Unterschiedliche Anwendungsgebiete und die Durchführung einer Blutegelbehandlung

Kosmetiker mit Handschuhen setzt drei Blutegel für Blutegelbehandlung auf den Rücken einer Frau

Problematische Wunden heilen besser mit Blutegeln

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Blutegelbehandlung bezeichnet man eine Behandlungsmethode der alternativen Medizin. Dabei werden Blutegel an verschiedenen Stellen des Körpers angesetzt, um Blut abzusaugen. Die Behandlung verursacht kaum Schmerzen.

Ziel und Zweck

Zweck der Blutegelbehandlung, die auch Blutegeltherapie genannt wird, ist die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden durch das Aufsetzen von Blutegeln auf bestimmte Körperstellen. Dabei erfolgt ein Biss des Blutegels, der daraufhin Blut aus dem Körper saugt und zugleich blutgerinnungshemmende Stoffe in die Wunde überträgt, wodurch das Blut leichter und schneller fließen kann.

Diese Methode wird auch ausleitendes Verfahren genannt und ähnelt einem kleinen Aderlass.

Blutegel sind bis zu fünf Zentimeter große wurmartige Tiere, die auf der ganzen Welt verbreitet sind und üblicherweise im Süßwasser leben. Medizinisch eingesetzt wird jedoch nur der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis). Da der Blutegelbestand durch die vielen Blutegelbehandlungen im 18. Jahrhundert stark dezimiert wurde, steht der medizinische Blutegel in freier Natur unter Naturschutz.

Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) sind Verwandte der Regenwürmer und werden eigens für medizinische Behandlungen gezüchtet. Da sie zu den Arzneimitteln zählen, können sie über eine Apotheke geliefert werden. Der Umgang mit ihnen ist jedoch streng geregelt.

Behandlung mit Blutegeln hat eventuell wirklich einen medizinischen Nutzen

Drei Blutegel auf der rechten Gesichtsseite eines älteren Mannes
Leech therapy © 2707195204 - www.fotolia.de

Allein die Vorstellung dürfte für die meisten doch recht ekelig sein, um eine Krankheit zu bekämpfen, bekommt der Patient mehrere Blutegel auf die Haut gesetzt, die dort einige Zeit verweilen. Sie saugen in offenen Wunden das Blut ab und sollen so aber gleichzeitig zur Heilung beitragen.

Die kleinen Tiere wurden schon vor tausenden Jahren auf diese Weise eingesetzt und sollten bei den Menschen die verschiedensten Krankheiten heilen. In vielen Fällen wurde den Tierchen mehr Können zugeschrieben als sie tatsächlich hatten und die moderne Medizin kennt ganz andere Methoden, um Kranken zu helfen. Dennoch kann man die Blutegeltherapie nicht vollständig als nutzlos darstellen, denn das würde ihr nicht gerecht werden. Es gibt diverse wissenschaftliche Belege, die zumindest den möglichen Nutzen in den Raum gestellt haben.

Die aktuellste Studie stammt von Forschern aus Greifswald. An der dortigen Universität hat man mit den Tieren gearbeitet und wurde auf die Inhaltsstoffe der Speicheldrüsen aufmerksam. Die Tiere besitzen darin mehrere Eiweiße, die beim Kontakt mit der menschlichen Haut und dem Fleisch bei offenen Wunden auch auf den Patienten übertragen werden. Die Forscher konnten dabei belegen, dass der Kontakt innerhalb des Menschen tatsächliche diverse Prozesse beeinflussen kann. Da Aussetzen der Tiere auf der Haut oder auf Wunden wirkt also wirklich. Die Frage ist nur, wie groß diese Wirkung bei verschiedenen Beschwerden ist.

Immerhin setzen heutige Heilpraktiker die Tiere bei sehr verschiedenen Krankheitsbildern ein. So sollen sie nicht nur die Wundheilung beschleunigen und Entzündungen hemmen (was die Forscher für gut möglich halten), sondern zum Beispiel auch Rheuma bekämpfen, die Gefahr für Thrombosen mildern oder sogar vorhandene Gerinnsel direkt auflösen. Beweise für diese therapeutischen Erfolge gibt es aber noch nicht.

Maden und Blutegel im Dienst der Medizin

Älterer Mann nimmt mit einem grünen Becher Blutegel von seinem Gesicht runter
Leech therapy © 2707195204 - www.fotolia.de

Bei den Gedanken an Blutegel und Maden dreht sich bei den meisten der Magen um. An medizinische Therapien denken hier wohl die wenigsten. Doch diese Tiere leisten im Dienst der Medizin eine außerordentlich gute Arbeit.

Verwendung von Blutegeln in der Medizin

Schon vor 1.800 Jahren waren Blutegel Teil der Medizin. Sie wurden für den berühmten Aderlass eingesetzt. Vor allem bei Leiden, wie Rheuma, Krämpfen oder sogar auch bei Geisteskrankheit. Dann wurde es zunehmend still um den Blutegel und nun hat man seine Vorzüge wiederentdeckt. Besonders in der Chirurgie kommen Blutegel nun wieder zum Einsatz.

Werden abgetrennte Körperteile wieder angenäht oder Gewebe erneuert, kann es sein, dass mehr Blut in das transplantierte Gewebe fließt, als wieder abtransportiert werden kann. Das Gewebe könnte absterben. Hier kommen die Blutegel zum Einsatz. Sie saugen das Blut aus und sorgen so für das nötige Gleichgewicht. Die Therapie dauert so lang, bis ein natürlicher Zu- und Abfluss des Blutes wieder gewährleistet ist.

Blutegel in der Medizin werden besonders gezüchtet

Die Blutegel, welche in der Medizin zum Einsatz kommen, sind besondere Züchtungen und unterliegen selbstverständlich strengen Kontrollen. Darüber hinaus kommt jedes Tier auch nur einmal zum Einsatz. Studien haben zudem nachweisen können, dass Blutegel sogar bei Arthrose helfen können.

Neben den Blutegeln sind es auch Maden, die medizinisch helfen können. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Gedanke. Doch Maden ernähren sich von abgestorbenen Gewebe. Bei schlecht heilenden oder gar chronischen Wunden können die Maden helfen, das tote Gewebe zu entfernen. Innerhalb von zwei Tagen ist die Wunde gereinigt und der Heilungsprozess kann einsetzen.

Heute bekommen die Patienten die Maden nicht einmal mehr zu sehen. Sie verschwinden in einem sogenannten Bio-Bag im Verband. Selbstverständlich werden auch diese Maden extra gezüchtet und sind klinisch sauber.

Verfahren

Grundlage der Blutegelbehandlung ist ein lokaler Aderlass sowie die Wirkung von Stoffen, die der Egel durch seinen Speichel in die Wunde absondert. Zu den wichtigsten Blutegelstoffen gehören:

  • Hirudin, das gerinnungshemmend wirkt
  • Hementin, das durchblutungsfördernd wirkt
  • Eglin, das hemmend auf Proteasen wirkt
  • Bdellin, das plasminhemmend wirkt

Anwendungsgebiete

Zur Anwendung kommt die Blutegeltherapie vor allem in der plastischen Chirurgie bei Transplantationen an:

Mit Hilfe der Blutegelwirkstoffe kann die Wundheilung beschleunigt werden. Zudem können auf die Weise mögliche Blutstauungen schneller abfließen.

Eine Blutegelbehandlung kann bei zahlreichen Krankheiten und gesundheitlichen Störungen zum Einsatz kommen. Dazu gehören:

Grundsätzlich kann man sagen, dass Blutegel aufgrund ihrer Wirkstoffe für ihre schmerzlindernde, gerinnungshemmende Wirkung bekannt sind sowie den Körper des Patienten entwässern und entgiften.

Wann eine Blutegelbehandlung nicht zur Anwendung kommen darf

Nicht zur Anwendung kommen darf eine Behandlung mit Blutegeln dagegen bei:

Gelenkerkrankungen und deren alternative Behandlung mit einer Blutegel-Therapie

Der Speichel der Blutegel hat entzündungshemmende Eigenschaften und weitet die Blutgefäße

Blutegel auf weißem Hintergrund
blutegel © Wolf - www.fotolia.de

Blutegel sehen auf den ersten Blick nicht gerade possierlich aus, allerdings beinhalten sie hinsichtlich positiver gesundheitlicher Aspekte ein großes Potenzial für den Menschen. Besonders im Bereich von Gelenkerkrankungen zeigen die für medizinische Zwecke gezüchteten Blutegel sehr gute Erfolge und werden inzwischen nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch im schulmedizinischen Bereich eingesetzt.

Wirkung, Nebenwirkungen und Kosten

Ob bei einem Tennisarm, Daumensattelgelenk-Arthrose, einer Kniegelenk-Arthrose oder auch schweren Herpes-Zoster-Neuralgien und skeletalen Erkrankungen - eine Behandlung mit der Hilfe der Blutegel erzielt in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Beschwerden. Als wirksamer Indikator zeigt sich hierbei der Speichel der Tiere, der entzündungshemmende, morphinähnliche und gefäßerweiternde Substanzen enthält, die zudem gleichzeitig als Gerinnungshemmer fungieren.

Nebenwirkungen, wie etwa eine verzögerte Wundheilung, Allergien oder auch ein Juckreiz können, müssen jedoch bei der Blutegel-Therapie entstehen. Die Behandlungskosten in Höhe von rund 120€ werden von den gesetzlichen Krankenkassen bei einer stationären Therapie übernommen und auch die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten, sofern man diese Behandlung ambulant bei einem Heilpraktiker zur Anwendung kommen lässt.

Bei Kniegelenksarthrose und Arthritis hilft eine Behandlung mit Blutegeln

Blutegelbehandlung bei Arthrose zum Teil effektiver als entsprechende Medikamente

Verschiedene Utensilien aus der Alternativmedizin, im weißen Becher liegt ein Blutegel
Alternative Behandlung, q. © pholidito - www.fotolia.de

Schon früher haben sich viele Menschen, die unter Durchblutungsstörungen litten, mit Blutegeln behandelt, so wurden diese beispielsweise an die Beine gesetzt, wo die Tiere dann das Blut in sich saugten, aber auch bestimmte Substanzen an den Körper abgaben. Aber viele sehen diese Tiere, die sich meistens in trüben Gewässern oder Tümpeln aufhalten, mit einem gewissen Ekel an.

Anerkennung durch die Schulmedizin bei Arthrose

Doch mittlerweile hat auch die moderne Schulmedizin die Nützlichkeit erkannt und setzt auf die dementsprechende Behandlung bei Gelenkbeschwerden, wie beispielsweise Kniegelenkarthrose und Arthritis. So ist auch der Erfolg zum Teil deutlich besser als durch die neuartigen Pillen oder Salben.

Sonstige Anwendungsgebiete

Auch bei anderen Beschwerden kommt der Blutegel zum Einsatz, so wie schon eingangs erwähnt bei Durchblutungsstörungen, aber auch bei Krampfadern, Migräne und sogar bei einem Hörsturz haben einige Therapeuten schon gute Erfolge erzielt, die aber noch nicht durch klinische Studien erwiesen sind.

Aber bevor man glaubt, wie früher vielleicht unsere Großväter, sich selber behandeln zu können, der sollte besser zu einem erfahrenen Therapeuten gehen, denn es könnten auch Nebenwirkungen auftreten. Wer blutverdünnende Mittel einnimmt, der darf aber auf keinen Fall behandelt werden.

Schmerzen lindern mithilfe der Blutegeltherapie

Blutegel sondern schmerzlindernde und entzündungshemmende Substanz ab

Blutegel hängt hinter dem Ohr eines Mannes
Leech therapy for a man © Pr3t3nd3r - www.fotolia.de

Die Blutegeltherapie wird in der modernen Medizin mehr und mehr eingesetzt. Eine schmerzfreie Behandlung, um seine Schmerzen loszuwerden, ist dabei das Ziel.

Vor allem Patienten, die Beschwerden an Sehnen, Muskeln, Gelenken oder auch ein schwaches Bindegewebe haben, greifen immer häufiger auf diese Art von Behandlung zurück.

Ablauf und Wirkungsweise

Dabei werden die kleinen Tierchen auf die betroffene Stelle gesetzt, wo sie sich sogleich festsaugen. Die Prozedur ist schmerzfrei, da die Blutegel, während sie saugen, eine schmerzlindernde Substanz absondern. Auch ein entzündungshemmender Stoff wird freigesetzt. Die Behandlung dauert in der Regel etwa eine Stunde lang.

Irgendwann, wenn sich der Blutegel vollgesaugt hat, fällt er von alleine wieder ab. Es entsteht eine kleine Bisswunde, die zwischen 8 und 12 Stunden offen gehalten wird - dies wird durch den Wirkstoff Calin möglich gemacht - und einpaar Stunden lang nachblutet. Während dieser Zeit ist es wichtig, die Wunde mit einem speziellen Verband sauber zu halten.

Die Schmerzlinderung kann in bestimmten Fällen direkt nach der Behandlung eintreten und über mehrere Monate lang andauern.

Therapie mit Blutegel auch beim Pferd

Blutegel auf weißem Hintergrund
blutegel © Wolf - www.fotolia.de

Sie sind nur wenige Zentimeter groß, ziemlich verfressen und in der alternativen Medizin nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von Blutegeln, die dank ihres gesunden Speichels bei zahlreichen Beschwerden ihren wertvollen Einsatz finden.

Der im Speichel befindliche Wirkstoff zeichnet sich durch eine Vielfalt an Wirkweisen aus: Gerinnungshemmend, Antibiotisch, entzündungshemmend, gefäßerweiternd oder auch schmerzstillend sind nur einige der Wirkungen. Für medizinische Zwecke werden die Blutegel speziell gezüchtet und nach ihrem helfenden Einsatz vernichtet.

Was viele Tierbesitzer nicht wissen, ist die Tatsache, dass die Blutegel auch bei ihrem Tier gesundheitliche positive Auswirkungen haben können. Gerade bei Pferden mit Wundheilstörungen, Arthritis, Spat, Ödemen, Hämatome oder auch bei Hufrehe stellen die Blutegel eine sehr effektive Heilunterstützende Methode dar. Wer für sein Pferd oder ein anderes Tier diese Blutegeltherapie anwenden lassen möchte, sollte sich an seinen Tierarzt wenden, der in der Regel den passenden Ansprechpartner nennen kann.

Durchführung einer Blutegelbehandlung

Vorbereitung

Vor der Durchführung einer Blutegelbehandlung muss darauf geachtet werden, dass der Patient vorher kein

zu sich nimmt, da die Blutegel sehr empfindlich auf bestimmte Geruchsstoffe und Ausdünstungen reagieren.

Zudem sollte die Therapie in einer entspannten Umgebung durchgeführt werden.

Durchführung der Behandlung

Der Blutegel besitzt drei Kiefer mit starken Zähnen. Daher ähnelt die Bisswunde einem dreizackigen Stern. Der Egel wird mit dem Kopf direkt an die gewünschte Bissstelle gesetzt und sondert dort, nachdem er sich festgebissen hat, seinen Speichel in die Wunde ab. Dieser enthält ungefähr zwanzig verschiedene Substanzen. Neben dem Blutverlust sind vor allem die Wirkstoffe

  • Hirudin,
  • Eglin und
  • Calin

für die Wirkung der Blutegelbehandlung verantwortlich. Diese Stoffe wirken

  • entzündungshemmend,
  • gerinnungshemmend,
  • antithrombotisch und
  • regen den Lymphfluss an.
Die Blutegelbehandlung wirkt entzündungshemmend, gerinnungshemmend und antithrombotisch
Die Blutegelbehandlung wirkt entzündungshemmend, gerinnungshemmend und antithrombotisch
Ablauf der Behandlung
  1. Für die Behandlung werden bestimmte Hautareale eingeritzt auf die anschließend die Blutegel mit einer Plastikpinzette gesetzt werden. Dort saugen sie etwa zehn bis zwanzig Minuten lang das Blut des Patienten ab.

    Der Patient spürt dabei den Biss des Egels kaum. Der geringe Schmerz ähnelt einer Berührung mit Brennnesseln.

  2. Nach der Sättigung der Blutegel beginnen diese sich von selbst zu lösen. Dabei sollten sie vom behandelnden Therapeuten aufgefangen werden. Damit der knorpelige Saugapparat der Blutegel nicht in der Wunde des Patienten zurückbleibt, dürfen die Egel keinesfalls gewaltsam vom Körper gelöst oder mit Salz bestreut werden.

  3. Nach dem Ende der Behandlung werden die Wunden des Patienten mit Zellstoff und Watte verbunden. Bei starken Blutungen erfolgt ein stündlicher Verbandswechsel.

Die gesamte Behandlung kann zwischen dreißig Minuten und zwei Stunden dauern. In der Regel werden bei der Blutegeltherapie sechs bis zwölf Blutegel eingesetzt, was auch von der Art und dem Ausmaß der Beschwerden abhängt.

Falls nötig, kann die Behandlung auch wiederholt werden. Dabei wird ein Blutegel jedoch nur einmal verwendet, um eine mögliche Infektion mit gefährlichen Krankheiten wie HIV (AIDS) oder Hepatitis zu verhindern. Nach der Behandlung werden die Egel an die Zuchtfirma zurückgeschickt. Die meisten Egelfarmen haben so genannte Rentnerteiche, in dem die Egel ihren Lebensabend verleben dürfen.

Mögliche Komplikationen

Nach der Behandlung kann es zu Juckreiz kommen. Dabei sollte man besser nicht kratzen, damit keine Wundinfektionen entstehen. In manchen Fällen kann auch ein Absinken des Blutdrucks eintreten.

Von Selbstversuchen wird dringend abgeraten

Auch, wenn es die entsprechenden Züchtungen von Blutegeln bereits auf dem freien Markt zu kaufen gibt: Selbstversuche sollten niemals durchgeführt werden - diese Behandlungsmethode gehört unbedingt in erfahrene Hände.

Die Behandlungen bedürfen eines gut ausgebildeten Heilpraktikers, Schulmediziners oder einen auch in Medikamententheorie gebildeten Naturheilkundlers. Denn es gibt trotz der sehr guten Wirksamkeit der Blutegelbehandlung auch Ausschlussgründe und Neben- bzw. Wechselwirkungen.

Dazu gehören:

Ausschlussgründe

  • Vorerkrankungen, wie zum Beispiel die Bluterkrankheit (aufgrund der gerinnungshemmenden Wirkung der Blutegelwirkstoffe)
  • Erkrankungen der Haut, wie zum Beispiel eine stark ausufernde Narbenbildung oder Ekzeme
  • Menschen nach starken Blutverlusten oder mit gestörten Abwehrkräften

Neben- und Wechselwirkungen

  • Medikamente, die Sie aufgrund anderer Erkrankungen bereits einnehmen müssen - beispielsweise Blutverdünner
  • Allergien gegen einen der Wirkstoffe, die der Blutegel in die Bissstelle spritzt. Ein guter Behandler wird Sie also auf jeden Fall über ihre Krankenvorgeschichte befragen, alle Medikamente auflisten, die Sie bereits einnehmen und diese auf mögliche Komplikationen bei einer Blutegelbehandlung prüfen.
  • Auch ist natürlich bei einer jeglichen Behandlung der Bissstelle auf hygienische Umstände zu achten, sowie eine Grundausbildung im Anlegen von Verbänden.

Vorteile der Blutegelbehandlung werden inzwischen auch von vielen Schulmedizinern als sehr erstaunlich angesehen, sodass dies eine der wenigen Naturheilmethoden ist, die auch in Arztpraxen und Kliniken zur Anwendung kommt. Auch in wissenschaftlichen Studien ist der Nachweis der Wirksamkeit erbracht worden.

Gut informieren über die Behandlung und dann kann es losgehen

Wer sich vor einer Behandlung mit Blutegeln sehr gut informiert und die notwendigen Vorkehrungen vor und während der Behandlung einhält (Absetzen bestimmter Medikamente zum Beispiel), dem kann man nur zuraten, diese Methode auszuprobieren.

Grundinformationen zur Blutegelbehandlung

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete und die Durchführung einer Blutegelbehandlung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Three Blood sucking leechs on woman's back 3 © Mikhail Malyshev - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leech therapy © 2707195204 - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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