Drei halbseidene Fitness-Wahrheiten

Muskulöser Mann in weißem Shirt sitzt auf der Trainingsbank und macht Hanteltraining
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  • von Paradisi-Redaktion

Es gibt bestimmte Weisheiten in der Welt der straffen Schenkel und strammen Arme, die sind auf Anhieb nicht falsch, aber auch nicht wirklich richtig. "Training macht dünn" ist eine dieser halbwahren Aussagen, die einem immer wieder im Fitness-Studio oder in Magazinen vermittelt wird. Die folgenden Zeilen wollen solche Halbwahrheiten mit etwas mehr Fakten unterfüttern.

Mann beim Kurzhanteltraining

Wer hart trainiert, nimmt auch fleißig ab

Im Grunde genommen stimmt die obige Aussage auch, allerdings ist im echten Leben der Sachverhalt nicht ganz so simpel. Denn Fitness-Anfänger tendieren häufig dazu, sich nach einer intensiven Trainingseinheit mit extrem kalorienhaltigen Speisen zu belohnen.

Ferner darf man nicht vergessen, dass regelmäßiges Fitnesstraining unser Appetitempfinden beeinflusst und Trainierende zu Beginn ihrer Fitness-Karriere zu größeren Mahlzeiten verführen kann.

Eine weitere Tatsache, die man berücksichtigen muss, ist das Muskelwachstum. Wenn Sie richtig trainieren, bauen Sie im Idealfall Muskelmasse auf und Fett ab. Die mageren Muskeln wiegen jedoch mehr als Fett. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Sie schlanker werden, ohne das sich die Nadel der Badezimmerwaage merklich bewegt.

Man muss mindestens 90 Minuten trainieren, wenn man Erfolge sehen will

Falls wir uns allein die Zeit als den ausschlaggebenden Faktor festlegen wollen, dann wären kurze, intensive Trainingseinheiten wohl der schnellste und zuverlässigste Weg zu einem schlanken und leistungsfähigen Körper. Die gegenwärtige Erkenntnislage in der Sportwissenschaft lässt in dieser Hinsicht keinen anderen Rückschluss zu.

Dennoch haben längere Trainingseinheiten, die zwangsläufig mit einer geringeren Intensität durchgeführt werden, ihre Berechtigung. Denn nicht immer sind wir nach einen anstrengenden Arbeitstag in der Lage, auch im Fitness-Studio noch einmal alles geben zu können.

Deshalb sind längere Workouts mit mittlerer Intensität die Lösung für überarbeitete Manager. Etwas leichter zu trainieren, ist allemal besser, als gar nicht an das Eisen oder Laufband zu gehen.

Je älter man wird, umso mehr Fett sammelt sich in der Körpermitte an

Leider Gottes hat uns das Universum ein Verfallsdatum aufgedrückt. Sobald wir die wilde Pubertätsphase hinter uns gelassen haben, gewinnen nach und nach immer mehr Abbaumechanismen in unserem Körper die Oberhand.

Und in dieser Folge wird auch unser Stoffwechsel immer langsamer. Mit steigernder Laufzeit verringert sich auch die Fähigkeit unserer Zellen, sich zu regenerieren und neu zu bilden.

Wenn wir unser Leben jedoch auf dem Fitness-Pfad bestreiten, können wir das nahende Verderben ordentlich in die Länge ziehen. Dabei ist es im Prinzip nicht so wichtig, ob wir erst im hohen Alter oder schon in frühen Kindesjahren einen aktiven und ausgewogenen Lebensstil führen.

Fitnesstraining bietet in jeder Phase unseres Lebens Vorteile.

Und diese sind nicht nur auf einen gehemmten Alterungsprozess beschränkt. Der regelmäßige Gang zum Fitness-Studio oder Sportverein stellt sicher, dass wir auch noch im Rentenalter sozalisiert bleiben und unter Leute kommen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: health club © diego cervo - www.fotolia.de
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Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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