Chemotherapie

Zur Bekämpfung von Tumoren

Die Chemotherapie dient der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Tumorerkrankungen mit Hilfe medikamentöser Behandlung (Chemotherapeutika). Ihr Haupteinsatzgebiet sind Krebserkrankungen.

Junge krebskranke Frau mit Glatze schaut nachdenklich aber zuversichtlich in die Ferne
Cancer survivor is concerning about her future © cleomiu - www.fotolia.de

Die Chemotherapie ist eine Behandlungsform von Infektionen und Krebs mit Medikamenten, die gezielt der Krankheitsursache entgegenwirken soll und welche allerdings auch gravierende Auswirkungen auf das gesunde Gewebe haben kann.

Verwendete Mittel und deren Wirkung

Bei der Chemotherapie werden die Infektionen entweder mit

  • akteriziden (= bakterientötenden) oder
  • bakteriostatisch wirkenden (= weiteres Bakterienwachstum stoppenden und dem körpereigenen Immunsystem die Abtötung überlassenden)

Antibiotikum bekämpft. Auf gleiche Weise wirken

entweder zerstörend auf Tumorzellen, oder sie hemmen deren Vermehrung.

Zu den weiteren eingesetzten Chemotherapeutika gehören

  • Alkylanzien
  • Topoisomerase-Hemmer
  • Antimetaboliten und
  • Vincaalkaloide

Verschiedene Arten der Chemotherapie

Die Chemotherapie lässt sich, je nach beabsichtigtem Therapieziel, in unterschiedliche Arten einteilen. Dazu gehören die

  • kurative Chemotherapie
  • palliative Chemotherapie
  • neoadjuvante Chemotherapie und die
  • adjuvante Chemotherapie

Die kurative Form dient der Heilung einer bestehenden Krebserkrankung, die palliative Art wird genutzt, um das Fortschreiten zu verlangsamen und die Beschwerden zu lindern, wenn eine Heilung nicht möglich ist.

Die neoadjuvante Chemo dient der Verkleinerung eines Tumors vor eine Operation oder Strahlenbehandlung und die adjuvante Therapie soll verbleibende Tumorreste nach einem Eingriff bekämpfen.

Risiken der Chemotherapie

Ein besonderes Problem der Chemotherapie besteht darin, dass durch natürliche Selektion resistente Bakterien oder Zellen entstehen. Dem lässt sich nur mit ganz gezieltem Einsatz von Antibiotika und in der Krebstherapie mit gleichzeitiger Verabfolgung mehrerer Arten von Zytostatika und Metastasenhemmern begegnen.

Eine weitere Gefahr bei der Krebs-Chemotherapie ist darin zu sehen, dass die Medikamente auf alle rasch wachsenden Zellen, nicht nur Tumorzellen, einwirken und folglich auch oft

gravierend schädigen können. Antibiotika hingegen wirken nur selektiv auf Bakterien, die anders aufgebaut sind als die Gewebezellen des Menschen. Deshalb hat die Antibiotika-Chemotherapie in der Regel meist weniger drastische Nebenwirkungen als die Krebs-Chemotherapie.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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