Vor allem beim Sport können die Gelenkkapsel oder die Bänder verletzt werden. Diese Verletzungen sollten schnell versorgt werden, da sonst dauerhafte Schäden am Gelenk zurückbleiben können und somit die Beweglichkeit eingeschränkt ist.
Gelenke sorgen für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers, indem sie die Gelenkflächen der Knochen einzelner Körperteile über eine Gelenkkapsel und Bänder miteinander verbinden. Werden die Funktionen eines Gelenks durch unnatürliche Bewegungen oder starke Einwirkungen von außen überstrapaziert, kommt es zu Gelenkverletzungen – gewöhnlich beim Sport.
Am häufigsten betroffen sind das Sprunggelenk (zum Beispiel durch Umknicken beim Laufen oder Fußballspielen), Daumen- und Fingergelenke (zum Beispiel durch Fehler beim Werfen und Fangen), das Schultergelenk und der Ellenbogen (zum Beispiel durch Stürze oder unglückliche Dreh- und Zugbewegungen beim Skilaufen) sowie das Kniegelenk (zum Beispiel durch Fehler beim Abspringen und Landen).
Dabei wird zwischen verschiedenen Arten von Gelenkverletzungen unterschieden: Bei Verstauchungen (Distorsionen) werden die Gelenkflächen nur vorübergehend voneinander getrennt. Bei Verrenkungen (Luxationen) bleiben die Gelenkflächen dagegen dauerhaft getrennt und in einer unnatürlichen Stellung stehen. Allein oder gleichzeitig zu einer Verstauchung oder Verrenkung können zudem Kapsel- oder Bänderrisse auftreten, wenn sie zu stark überdehnt werden. Typische Symptome sind jeweils Blutergüsse, Schwellungen und mehr oder weniger starke Schmerzen bei Bewegungen.
Zur Behandlung von Gelenkverletzungen sollten möglichst schnell Sofortmaßnahmen nach der so genannten "PECH-Regel" – Pause, Eiskühlung, Compression, Hochlagerung – ergriffen und ein Arzt aufgesucht werden, der eine Röntgenuntersuchung durchführt oder das verrenkte Gelenk unter Betäubung wieder "einrenkt". Bei leichteren Verstauchungen oder nur angerissenen Bändern reicht Ruhigstellung über ein paar Tage hinweg meist aus, während es bei schwereren Verletzungen (zum Beispiel Kapselrisse mit Gelenkergüssen) auch nötig sein kann, das Gelenk operieren zu lassen und/oder für bis zu sechs Wochen einen Stütz- oder Gipsverband zu tragen.
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