5. Mai 2007
Von Andreas Neubert
Ein allgemeines Gefühl im Sommer, wenn man zu lange die Sonne angebetet hat und obendrein kein Schutzmittel aufgetragen hat. Abends brennt einem die Haut auf unangenehme Weise. Der Sonnenbrand meldet sich. Medizinisch betrachtet ist ein Sonnenbrand die entzündliche Schädigung der obersten Hautschicht (Epidermis) durch UV-Strahlung. Bei schweren Fällen bilden sich Bläschen. Folgen von zuviel direkter Sonneneinstrahlung können Hautalterung bis zum Hautkrebs sein. Wie kann man den Sonnenbrand vermeiden und was hilft dagegen?
Bräune zeugt von Gesundheit und Zufriedenheit. So will es uns wenigstens die Werbung einbläuen. Für dieses Schönheitsideal leiden viele Menschen und nehmen hin und wieder auch einen Sonnenbrand in Kauf. Der bleibt nicht ohne Folgen. Die Haut rötet sich und schmerzt. Es bilden sich Schwellungen bis zu Blasen bei schweren Fällen. Der Sonnenbrand kann begleitet werden von Übelkeit, Fieber und Kreislaufbeschwerden. Wer sich länger und regelmäßig der Sonne aussetzt, beschleunigt die Alterung der Haut und erhöht das Risiko zum Hautkrebs.
Doch es gibt auch Bräune ohne Risiko, dem besonders Menschen mit heller Haut, roten oder blonden Haaren oder mit Sommersprossen ausgesetzt sind. Für Hautschädigungen beim Sonnenbrand sind die UV-B-Strahlen verantwortlich und für die Bräunung, Hautalterung und Hautkrebsrisiko die UV-A-Strahlen des Sonnenlichts. Am besten verwenden Sie ein Sonnenschutzmittel mit Breitbandwirkung, die beide UV-Strahlungen herausfiltert. Tragen Sie ein Mittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF) auf. Er gibt an, wie viel Mal länger man sich sonnen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als ohne Schutz. Beispiel: Wird Hellhäutigen geraten, am Anfang der Saison nicht länger als zehn Minuten die Sonne direkt zu genießen, so kann man sich mit einem Schutzmittel LSF 6 sechsmal – also 60 Minuten – so lange der Sonne aussetzen.
Ist es bereits zu spät, so sollten die verbrannten Hautstellen gekühlt werden mit feuchten Umschlägen. Antiallergische Gels helfen gegen die Rötung und das Brennen. Trinken Sie viel. Bei starken Schmerzen helfen Mittel mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. Ist die Verbrennung abgeklungen, sollte man feuchtigkeitsspendende Hautlotions auftragen. Bei schweren Verbrennungen ist auf alle Fälle ein Arzt aufzusuchen.
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