Wenn einem manchmal alles zu viel wird und über den Kopf wächst, fühlt man sich innerlich unruhig. Auch bei Schmerzen und Nervosität kann es zu Unruhezuständen kommen. Eine innere Unruhe kann aber auch bei glücklichen Momenten, wie Freude oder Aufregung, auftreten.
Unruhe kann sowohl körperliche (oft durch Psychopharmaka) als auch psychische Ursachen (häufig Stress oder Ängste) haben. Bekannte Zeichen nervöser Unruhe sind Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen und Gereiztheit, erhöhter Puls, Magendruck, Kopfschmerz, Verspannung, Gliederzucken, Akne oder Schuppenflechte.
Unruhe begleitet auch körperliche Erkrankungen wie Parkinson, Chorea Huntington ("Veitstanz"), das Restless-Legs-Syndrom (RLS oder Wittmaack-Ekbom-Syndrom), Demenz oder Schädigungen des Striatums (zentrale Schaltstelle motorische Impulse in jeder Großhirnhälfte). Ebenso kann sie eine seelische Erkrankung signalisieren (beispielsweise Manie) sowie einen Engpass durch Über- beziehungsweise Unterforderung.
Mitunter begleitet ein Tic (unwillentliche, abrupt einsetzende Zuckungen, zum Beispiel: Blinzelkrampf) den zu unbewältigten inneren Druck. Kinder werden unruhig, wenn sie ihrem Bewegungsdrang nicht nachkommen können oder von Ängsten heimgesucht werden.
Sogar Erwachsenen fällt es schwer, sich an einer Stelle zu halten, wenn kein Interesse sie bindet, etwas sie gar abschreckt oder zu Anderem drängt.
Bei Kindern ist in den letzten Jahren die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ins öffentliche Bewusstsein getreten. Dabei handelt es sich um eine psychische Störung mit auffallender Unruhe, flüchtiger Wahrnehmung und mangelnder Impulskontrolle, die Mädchen weniger betrifft als Jungen. Sie kann bis ins Erwachsenenalter hineinreichen.
Als Ursachen kommen biologische, psychische und soziale Faktoren in Frage. In schweren Fällen werden Medikamente gegeben.
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