4. November 2008
Von Sarah Cramer
Vor jeder Trainingseinheit sollte man sich unbedingt aufwärmen, um so seinen Körper optimal auf die bevorstehende Anstrengung vorzubereiten.

Ein Aufwärmprogramm sollte in jede Trainingseinheit integriert werden
Durch das Aufwärmen (nach englischem Vorbild heute oft Warm-up genannt) werden einige innere Vorgänge in Gang gesetzt. Als Beispiel wäre zu nennen: die Körpertemperatur steigt an, das Herz-Kreislaufsystem wird aktiviert, die Durchblutung wird angeregt und die Atemtiefe nimmt zu.
Die bessere Durchblutung hilft dabei die Muskulatur besser mit Nährstoffen zu versorgen. Außerdem werden Stoffwechselschlacke abtransportiert, wodurch eine Übersäuerung der Muskeln vorgebeugt wird.
Während der Aufwärmphase beginnt man tiefer zu Atmen und die Atemfrequenz verändert sich. Somit wird die Sauerstoffversorgung der Muskeln gesichert und vermehrtes Kohlendioxyd wird beseitigt.
Durch diese inneren Vorgänge werden die Muskeln elastischer und dehnfähiger, was gegen Muskelrisse und anderen Verletzungen vorbeugen kann. Zudem hilft eine elastische Muskulatur zur Verbesserung der Koordination und einem geringerem Energiebedarfs.
Wichtig zur Vorbeugung von Verletzungen (der Gelenke) ist die Gelenkschmiere. Durch ein sanftes Einlaufen vor dem Training, wird die Produktion von Gelenkschmiere begünstigt. Die vermehrte Gelenkschmiere kann Druck, der auf die Gelenke ausgeübt wird, besser absorbieren.
Wie lange und wie genau man sich Aufwärmen sollte kann man nicht allgemein sagen. Es kommt immer darauf an was man für eine Sportart ausüben möchte, wie lange man trainieren wird, wie alt man ist und in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet.
Vor jedem Training sollte man sich aber mindestens 5 Minuten Zeit zum Aufwärmen nehmen. Sich warmlaufen ist eine gute Möglichkeit sich aufzuwärmen. Kraftübungen ohne Gewichte bereiten die Muskeln auf die anstehende Arbeit vor. Jeder sollte für sich selber das optimale Aufwärmprogramm finden. Allgemein sagt man, dass 50% der maximalen Leistungsfähigkeit genutzt werden sollten.
Es gibt auch ein sogenanntes passives Aufwärmen. Darunter versteht man Massagen, wärmende Bäder und Einreibungen von speziellen Cremes. Bei diesen Anwendungen werden die Muskeln entspannt. Der Körper und der Geist schalten hierbei aber wohl eher ab.
Daher ist das passive Aufwärmen nicht wirklich zur Vorbereitung auf ein Training geeignet. Besser ist es sich nach dem Training durch solche Anwendungen zu entspannen und seinen Muskeln etwas Gutes zu tun.
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