8. Oktober 2009
Als Blutegelbehandlung bezeichnet man eine Behandlungsmethode der alternativen Medizin. Dabei werden Blutegel an verschiedenen Stellen des Körpers angesetzt, um Blut abzusaugen.
Zweck der Blutegelbehandlung, die auch Blutegeltherapie genannt wird, ist die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden durch das Aufsetzen von Blutegeln auf bestimmte Körperstellen. Dabei erfolgt ein Biss des Blutegels, der daraufhin Blut aus dem Körper saugt und zugleich Blutgerinnungshemmende Stoffe in die Wunde überträgt, wodurch das Blut leichter und schneller fließen kann. Diese Methode wird auch ausleitendes Verfahren genannt und ähnelt einem kleinen Aderlass.
Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) sind Verwandte der Regenwürmer und werden eigens für medizinische Behandlungen gezüchtet. Da sie zu den Arzneimitteln zählen, können sie über eine Apotheke geliefert werden. Der Umgang mit ihnen ist jedoch streng geregelt. Grundlage der Blutegelbehandlung ist ein lokaler Aderlass sowie die Wirkung von Stoffen, die der Egel durch seinen Speichel in die Wunde absondert. Zu den wichtigsten Blutegelstoffen gehören Hirudin, das gerinnungshemmend wirkt, Hementin, das durchblutungsfördernd wirkt, Eglin, das hemmend auf Proteasen wirkt sowie das Plasminhemmende Bdellin.
Zur Anwendung kommt die Blutegeltherapie vor allem in der plastischen Chirurgie bei Transplantationen an Haut, Ohren, Zehen oder Fingern. Mit Hilfe der Blutegelwirkstoffe kann die Wundheilung beschleunigt werden. Zudem können auf die Weise mögliche Blutstauungen schneller abfließen.
Eine Blutegelbehandlung kann bei zahlreichen Krankheiten und gesundheitlichen Störungen zum Einsatz kommen. Dazu gehören schlecht heilende Wunden und Narben, Hämorrhoiden, Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Krampfadern, Arthrose, Arthritis, Bandscheibenvorfälle, Rückenbeschwerden, Asthma, Migräne, Hämatome (Blutergüsse), Prellungen, Furunkel, entzündete Insektenstiche, Mittelohrenentzündungen und Tinnitus. Nicht zur Anwendung kommen darf eine Behandlung mit Blutegeln dagegen bei Blutgerinnungsstörungen, Immunschwäche, Anämie (Blutarmut), Diabetes mellitus, Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei ausgeprägten Allergien und Schwangerschaften.
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19.01.12 | |
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13.12.11 | |
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25.10.11 | |
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