6. Juni 2010
Von Andreas Hadel
Die typischen Anzeichen des Alterns wie kleinere Falten, einige graue Haare und etwas dicker werdende Haut können abhängig vom Typ in jungen Jahren bisweilen ziemlich attraktiv machen. Problematisch wird es jedoch, wenn Ihre Haut deutlich schneller altert, als es Ihnen lieb ist. Denn Falten und Konsorten können auch Vorboten ernstzunehmender Erkrankungen sein.
In einer aktuellen Analyse wurde eine vorzeitige Faltenbildung der Gesichtspartie mit Diabetes, Herzproblemen, Bluthochdruck, Lungenerkrankungen sowie einer eingeschränkten Nierenfunktion in Verbindung gebracht. Genetische Faktoren und der geführte Lebensstil (Rauchen, Alkohol etc.) sind zwar Faktoren, die das Hautbild ebenfalls sehr stark prägen, dennoch kann ein Blick in das Gesicht manchmal mehr sagen, als mehrere Untersuchungen.
Der Knackpunkt ist, dass eine Ernährung, die gesund für unseren Körper ist, auch zu einer gesunden Gesichtshaut führt. Gleiches trifft auf regelmäßiges Training und ausreichend Schlaf hin. Wer sich regelmäßig die Nächte um die Ohren schlägt, sieht zunächst alles andere als Energie geladen aus. Bleibt das ein Dauerzustand, wirkt sich dies auch belastend auf Organe aus. Wenn Sie also im Spiegel eine Person sehen, die das Prädikat dynamisch und frisch nicht verdient, ist es an der Zeit, sich Gedanken über eine Ernährungsumstellung zu machen und ggf. auch den geführten Lebensstil einer Prüfung zu unterziehen.
Studien haben gezeigt, dass Menschen, deren Ernährung aus viel Früchte, Gemüse, Fisch, gesunden Öle, Hülsenfrüchten und fettarmen Molkereiprodukten besteht, weniger Anzeichen von verfrühten Alterns haben wie jene, deren Essverhalten den westlichen Industriestandards entspricht.
Insbesondere die sogenannte mediterrane Ernährungsweise hat sich als besonders "hautfreundlich" erwiesen. Die Omega-3-Fettsäuren in Fisch, die Lycopene in den Tomaten und im Rotwein können mit ihrer anti-oxidativen Wirkung das Hautkrebsrisiko um bis zu 30 Prozent senken. Darauf deuten neuere Studien hin.
Wer seine Ernährung so umstellt, dass sie auf ein gesundes Hautbild abzielt, ist alles andere als oberflächlich und selbstverliebt. Denn in der Konsequenz sieht unsere Haut nur dann gut aus, wenn es auch uns gut geht.
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