Stichwunden

Stark blutende Stichverletzungen können durch das Anlegen eines Druckverbands gestillt werden

Stichwunden sind Verletzungen, die durch einen Stich mit einem Gegenstand in die Hautoberfläche und das danach folgende Gewebe verursacht werden. Die Blutung, Wundtiefe und Wundränder der Stichwunde variieren je nach Art des Verletzungsgegenstandes.

Männliche Hand klebt Pflaster auf Wunde am Finger
Blutend © Teamarbeit - www.fotolia.de

Stichwunden sind oft kleine Wunden an der Haut, die aber tief reichen können.

Stichwunde ohne verursachenden Gegenstand

Wenn der Gegenstand, der die Stichwunde verursacht hat, nicht in der Wunde steckt, ist diese Verletzung für den Laien nur schwer zu durchschauen. Meist ist der Stichkanal schmal und blutet nicht stark, sodass innere Blutungen und eventuell betroffene Organe nicht wahrgenommen werden. Wenn der Verletzungsgegenstand glatt war, ist auch der Wundrand glatt; bei Verletzungen mit Ästen oder Zaunspitzen sind die Wundränder hingegen ausgefranst.

Grundsätzlich besteht hohe Gefahr für Infektionen. Daher ist es immer wichtig, dass eine aktuelle Tetanusimpfung Schutz bietet.

Stichwunde mit verursachendem Gegenstand

Bleibt der Gegenstand in der Wunde, darf dieser nur von einem Arzt entfernt werden. Erste Hilfe bietet ein Druckverband.

Arten und Behandlungsmaßnahmen

Wenn innere Organe verletzt sind, muss operiert werden. Liegt die Stichverletzung im Brustkorb, wird geröntgt. Auch Stichverletzungen im Bauchraum sind gefährlich; oft wird die Bauchhöhle geöffnet, damit die inneren Verletzungen besser medizinisch versorgt werden können. Bei Verletzungen der inneren Organe muss der Betroffene operiert werden.

Die Wundversorgung beginnt mit der Beurteilung der Wunde. Um die Tiefe und die Gefährlichkeit der Verletzung festzustellen, muss der Betroffene gründlich untersucht werden. Sind die Verletzungen im Brustraum, wird geröntgt, um festzustellen, inwieweit die Lunge betroffen ist.

Bei Stichverletzungen im Bauchraum muss hingegen oft operiert werden, um die Verletzungen im Innenraum des Bauches besser versorgen zu können. Grundsätzlich muss für einen guten Ablauf des Wundsekrets gesorgt werden.

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Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 27.12.2009
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