum Beispiel das Thema Schwimmen. In den 80er Jahren wurde Schwimmen als die Sportart schlechthin gepriesen, die wie keine andere den menschlichen Körper vom unansehnlichen Fett befreit. Tatsächlich ist Schwimmen überraschend anstrengend und die meisten von uns kommen auch schon nach einer halben Bahn mächtig in Atemnot, aber das deutet noch nicht auf einen extremen Kalorienverbrauch hin.

In den 90er Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass uns der natürliche Auftrieb des Wassers das Schwimmen ziemlich leicht macht. Zumindest aus mechanischer Sicht. Und deshalb verbrauchen wir im Vergleich zum Joggen oder Radfahren deutlich weniger Kalorien im nassen Element.

Fakt ist jedoch auch, dass die Gelenke in (fast) keiner anderen Sportart so gut geschont werden.

Mythos 2: Wer viel schwitzt, verbrennt mehr Kalorien

Dem Schweiß haftet ein ähnlicher Ruf an, wie dem Schwimmen. Wer viel schwitzt, verbrennt auch gigantische Mengen an Kalorien. Tatsache ist jedoch, dass unser Schweiß lediglich eine kühlende Funktion hat und nicht zwangsläufig an unserer körperlichen Ertüchtigung gekoppelt ist. Wie stark wir schwitzen, hängt unter anderem vom Wetter, unserer Ernährung, als auch von genetischen Faktoren ab.

Manche Menschen schwitzen bereits bei der kleinsten Anstrengung in Bächen, andere können einen 5-km-Marsch bei strammen Tempo absolvieren und haben nur einen hauchdünnen Schweißfilm auf der Stirn.

Mythos 3: Man muss mindestens drei Mal die Woche 30 Minuten trainieren

Die Mär von der Zeit ist ein weiterer Fakt, der im Detail durchaus zu Fall zu bringen ist. Es ist immer wieder zu lesen, dass man mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten lang Sport treiben soll, wenn man einen gesunden und attraktiven Körper sein eigen nennen möchte. Tatsache ist jedoch, dass man auch mit weniger Zeit auskommt, wenn man dafür die Intensität ordentlich in die Höhe schraubt.

Ein Intervall-Training, bei dem man 5x400m sprintet führt zu einer länger anhaltenden Erhöhung unseres Stoffwechsels, als ein gemütlicher Ausdauerlauf von 30 minütiger Länge. In zehn Minuten lässt sich auch locker ein Zirkeltraining absolvieren, das sämtliche wichtige Muskelgruppen unseres Körpers trainiert.

Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg.

Mythos 4: Nur die Kalorienaufnahme zählt

Die Verdammung bestimmter Nahrungsmittel ist ein weiteres beliebtes Phänomen in der Fitness-Szene. Dabei gilt seit Adam Riese, dass unterm Strich nur die Kalorienaufnahme zählt. Und dabei ist es völlig egal, ob Sie sich fettarm oder kohlenhdyratarm ernähren. Eine Kalorie zu viel ist eben eine Kalorie zu viel. Für unseren Metabolismus ist es unerheblich, ob diese aus einer Protein, Kohlenhydrat- oder Fettquelle stammt.

Auch wenn die vielen Fitness-Weisheiten und vermeintlichen Fakten manchmal verwirren mögen, so sind sie doch fast alle schnell zu durchschauen. Bleiben Sie skeptisch und Sie fallen auf keine fadenscheinigen Fitness- und Diätversprechen herein.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: swimmer © Orlando Florin Rosu - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom

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