19. November 2007
Von Andreas Neubert
Aminosäuren sind die Grundbausteine des Eiweisses und damit des Lebens. Es gibt aber auch Aminosäuren, die sich nicht zu Eiweiß zusammensetzen und dennoch lebenswichtige Funktionen übernehmen.

Viele Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Diese essentiellen Aminosäuren werden mit der Nahrung aufgenommen. Eiweiß wird im Körper zersetzt in die Bestandteile der Aminosäuren, die dann ihre Funktionen im Körper übernehmen.
Wer zu wenig Eiweiß zu sich nimmt, leidet an einem Mangel an Aminosäuren. Da diese vielfältige und wichtige Lebensfunktionen übernehmen, macht so ein Mangel ernsthaft krank. So haben Aminosäuren beispielsweise bei vielen Stoffwechselvorgängen eine Bedeutung. Sie stärken das körpereigene Immunsystem. Sie erfüllen Transport und Rezeptorenaufgaben in den Zellen und im Bindegewebe. Sie sind maßgeblich beteiligt an der Muskelkontraktion. Sie tragen zur Zellerneuerung und Zellreparatur bei.
Jede Eiweißart besteht aus unterschiedlichen Aminosäuren. Deswegen kommt es bei einem Mangel häufig darauf an, welches Eiweiß man zu sich nimmt - und nicht welche Menge. Ein Mangel an Eiweiß kann beispielsweise die Leistungsfähigkeit stark reduzieren oder im Entwicklungsalter die geistige und körperliche Entwicklung stören. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Ein Zuviel an Proteinen kann den Stoffwechsel und die Nieren belasten.
Bei zusätzlicher Eiweißaufnahmen wie bei einer Diät oder beim Sport sollte viel Flüssigkeit getrunken werden, denn Proteine bilden Harnsäure.
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