5. Oktober 2009
Bei bestimmten Erkrankungen oder bei hormonellen Störungen wird eine Hormontherapie durchgeführt. Dabei werden Hormone oder Antihormone verabreicht.
Erfolgt eine Hormonbehandlung bei einer Krebserkrankung, wird diese auch Antihormontherapie genannt, denn manche Formen von Krebs sind abhängig von Hormonen. Dazu gehören auch Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs, die durch die Einnahme von Antihormonen wie Antiöstrogenen, Gestagenen und Aromatasehemmern beeinflusst werden können. Dabei kann es jedoch zu Nebenwirkungen wie vaginalen Blutungen, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Juckreiz im Genitalbereich kommen.
Bei einer Behandlung mit Fruchtbarkeitshormonen, um die Entstehung einer Schwangerschaft zu begünstigen, wird die Behandlung in der Regel am dritten Tag der Monatsblutung begonnen. Die Hormone werden entweder in Form von Tabletten verabreicht oder unter die Haut des Bauches, der Hüfte oder des Oberschenkels gespritzt. Dies ist fast völlig schmerzfrei und kann von der Patientin auch selbst erlernt werden. Ab dem 8. Zyklustag wird dann die Eireife durch eine Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) oder eine Blutuntersuchung überprüft und die Dosis der Hormone entsprechend angepasst. Wenn der Follikel groß genug ist, löst man den Eisprung durch ein weiteres Hormon, dem humanen Choriongonadotropin, aus, woraufhin die Befruchtung erfolgen kann. Etwa 30 Prozent aller, mit einer Hormontherapie, behandelten Frauen werden schwanger. Die Erfolgsaussichten hängen dabei auch von der Schwere der Hormonstörung ab.
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