20. Oktober 2011
In den meisten Fällen sind organische Ursachen für Erektionsstörungen verantwortlich. Aber auch psychische Gründe spielen oftmals eine Rolle.
Nicht immer wird eine erektile Dysfunktion von physischen Erkrankungen verursacht. So kommen auch psychische Faktoren wie Angst, Stress und Frust als Auslöser in Betracht.
Tritt eine Erektionsstörung plötzlich und nur in bestimmten Situationen auf, sind meist psychische Gründe dafür ausschlaggebend. So vertreten viele Psychologen und Sexualwissenschaftler die Ansicht, dass es sich um verschlüsselte seelische Botschaften handelt, wenn sich der männliche Penis sozusagen tot stellt. Vor allem bei jungen Männern, die unter Erektionsstörungen leiden, sind nur selten körperliche Gründe für die Impotenz verantwortlich. Vielmehr spielt sich bei ihnen vieles im Kopf ab. Besonders betroffen von Potenzstörungen sind junge Männer, die nur wenig Selbstbewusstsein besitzen und unter Hemmungen oder einer instabilen Persönlichkeit leiden. Schon ein missglücktes erstes Mal kann dazu führen, dass große Ängste vor einem erneuten Scheitern entstehen, die sich wiederum negativ auswirken. Doch auch bei Männern, bei denen eigentlich eine organische Ursache für ihre Erektionsstörungen verantwortlich ist, können deswegen psychische Probleme auftreten, denn Impotenz führt bei vielen Betroffenen zu einen angeknacksten Selbstbewusstsein.
Zu Erektionsstörungen, deren Ursache psychisch bedingt ist, kann es aus vielerlei Gründen kommen. Die häufigsten Faktoren sind Stress, finanzielle Schwierigkeiten, Sorge um den Arbeitsplatz oder die Existenz, sexuelle Unerfahrenheit, Angst im Bett zu versagen, traumatische sexuelle Erfahrungen, eine ungeklärte sexuelle Orientierung oder Depressionen. Aber auch Probleme mit der Partnerin wirken sich oft negativ auf die Libido aus. Zum Beispiel, wenn die Kommunikation über eigene Gefühle, Bedürfnisse und Interessen fehlt, die Partner nicht genügend Zeit füreinander haben, Unzufriedenheit bei der Verteilung der Aufgaben besteht, sich zu viel Routine eingeschlichen hat oder die Liebe zueinander nachlässt. Weitere Gründe können Eifersucht, außereheliche Beziehungen oder Differenzen bei dem Wunsch nach Kindern oder einer Heirat sein.
Ein Problem ist, dass sich viele Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, als Versager fühlen, wodurch sie Minderwertigkeits- und Schamgefühle entwickeln, die sie schließlich in Isolation und Sprachlosigkeit führen. Im Gegensatz zu organisch bedingten Erektionsstörungen sind jedoch die Chancen Potenzstörungen, die aus psychischen Gründen entstehen, zu bekämpfen, wesentlich besser. Um den psychischen Ursachen auf den Grund zu gehen, ist meist professionelle Unterstützung durch einen Psychologen sehr hilfreich. In manchen Fällen genügen schon Gespräche mit einem erfahrenen Sexualberater, um das angeschlagene Selbstbewusstsein wieder herzustellen.
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