Duftnoten von A bis Z und deren Wirkungen

Professionelle Parfümeure arbeiten mit so genannten Duftorgeln, die über zweitausend synthetische Riechstoffe zur Komposition eines neuen Duftes enthalten. Bei den ätherischen Ölen, die in natürlichen Parfüms zum Einsatz kommen, sind es bedeutend weniger - und viele davon erfreuen sich seit hunderten von Jahren großer Beliebtheit. Traditionell wird ihnen auch eine bestimmte Wirkung zugeschrieben.

Zu den beliebtesten Duftnoten zählen mitunter frische Frühlingsdüfte - doch auch zahlreiche andere Noten haben besondere Wirkung auf unsere Wahrnehmung

Wie Düfte unser Leben beeinflussen

Düfte können innerhalb weniger Sekunden unser Leben verändern. So entscheidet unser Gehirn beispielsweise blitzschnell darüber, ob uns unser Gegenüber sympathisch ist oder ob wir eine Abneigung gegenüber dieser Person entwickeln.

Doch Düfte, die in unzähligen Duftmustern in unserem Gehirn gespeichert werden, können auch Erinnerungen wachrufen und so zum Beispiel vor Gefahren warnen. Aus diesem Grund war der Geruchssinn schon für unsere frühen Vorfahren von enormer Bedeutung.

Düfte können uns aber auch an schöne Momente erinnern und so ein großes Wohlbefinden auslösen. Es gibt auch diverse Studien, die belegen, dass bestimmte Gerüche unsere Stimmung maßgeblich beeinflussen können.

  • So ist zum Beispiel bekannt, dass der Duft der Minze oder von Zimt Frustrationen und Anspannung lösen können.
  • Der Duft von Zitrone oder Lavendel hingegen kann die Stimmung heben und wirkt außerdem beruhigend.

Und so gibt es verschiedene Duftnoten, die unsere Stimmung und somit unser gesamtes Leben in unterschiedlicher Weise beeinflussen können. Selbst die Wahrnehmung der verschiedenen Jahreszeiten wird von Düften beeinflusst.

Bergamotte

Bergamotte findet in vielen Düften wieder - und sogar der beliebte Tee Earl Grey wird damit parfümiert. Bergamotte soll angstlösend und stimmungsaufhellend wirken, weshalb es an grauen Wintertagen einen Gute-Laune-Schub bewirken kann.

Fichtennadel

Fichtennadelduft kennen die meisten aus den Erkältungsbädern ihrer Kindheit. Und tatsächlich wirken die Aromaöle der Fichtennadel entkrampfend, beruhigend und auch reinigend.

Grapefruit

Als klassischer Zitrusduft sorgt Grapefruit, ebenso wie Bergamotte, für gute Laune. Grapefruit ist eng verwandt mit dem Orangenaroma und regt neben der Stimmung auch die Konzentration an - ein idealer Raumduft, wo gearbeitet werden muss.

Jasmin

Jasminblüte wiederum gilt als sinnlicher, betörender Duft, der von der Arbeit eher ablenkt und stattdessen die Sinne auf die schönen Seiten des Lebens lenkt. Nichtsdestotrotz wirkt der schwere Blütenduft entspannend.

Lavendel

Lavendel kennen die meisten noch aus Omas Wäscheschrank, wo in Stoffsäckchen eingenähte getrocknete Blüten für Wohlfühlaroma sorgten. Lavendel entsannt den Geist, weshalb es (oftmals in Kombination mit Melisse) Bäder für den Abend aromatisiert.

Lavendelöl kann aber noch mehr: Es wirkt desinfizierend und virostatisch, das heißt, es hemmt die Verbreitung von Viren ein.

Melisse

Melisse wirkt ebenso wie Lavendel entspannend, entkrampfend und stresslindernd. Der Duft wird von vielen als sehr angenehm beschrieben.

Rose

Einer der bekanntesten Düfte ist wohl der Duft der Rose. Rösenöl gilt als eines der kostbarsten Parfümöle der Welt. Um einen Liter Rosenöl zu gewinnen, bedarf es drei Tonnen von Rosenblüten, die nach wie vor per Hand geerntet und destilliert werden.

Der Königin unter den Blumen sagt man eine aphrodisierende Wirkung nach. Darüber hinaus kommen dem Rosenöl viele pflegende Eigenschaften hinzu. Besonders gut zur Geltung kommen diese in Kombination mit Sanddornöl. Rosenöl wirkt aber auch ausgleichend und harmonisierend auf Seele und Geist.

Sandelholz

Sandelholz wird in der Basisnote von vielen Parfüms eingesetzt und ist eine gute Alternative zu Ambernoten. Beide regen den Körper an. Auch diesen schweren Noten sagt man eine aphrodisierende und wärmende Wirkung nach.

Vanille

Vanille ist einer der am häufigsten verwendeten Düfte. Viele Menschen verbinden mit ihm Kindheitserinnerungen, sei es die Backstube der Oma, die Weihnachtszeit oder auch die tägliche Vanille-Milch. Aus diesem Grund ist Vanille ein Duft, der die meisten Menschen froh stimmt.

Zedernholz

Zedernholz schließlich ist eine Note, die sich in vielen Männerparfums als Basis wiederfindet. Der herb-frische, würzig-holzige Duft gilt als besonders maskulin und dennoch elegant.

Der Duft des Frühlings

Der Winter wird von den meisten Menschen als eine Zeit empfunden, in der sie auf der Suche nach Ruhe, Wärme und Geborgenheit sind. Dementsprechend umgeben wir uns in dieser Zeit auch mit Duftnoten, die diese Gefühle in uns auslösen.

Nach dem gleichen Prinzip verfährt unser Gehirn auch im Frühjahr. Auch hier ist die Suche nach einer bestimmten Gefühlslage unmittelbar mit Düften verbunden.

Allerdings assoziiert unser Gehirn das Frühjahr eher mit

  • Aufbruchsstimmung
  • neuer Energie
  • zunehmender Dynamik und
  • Frische.

Dementsprechend suchen wir uns im Frühjahr auch Düfte aus, die eben jene Frische und Dynamik verströmen. Es gibt viele verschiedene Duftnoten, bei den meisten Menschen automatisch an Frühling denken. Da die Wahrnehmung von Gerüchen aufgrund der damit verbundenen Emotionen und Erinnerungen bei jedem Menschen ein wenig anders ist, werden auch ganz unterschiedliche Düfte mit dem Frühjahr in Verbindung gebracht.

Citrus Grüne

Doch es gibt auch Duftnoten, die bei den Menschen praktisch für ein kollektives Frühlingserwachen sorgt. Zu diesen Duftnoten zählt vor allem der Citrus Duft. Man spricht hier von der Duftfamilie der "Citrus Grünen".

Dieser Duft verspricht nicht nur die typische Citrusfrische, er erinnert auch an frisches Blattgrün und Blüten. In Zusammenhang mit Aqua-Duftnoten lösen diese "Citrus Grünen" eine Art Vorstellung eines Frühlingserwachens in mediterranen Gefilden in uns aus.

Und da der Frühling im Mittelmeerraum viel früher erwacht als bei uns, sind solche Düfte ein Ausdruck einer starken Sehnsucht nach Frühling, Aufbruch.

Frische Frühlingsdüfte sind somit im Grunde ideal für den Vorfrühling. Mit Parfums, die zum Beispiel nach

  • Flieder
  • Apfelblüten
  • Veilchen
  • süßen Kirschen
  • Erdbeeren oder
  • Pfingstrosen

riechen, kann man sich schon vor dem eigentlichen Frühlingserwachen in die richtige Stimmung bringen. Die frischen Frühlingsdüfte versorgen uns mit neuer Energie und erzeugen somit auch eine Spontanität, die die Trägheit des Winters vertreibt. Übrigens sorgen die fruchtigen und blumigen Duftnoten schon im Frühjahr für Vorfreude auf den Sommer.

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  • Woman holding perfume bottle smelling her wrist © studiovespa - www.fotolia.de

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