5. November 2007
Gerade Sportler kennen sie: Prellungen treten besonders bei intensiver körperlicher Betätigung auf. Häufig lässt sich die Prellung gut selbst behandeln. Bei schweren Prellungen ist eine Abklärung durch einen Arzt nötig, damit spätere Komplikationen vermieden werden können.
Prellungen entstehen durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Schläge oder Stöße auf einzelne Körperteile oder Organe. Äußerlich sind diese Verletzungen nicht zu erkennen, denn die Haut bleibt unverletzt. Nur wenn Blutgefäße verletzt wurden und das Blut in die Gewebe austritt, entwickeln sich gut sichtbare Blutergüsse. Auch Schwellungen der betroffenen Stellen sind Begleiterscheinungen einer Prellung.
Häufig sind Haut, Gelenke und Muskeln von Prellungen betroffen. Seltener sind Prellungen der Nerven und innerer Organe. Der Gang zum Arzt ist nur bei einem Verdacht auf verletzte innere Organe nötig. Bei leichten Prellungen sollten die betroffenen Partien geschont und gekühlt werden. Gekühlt werden sollte für etwa 30 Minuten mit speziellen Gelen, Kühlaggregate oder Umschläge. Eine Kühlung bewirkt ein Zusammenziehen der Blutgefäße und kann so den Austritt von Blut verhindern; Blutergüsse können so vermieden werden.
Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die Schwellungen auch durch das Kühlen nicht verschwinden oder das betroffene Körperteil nach Tagen noch stark schmerzt. Der Arzt wird abklären, ob Entzündungsreaktionen oder Verletzungen von Knochen, Sehnen und Bändern vorliegen. Die betroffenen Körperteile werden geröntgt und mithilfe eines Ultraschalls untersucht. Je nach Diagnose können Medikamente zur Unterstützung der Heilung eingesetzt werden. Neben entzündungshemmenden Präparaten kommen vor allem Mittel zum Einsatz, die mögliche Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben abbauen. In seltenen Fällen kann es nötig sein, eine Drainage zu legen, damit die angesammelte Flüssigkeit austreten kann. Auch Punktion und gegebenenfalls eine operative Entfernung des Blutergusses sind möglich. Diese Methoden kommen gerade bei schweren Prellungen der Muskeln zum Einsatz. Bei hohen Flüssigkeitsansammlungen kann der Druck in einem Muskel stark ansteigen. Dieses so genannten Kompartmentsyndrom kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der betroffene Muskel abstirbt, wenn der Druck nicht abgebaut wird.
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