7. Januar 2010
Viele Menschen leiden unter Nervosität. Nicht immer muss eine medikamentöse Behandlung erfolgen.
Menschen, die nervös sind, fühlen sich unruhig und strahlen diese Unruhe auch gegenüber ihren Mitmenschen aus. Sie können sich nicht ruhig und entspannt geben, sondern müssen immer etwas zu tun haben. Die Betroffenen setzen sich häufig selbst unter Druck, bestimmte Dinge noch tun zu müssen. Durch ihre Nervosität sind die Patienten leicht reizbar und wirken auf ihre Mitmenschen unausgeglichen. Zudem können sich die Patienten häufig schlecht konzentrieren und vergessen Dinge leicht wieder. Nachts können die Patienten meist nur schlecht ein- und/oder durchschlafen.
Neben diesen Anzeichen äußert sich die Nervosität auch durch geringen Appetit, Gewichtsverlust, Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Magenprobleme, zittrige Hände und beschleunigten Pulsschlag.
Andere Menschen können die Nervosität bei einem Patienten durch zittrige Hände oder durch Zucken im Bereich der Augen erkennen.
In vielen Fällen ist die Nervosität harmlos. Wenn diese nur hin und wieder auftritt und die Ursache zum Beispiel eine Prüfungssituation ist, helfen Entspannungsübungen, um innerlich wieder ruhiger zu werden. Auch ein warmes Bad mit ätherischen Ölen kann helfen, sich zu entspannen. Als Entspannungsübungen eigenen sich zum Beispiel Yoga und autogenes Training. Zusätzlich gibt es auch noch pflanzliche Arzneimittel, die unter anderem Baldrian enthalten. Auch diese helfen den meisten Betroffenen wieder ruhiger zu werden. Da dies nur pflanzliche Präparate sind, müssen sie einige Tage lang eingenommen werden, bis eine Wirkung zu spüren ist. Keinesfalls sollten die Medikamente jedoch ohne ärztliche Verordnung über eine lange Zeit hinweg genommen werden. Helfen diese Präparate nicht, dann steckt meist eine Erkrankung hinter der Nervosität und der Patient sollte sich ärztlich untersuchen lassen.
Der Arzt befragt den Patienten nach den genauen Beschwerden und wie lange die Nervosität bereits besteht. Der Patient wird körperlich untersucht, Blutdruck und Puls werden gemessen und das Blut wird untersucht. Zusätzlich kann auch eine Ultraschalluntersuchung notwendig sein.
Ist die Konzentration von Schilddrüsenhormonen zu hoch oder der Blutzucker zu niedrig, so muss eine medikamentöse Therapie erfolgen. Der Arzt verordnet dann Schilddrüsenmedikamente zur Senkung des Hormonspiegels bzw. Insulin, um den Blutzucker wieder auf einen normalen Wert einzustellen. Bei einer krankhaften Veränderung des Blutzuckerspiegels muss der Patient auch zu Hause regelmäßig seinen Glucosewert im Blut ermitteln. Je nach Höhe muss sich der Patient Insulin spritzen.
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