20. Januar 2010
Nicht jeder ist ein Kenner des internationalen Society-Parketts. Und wer sich die Modeseiten einschlägiger Promi-Magazine durchliest, der merkt schnell: Modische Faux-Pas kommen bei Normalbürgern ebenso vor wie bei Stars, die im Rampenlicht stehen. Dabei gibt es einige ganz einfache Richtlinien, mit denen man seine persönlich passende Abendgarderobe findet.
Zunächst einmal sollten die Formalitäten geklärt werden: Gibt es eine Kleiderordnung, einen Dresscode? Wenn ja, ist dieser verbindlich zu verstehen - es gibt jedoch Ausnahmen: Manche Einladungen arbeiten mit festen Begriffen wie "Black Tie" (Frack für Herren/langes Abendkleid für Damen) oder "White Tie" (Smoking für die Herren/langes Abendkleid für die Damen). Andere Bezeichnungen wie "Abendgarderobe" lassen durchaus noch Spielraum für Interpretationen. In jedem Fall sollte hier aber ein klassischer schwarzer Anzug mit Krawatte für den Herrn und ein festliches Kleid für die Dame gewählt werden. Fällt die Kleiderordnung eher phantasievoll aus ("sommerlich", "Glamour", "20er Jahre"), kann auch das Outfit entsprechend freier, aber themengemäß gewählt werden.
Ist der äußere Rahmen erst einmal abgesteckt, ist die erste Hürde zum richtigen Outfit bereits genommen. Mit Blick auf die Kleiderordnung, auf den Anlass und den gesellschaftlichen Rahmen wissen Sie bereits, ob es sehr festlich sein soll oder auch legerere Kleidung erlaubt ist. Herren können dementsprechend Anzug, Smoking oder Frack wählen, selbstverständlich kombiniert mit einer passenden Krawatte oder mit einer Fliege. Mindestens ein guter Anzug gehört dabei in den Kleiderschrank eines jeden Mannes - und für die meisten Anlässe ist man(n) damit auch immer passend gekleidet. Die Anprobe in einem Fachgeschäft sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein, denn mit dem richtigen Schnitt steht und fällt das gesamte Outfit. Wer ein wenig mehr Budget zur Verfügung hat, der sollte ruhig in einen maßgeschneiderten Anzug investieren - dieser wird sich noch lange auszahlen. Gleiches gilt für die weibliche Abendgarderobe: Der perfekte Sitz und das Wiederspiegeln der eigenen Persönlichkeit sind wichtiger als pompöse Details oder atemberaubende Schnitte. Entscheidend ist, dass Sie sich in ihrer (zweiten) Haut wohlfühlen! Bei Kleidern sind deshalb Materialien mit Stretch-Anteil, zum Beispiel fürs Kleine Schwarze, ideal. Hosenanzüge oder Kombinationen aus Rock und Bluse sind meist besonders bequem, aber nicht immer festlich genug. Und für das richtige Abendkleid in Bodenlänge sollte viel Wert gelegt werden auf edle Materialien und eine Farbe, die einfach perfekt passt. Accessoires runden das Outfit bei Damen wie bei Herren ab - je nach Anlass können dies Handschuhe, Zylinder, Hut, Fliege und Krawatte sowie natürlich die Schuhe bei Herren sein; bei Damen gehören Handtasche oder Clutch, passende Schuhe, eventuell eine Stola oder ein Jäckchen sowie eine festliche Frisur zum gelungenen Abend-Outfit einfach dazu.
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