2. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Die Herbstzeit ist zumeist auch die Zeit des Jahres in der die ersten Grippewellen ihren Lauf nehmen. Auch Erkältungen, Bronchitis oder Katarre sind dann stark auf dem Vormarsch. Unterstützt werden die Erreger durch warme Räume und eine Missachtung nur weniger vorbeugender Maßnahmen. Dabei lässt sich mit nur etwas Prävention die eine oder andere Erkältung abblocken und auch die Viren der H1N1-Grippe oder der herkömmlichen Influenza an einem vorüberziehen.
Hygiene im Alltag ist eines der wichtigsten Elemente in Sachen Immunschutz. Ein regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife hilft Erreger nicht an die Atemwege zu verteilen. Gerade Türklinken sind wahre Bazillenschleudern, so dass man die Keime und Viren unbemerkt auf der Hand sammelt. Fährt man sich dann unbewusst über die Augen, die Nase oder den Mund, können diese über die Schleimhäute aufgenommen werden. Ähnliches geschieht beim Händeschütteln oder Küsschen geben. Beides sollte man besonders im Herbst und Winter lieber vermeiden und große Ansammlungen von Menschen umgehen.
Da nur ein gut versorgter Organismus ein starkes Abwehrsystem aufbauen und halten kann, sollte man ein besonderes Augenmerk auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung werfen. Vollwertige und vitaminreiche Kost bietet hier ein Höchstmaß an Schutzfunktion. Mindestens drei Portionen frisches Obst und Gemüse sollten es täglich sein, wobei Rohkost den gekochten Gemüsevarianten vorgezogen werden sollten. Wichtig ist es in diesem Kontext, dass die Schleimhäute genügend Flüssigkeit erhalten, da diese bei einem Austrocknen deutlich anfälliger gegenüber den viralen Eindringlingen sind. Eine gute Wahl an Getränken stellen hierbei Wasser, Tee, sowie Säfte dar, die jedoch möglichst frisch gepresst oder doch zumindest naturbelassen sein sollten. Ein schmackhafter Immunpusher ist zum Beispiel der Holunderbeersaft, der reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen ist.
Vermeiden sollte man nach Möglichkeit Giftstoffe und Stress. Beide schwächen den Körper und nehmen den Abwehrkräften vielfältige Aktivitäten. Alkohol und Zigaretten sind wahre Unterstützer der Erreger und auch ein Sonnenbrand legt das Immunsystem mehr platt als das es ihm gut tun würde. Generell sollte man zudem für einen ausreichenden Schlaf sorgen, der am besten in einem kühlen und gut gelüfteten Raum stattfinden sollte, da sonst die Schleimhäute über Nacht trocknen und dank kleiner, fast unsichtbarer Risse wiederum Eindringlingen den Weg ebnen.
Zu guter Letzt heißt es raus an die frische Luft und regelmäßig für Bewegung und Sport sorgen. Durch ein Walken, Radfahren oder Laufen in der kalten Luft, wird der Organismus mehr gefordert und im wahrsten Sinne des Wortes abgehärtet. Mindestens drei Mal in der Woche sich für 30 bis 60 Minuten in der Natur zu bewegen sind schon bestens geeignet, um Grippe und Co in Schach zu halten. Übrigens: Wer keine Lust zum Sporttreiben hat oder körperliche Einschränkungen aufweist, kann sich auch den Hund vom Nachbarn ausleihen und einige stramme Runden durch Wald, Flur oder Stadt drehen.
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