Beweggründe, Durchführung, Vor- und Nachsorge einer Schamlippenverkleinerung

Nahaufnahme von Unterleib und Oberschenkel einer Frau mit braunem Slip

Um zu große äußere oder innere Schamlippen zu verkleinern, wird eine Schamlippenkorrektur vorgenommen

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Schamlippenkorrektur oder Labioplastik bezeichnet man eine operative Verkleinerung der weiblichen Schamlippen. Dabei werden zu große oder asymmetrische Schamlippen verkleinert oder neu geformt. Die richtige Vor- und Nachsorge sind wichtig, dass durch eine Operation ein perfektes Ergebnis erreicht werden kann.

Zu große Schamlippen bereiten den betroffenen Frauen häufig Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder auch beim Sport, wie z.B. beim Radfahren. Auch die Unterwäsche sitzt dann oftmals nicht richtig und wird als unangenehm empfunden.

Hier kann eine Verkleinerung der inneren und/oder äußeren Schamlippen helfen. Dabei wird überschüssige Haut von den zu groß geratenen Schamlippen entfernt.

Keine falsche Scham! Wenn die Schamlippen zu groß sind

Durch einen kleinen chirurgischen Eingriff kann man die Schamlippen verkleinern lassen

Unterkörper einer nackten Frau, sie hält sich Hand vor Geschlechtsorgan
Woman torso © Olga Ekaterincheva - www.fotolia.de

In unserer Gesellschaft ist es ohne ersichtlichen Grund tabuisiert: die Schamlippenverkleinerung. Durch eine Geburt, Veränderungen im Hormonhaushalt oder einfach eine erbliche Veranlagung dazu kann es sein, dass die Schamlippen mancher Frauen vergrößert sind, sodass sie nicht am Körper anliegen.

Manchmal nicht nur ein optisches Problem

Dies wird medizinisch Hypertrophie der Labien genannt und ist auf Seiten der Betroffenen oft mit viel Scham verbunden, sei es vor dem Partner, in der Sauna oder im Schwimmbad.

Aber das ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann richtig unangenehm werden. Beim Sex etwa oder beim Sport, zum Beispiel Fahrradfahren, kann das mehr als störend sein und Schmerzen und Entzündungen bewirken.

Für manche Frauen sind diese Beeinträchtigungen fast unerträglich. Deshalb bieten einige chirurgische Kliniken eine chirurgische Schamlippenverkleinerung an. Dabei wird sorgsam mit einem Elektroskalpell die überschüssige Haut entfernt.

Die Operation findet unter einer Lokalbetäubung statt, sodass die Operierte meist am selben Tag wieder aktiv ist und nach wenigen Tagen keine Schmerzen mehr empfindet. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nicht.

Anwendungsgebiete

Die weiblichen Schamlippen bilden den Abschluss des Scheideneingangs. Sie werden in innere und äußere Schamlippen unterteilt. Idealerweise sollten die äußeren Schamlippen die inneren Schamlippen bedecken. Oftmals sind diese jedoch zu groß, sodass sie unästhetisch nach unten hängen.

Neben ästhetischen Problemen können zu große Schamlippen auch zu Beeinträchtigungen führen, etwa:

  • bei sportlichen Aktivitäten
  • beim Geschlechtsverkehr
  • beim Tragen von engen Hosen

Mit Hilfe einer Schamlippenkorrektur können die zu großen Schamlippen auf eine natürliche Größe gebracht werden, indem die überschüssige Haut von den Schamlippen operativ entfernt wird. Durch den Eingriff kommt es nur in sehr seltenen Fällen zu Sensibilitätseinschränkungen, sodass normalerweise keinerlei Beeinträchtigungen beim Geschlechtsverkehr zu erwarten sind.

Wenn Frauen Probleme beim Sport haben, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch das Tragen von enger Kleidung als unangenehm empfinden, so kann eine Schamlippenverkleinerung Abhilfe schaffen.

Frauen empfinden vergrößerte Schamlippen oft auch rein optisch als unansehnlich und entscheiden sich aus diesem Grund für den Eingriff. Die Ursache von großen inneren Schamlippen kann zum Beispiel eine Geburt sein oder auch eine angeborene Fehlbildung.

Schönheitsoperationen im Intimbereich wie Schamlippenoperationen werden immer beliebter

Operation - Drei Ärzte bei chirurgischem Eingriff am OP-Tisch
In safe hands © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Mit dem Trend der Intimrasur wächst auch immer mehr die Nachfrage nach Schönheitsoperationen im Intimbereich. Ärzte dieser Branche haben in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg der plastischen Eingriffe im Genitalbereich vernommen. Dass der äußere Perfektionismus der Menschen mittlerweile sogar bis unter die Gürtellinie reicht, finden Experten jedoch bedenklich.

Nur in den seltensten Fällen ist ein operativer Eingriff in der Intimregion notwenig, etwa wenn die Schamlippen so groß sind, dass sie sich bei alltäglichen Bewegungen wund scheuern, doch für die meisten Patienten geht es, wie bei allen anderen Schönheitsoperationen auch, einfach nur um Perfektion.

Was viele bei ihrer Entscheidung, sich freiwillig unters Messer zu legen, vergessen, sind die Risiken und Nebenwirkungen einer Operation. Von Infektionen, Wundheilungsstörungen, Narben, Verwachsungen bis hin zu Schmerzen beim Sex, sowie Einschränkungen der Funktion und Empfindungsstörungen sind gerade Intimoperationen keine harmlosen Eingriffe.

Hinzu kommt, dass die Berufsbezeichnung "Schönheitschirurg" nicht geschützt ist und somit auch keine besondere Ausbildung oder jahrelange Erfahrung erfordert. Viele Patienten geraten in die falschen Hände und bekommen erst durch solch unnötige Eingriffe gesundheitliche Probleme. Ein Zeichen für die Qualitätssicherung bei Schönheitschirurgen ist der staatlich geprüfte Titel "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie", betont der Berufsverband der Frauenärzte.

Schamlippenoperationen durch Vorbilder aus Sexfilmen

Von unten: Ärztin mit Kopfhaube und Mundschutz, hält Skalpell in rechter Hand, setzt an ,Operation, Chirurgie, Schnitt
operation © ArtmannWitte - www.fotolia.de

Immer mehr Frauen in Deutschland nehmen sich Erotikdarstellerinnen aus unterschiedlichen Softpornos als Vorbild und begeben sich in die Hände eines Schönheitschirurgen. Schamlippenoperationen sind durch den Wunsch, dass die äußeren Schamlippen die inneren vollkommen verdecken, eindeutig gestiegen.

Das Ziel derartiger Schönheitsoperationen: Durch ein gestiegenes Selbstwertgefühl soll die Sexqualität und damit auch die Lebensqualität gesteigert werden. Die damit verbundenen Risiken, sprich auch schwerwiegende Komplikationen zu erleiden, scheint jedoch den Wünschen keinen Abbruch zutun.

Ob sich die Effekte tatsächlich nach solch einer Operation einstellen, ist allerdings bislang noch nicht durch Studien belegt.

Im Trend: Hymenrekonstruktion und Ästhetik an den Genitalien

Grafik Frauenkörper, Eierstöcke, Gebärmutter und Eileiter hervorgehoben
Eisprung, Eileiter und Gebärmutter © lom123 - www.fotolia.de

Ein neuer Trend offenbart sich seit einiger Zeit, der die Rekonstruktion des Hymens ebenso beinhaltet als auch die Genital-Ästhetik. Waren es einst nur religiöse oder traditionelle Gründe, so zeigt sich mittlerweile auch der Grund den Partner durch die Wiederherstellung des Jungfernhäutchens glücklich machen zu wollen. Auch im Bereich der Schamlippenverkleinerung und somit der ästhetischen Chirurgie im Genitalbereich findet immer mehr Patientinnen.

Scheinbar störendes wird hierbei verkürzt oder geglättet und gestrafft, so dass eine veränderte Optik entsteht. Die Gründe finden sich unter anderen in den medialen Bildern, die mitunter auch durch die Sexindustrie hervorgerufen werden. Da jedoch derartige Eingriffe nicht ohne Risiken und sehr oft mit Nebenwirkungen begleitet sind, sollte man sich nach einer eingehenden Beratung nur in erfahrene chirurgische Hände begeben.

Italienerinnen lassen sich die Schamlippen operieren – für besseren Sex

Der neueste Trend bei italienischen Frauen scheint die Schamlippenoperation zu sein. Besserer Sex durch schönere Lippen, das ist scheinbar die Lösung. Die operierten Frauen haben scheinbar ein besseres Sexleben – weil die Optik besser gefällt, aber auch, weil wieder mehr Gefühle ins Spiel kommen.

Bei dieser sogenannten Vaginoplastik wird mittels eines Lasers die Haut der Schamlippen verkleinert und remodelliert, Gewebe und Muskeln schrumpfen. Vor allem Frauen fortgeschrittenen Alters oder Frauen, die schon Kinder geboren haben, nehmen dieses Verfahren gerne in Anspruch. Die meisten Frauen, die sich operieren lassen, sind zwischen 30 und 35 Jahre alt.

In England möchten immer mehr Frauen eine "Designer Vagina"

Operation - Zwei Chirurgen mit grünem Kittel und blauer Haube beim Operieren
surgeons at the time of operation © beerkoff - www.fotolia.de

Was bislang die Brustvergrößerung betraf, wird jetzt - zumindest in England - von einer anderen Schönheitsoperation abgelöst. Immer mehr Frauen lassen sich ihre Schamlippen korrigieren; im Vergleich zum Jahr 2009 ist die Anzahl um 70 Prozent angestiegen. Ärzte warnen vor dem Eingriff und empfehlen diesen nur, wenn die Betroffenen unter Beschwerden zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr leiden.

Bei der Schamlippenkorrektur werden meist entweder die inneren Schamlippen gekürzt oder die Vagina wird durch eine Gewebestraffung verengt. Viele der Patientinnen legen sich dabei nur aus ästhetischen Gründen unters Messer, dabei ist dieser Eingriff alles andere als risikofrei. Es kann leicht passieren, dass die Blutversorgung zur Klitoris unterbrochen wird, sodass es zu Empfindlichkeitsstörungen kommen kann.

Immer beliebter: die Schamlippenkorrektur

Eine Schamlippenkorrektur wird aus ästhetischen aber auch aus gesundheitlichen Gründen vorgenommen

Chirurg bereitet Operationswerkzeuge auf Liege vor
surgery 11 © picsfive - www.fotolia.de

Es gibt eine Anzahl von Schönheitsidealen, die vielen Meinungen zufolge den perfekten Körper ausmachen. Nun werden die wenigsten von uns wohl behaupten, sie hätten Idealmaße. Und da kommt bei vielen Menschen die Schönheitschirurgie ins Spiel.

Längst sind Nasenkorrektur, Fettabsaugung und Brustvergrößerung keine Seltenheit mehr. Was allerdings vor zehn bis fünfzehn Jahren noch undenkbar war, mausert sich mittlerweile zum echten Beautytrend: die Schamlippenkorrektur.

Viele Frauen - egal welchen Alters - lassen sich ihren Intimbereich "verschönern", um dem Idealbild zu entsprechen. Dies sieht so aus, dass die äußeren Schamlippen die inneren bedecken. Dies ist jedoch bei den aller wenigsten Frauen der Fall. Doch die Ästhetik ist nicht der einzige Grund für diesen chirurgischen Eingriff.

Gesundheitliche Gründe für die Entscheidung einer Schamlippenkorrektur

Oftmals leiden die Betroffenen auch unter Schmerzen, wie zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, beim Sport oder beim Tragen von zu enger Kleidung. Bei der Schamlippenkorrektur gibt es zahlreiche Möglichkeiten; am häufigsten werden die inneren Schamlippen verkleinert. Doch auch das Aufpolstern der äußeren Schamlippen oder die Straffung der Klitorisvorhaut liegt im Bereich des Möglichen.

Die richtige Vorsorge

Bevor der Eingriff geplant wird, erfolgt eine umfassende Beratung durch den Schönheitschirurgen. Die Patientin kann hier sämtliche Fragen zu dem Eingriff stellen, die sie interessieren und der Arzt erfährt, weshalb sich die Frau für diesen Eingriff interessiert.

Vor dem Eingriff zeichnet der Schönheitschirurg im Bereich der Schamlippen genau an, welche Hautstellen entfernt werden. Anschließend wird die Patientin in Narkose versetzt. Die Operation dauert je nach Umfang etwa 30 bis 60 Minuten.

Für die Durchführung einer Schamlippenkorrektur sollte man sich an einen erfahrenen Facharzt für Plastische Chirurgie wenden. Damit es während des Eingriffs nicht zu Komplikationen kommt, ist es ratsam bereits mehrere Tage vor der Operation einige Verhaltensregeln zu beachten:

Durchführung

Eine operative Schamlippenverkleinerung kann sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Frauen durchgeführt werden. Meist erfolgt die Korrektur im Rahmen eines ambulanten Eingriffes, welcher nur etwa eine halbe Stunde dauert, da es sich um einen eher kleinen chirurgischen Eingriff handelt.

Schönere Vagina durch Radiowellen

Ob Korrekturen an Nase, Brust oder Lippen, Schönheitsoperationen sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Nun können Frauen auch ihre Vagina verkleinern.

Statt OP mit Narkose gibt es einen kleinen Apparat, den die Firma Viveve auf den Markt bringt. Wer den Apparat benutzt, soll sich angeblich keiner Narkose unterziehen müssen. Die Vagina wird eine halbe Stunde mit Radiowellen bestrahlt und soll dadurch verjüngt werden.

Laut einer Studie von Viveve waren Frauen, die den Apparat ausprobiert haben, nach einigen Monaten mit ihrer Vagina wesentlich zufriedener als vorher.

Je nach Wunsch der Patientin erhält sie eine Vollnarkose oder eine örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf. Während der Operation kann sowohl die Größe der inneren als auch der äußeren Schamlippen korrigiert werden.

  1. Bevor der Schönheitschirurg mit der eigentlichen Operation beginnt, zeichnet er genau an, wo sich Gewebeüberschuss befindet, der anschließend entfernt werden muss.

  2. Mit verschiedenen Apparaten (z.B. Laser) wird die Haut nun entfernt und kleinere Schamlippen geformt. Der Arzt muss dabei darauf achten, sorgfältig zu arbeiten, da dieser Bereich sehr gut durchblutet ist.

  3. Die Fäden legt der Arzt so, dass sie später nicht mehr zu sehen sind und die Wunden auch gut verheilen können.

Die Fäden werden meist nach etwa ein bis zwei Wochen gezogen, es sei denn, es wurde selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet. Das das Ziehen der Fäden in diesem Bereich oft sehr unangenehm ist, verwenden die meisten Ärzte selbstauflösende Fäden, die vom Körper nach einigen Wochen abgebaut werden.

Korrektur der inneren Schamlippen

Für die Korrektur der inneren Schamlippen wird das überschüssige Haut- und Fettgewebe mit Hilfe eines so genannten Lichtskalpells entfernt. Das bedeutet, dass der Chirurg anstelle eines herkömmlichen Skalpells spezielle Laser- oder Ultraschallgeräte für den Eingriff verwendet.

Durch die hohe Lichtenergie werden die überschüssigen Gewebeteile rasch verbrannt, was den Vorteil hat, dass es weder zu Narben noch zu sonstigen Rückständen kommt. Auch die anschließenden Wundschmerzen fallen weitaus geringer aus als bei einem herkömmlichen chirurgischen Eingriff.

Korrektur der äußeren Schamlippen

Um die äußeren Schamlippen zu verkleinern, wird eine Fettabsaugung durchgeführt, bei der überflüssige Fettzellen entfernt werden.

Die Wahl des richtigen Schönheitschirurgen für eine Schamlippenverkleinerung

Bei einer Schamlippenverkleinerung ist die sorgfältige Untersuchung der Patientin erforderlich

Grafik weibliches Fortpflanzungsorgan seitlich
Female Reproduction System © OOZ - www.fotolia.de

So groß das Interesse von Frauen für Schamlippenkorrekturen mittlerweile ist, so hoch ist leider auch die Anzahl an misslungenen Operationen. Viele der Patientinnen wollen Geld sparen und suchen sich das günstigste Preisangebot und der behandelnde Chirurg versichert ihnen, dass es sich um einen simplen Eingriff handelt, der kaum Risiken mit sich bringt. Leider entspricht dies nicht der Wahrheit.

Dr. Günther, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie kennt das Problem und hat immer mehr Patientinnen, die nach einer missratenen Schamlippenverkleinerung nun eine Korrekturoperation wünschen bzw. benötigen.

Genaue Untersuchungen der Patientinnen sind unerlässlich

Er gibt einige Tipps, die der Frau dabei helfen können, einen seriösen und erfahrenen Arzt zu finden. So ist zur genauen Voruntersuchung ein gynäkologischer Untersuchungsstuhl unerlässlich. "Für die eine Patientin ist die reine Länge der Schamlippe störend, bei anderen sind es seitliche Hautfalten oder Überschüsse am Klitorishäutchen, die korrigiert werden müssen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen", so Günther - ohne eine genaue Untersuchung kann der Chirurg der Patientin also auf keinen Fall ein gutes Ergebnis versprechen.

Auch sollte die Frau nach Vorher-Nachher-Fotos fragen, um etwas über die Erfahrungen des Chirurgen zu erfahren.

Mögliche Komplikationen

Mögliche Nachwirkungen einer Schamlippenkorrektur sind:

In der Regel kommt es jedoch nicht zu größeren Komplikationen.

Risiken und Komplikationen der Intim-Chirurgie

Schönheitskorrekturen mit Folgen: Intimchirurgie nicht ohne Risiken

Von unten: Ärztin mit Kopfhaube und Mundschutz, hält Skalpell in rechter Hand, setzt an ,Operation, Chirurgie, Schnitt
operation © ArtmannWitte - www.fotolia.de

Nachdem der Markt für Brustvergrößerungen und Nasenkorrekturen scheinbar gesättigt ist, propagieren Medien und Schönheitschirurgen in den letzten Jahren eine neue Modeerscheinung: Die Korrektur des Intimbereichs.

Diese Eingriffe sind jedoch mit Risiken verbunden, warnen Experten. Problematisch ist vor allem die Tatsache, dass der Begriff Schönheitschirurg bis heute nicht rechtlich geschützt ist. Wer einen Eingriff in der Intimzone vornehmen lassen will, sollte daher unbedingt auf die staatlich geprüfte Zulassung als "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" achten.

Gynäkologen ärgern sich auch darüber, dass so mancher Eingriff als "kleine kosmetische Korrektur" verharmlost wird, zum Beispiel die Verkleinerung oder Straffung der Schamlippen. Dabei könnte es zu Narben, Verwachsungen und Infektionen kommen, die statt mehr Lust vor allem Schmerzen beim Sex bescheren oder das Lustempfinden einschränken.

Sie kritisieren den heutigen Drang zum "perfekten Körper" und fordern eine Akzeptanz des Normalen.

Vielfach liegen auch seelische Gründe hinter dem Wunsch nach körperlicher Veränderung, zum Beispiel ein gestörtes Sexleben, Depressionen oder eine narzisstische Störung. Viel sinnvoller sei es, diese therapieren zu lassen, statt dem Körper eine risikoreichen Eingriff zu unterziehen.

Warnung: Schönheits-Op's an der Vagina bergen Risiken

Immer öfter werden Schönheitsoperationen an der Vagina ohne medizinische Indikation durchgeführt.

Ausgefallene Wünsche wie Schamlippenverkleinerungen bis hin zur G-Punkt-Vergrößerung werden allesamt erfüllt. Dabei warnen Gynäkologen und Psychologen vor den damit verbundenen Gefahren. Die Eingriffe können zu dauerhaften Schäden an Nerven verbunden mit Taubheitsgefühlen führen.

Auch sexuelle Funktionsstörungen, die durch Narbenbildung entstehen können, sprechen gegen solch eine kosmetische Operation.

Keine Operationen an den Geschlechtsorganen

Professor Kentenich warnte in seiner Eröffnungsrede Frauen davor, operative Veränderungen an den Geschlechtsorganen vornehmen zu lassen. Zuvor eröffnete er den diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg.

Der Mediziner machte darauf aufmerksam, dass es keine wissenschaftliche Bestätigung dafür gibt, dass sich solche operativen Eingriffe positiv auf das Liebesleben auswirken. Bisher weiß man nur, dass die Frauen an einer ihrer intimsten Stelle Narben zurückbehalten werden. Es ist auch noch nicht bekannt, ob es zu langfristigen Problemen durch diese Eingriffe kommen kann.

Ärzte warnen vor Vagina-Operationen ohne medizinischen Hintergrund

Nahaufnahme Chirurg und Assistenzärztin mit Brille bei einer Operation
chirurgen © Falk - www.fotolia.de

Ästhetische Operationen stehen besonders bei Frauen hoch im Kurs. Nachdem Fettabsaugen, Faltenstraffung und Brustvergrößerungen auf der Wunschliste ganz oben standen, könnte nun diese Liste eine tendenzielle Änderung erfahren. Immer mehr Frauen wünschen sich eine operative vaginale Operation, die nicht nur die Optik aufwerten, sondern auch zu einer Luststeigerung verhelfen soll.

Nun warnen Ärzte vor derartigen Eingriffen, da diese sowohl Risiken beinhalten als auch keinerlei Nachweise, dass der Wunsch nach einer Luststeigerung in Erfüllung geht. Neben Entzündungen im Genitalbereich kann es zudem zu Vernarbungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder auch zu sexuellen Empfindungsstörungen kommen, die unter Umständen irreparabel sind. Operationen sollten demzufolge nur dann durchgeführt werden, wenn es auch eine medizinische Notwendigkeit dafür gibt.

Die richtige Nachsorge einer Schamlippenkorrektur

Da während des Heilungsprozesses das Sitzen schmerzhaft ist, kann man sich für diese Zeit einen speziellen Ring kaufen, der ähnlich wie ein Schwimmring aufgebaut ist und die Schmerzen während des Sitzens lindert.

In der Zeit nach der Operation muss auf größtmögliche Hygiene geachtet werden, da der Intimbereich sehr anfällig für Infektionen ist. Die Patientin erhält zu diesem Zweck eine spezielle schonende Intimwaschlotion für die Reinigung von Schamlippen und Vagina.

Darüber hinaus muss sich die Patientin für rund drei bis vier Wochen körperlich schonen und auch auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Nach der Schamlippenkorrektur hat die Patientin oftmals leichte Blutungen, die jedoch völlig normal sind. Auch Schmerzen aufgrund der Schwellungen bestehen in den ersten Tagen noch. Hier hilft nur Kühlen.

In den ersten Tagen erhält die Patientin eine so genannte Gaze zum Einlegen in den Slip. Zuvor muss in der Regel eine Salbe aufgetragen werden, die verhindert, dass Keime in die Wunde gelangen können. Die spezielle Kompresse verhindert, dass die Wunde am Slip klebt und beim Ausziehen wieder aufgerissen wird.

Zusätzlich helfen auch Sitzbäder mit Kamillenzusätzen, dass die Wunde schnell abheilen kann.

Bewegen sollte sich die Patientin in den ersten Tagen möglichst wenig, da beim Gehen die geschwollenen Schamlippen scheuern und die Wunden dadurch aufreißen können. Häufig bilden sich im Bereich der Operationswunde Infektionen, die teilweise eine ärztliche Behandlung notwendig machen.

Grundinformationen zur Schamlippenkorrektur

  • Beweggründe, Durchführung, Vor- und Nachsorge einer Schamlippenverkleinerung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: freeze4photo © Gordon Bussiek - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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