Psychische und organische Gründe für Erektionsstörungen

Mann schaut skeptisch in Spiegel

Wie die Psyche zu sexuellen Problemen führen kann und welche medizinischen Ursachen ebenfalls eine Rolle spielen können

In den meisten Fällen sind organische Ursachen für Erektionsstörungen verantwortlich. Aber auch psychische Gründe spielen oftmals eine Rolle.

In der Medizin bezeichnet man Erektionsstörungen auch als erektile Dysfunktion. Dabei handelt es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die meist organische Ursachen hat.

Erektionsstörungen sind weit verbreitet. So leidet etwa jeder zehnte Mann unter einer erektilen Dysfunktion. Ein befriedigendes Sexualleben ist für die Betroffenen nicht mehr möglich, da sie nicht imstande sind, eine Erektion über längere Zeit zu halten oder überhaupt zu bekommen.

Erektionsstörungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Von einer erektilen Dysfunktion im medizinischen Sinne spricht man erst dann, wenn die Probleme länger als sechs Monate bestehen. Besonders betroffen von Erektionsstörungen sind Männer über 40 Jahren.

Ursachen

Hinweis auf schwere Krankheiten

Erektionsstörungen können mitunter der Hinweis auf eine schwere Krankheit sein, wie zum Beispiel:

Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Blutgefäße des Penis den Gefäßen des Herzens ähnlich sind. Wurde eine erektile Dysfunktion diagnostiziert, ist es daher sehr wichtig, weitere Untersuchungen durchführen zu lassen.

Nicht immer jedoch wird eine erektile Dysfunktion von physischen Erkrankungen verursacht. So kommen auch psychische Faktoren wie Angst, Stress und Frust als Auslöser in Betracht.

Psychische Gründe für eine Erektionsstörung

Tritt eine Erektionsstörung plötzlich und nur in bestimmten Situationen auf, sind meist psychische Gründe dafür ausschlaggebend. So vertreten viele Psychologen und Sexualwissenschaftler die Ansicht, dass es sich um verschlüsselte seelische Botschaften handelt, wenn sich der männliche Penis sozusagen "tot stellt".

Vor allem bei jungen Männern, die unter Erektionsstörungen leiden, sind nur selten körperliche Gründe für die Impotenz verantwortlich. Vielmehr spielt sich bei ihnen vieles im Kopf ab.

Besonders betroffen von Potenzstörungen sind junge Männer, die nur wenig Selbstbewusstsein besitzen und unter Hemmungen oder einer instabilen Persönlichkeit leiden. Schon ein missglücktes erstes Mal kann dazu führen, dass große Ängste vor einem erneuten Scheitern entstehen, die sich wiederum negativ auswirken.

Doch auch bei Männern, bei denen eigentlich eine organische Ursache für ihre Erektionsstörungen verantwortlich ist, können deswegen psychische Probleme auftreten, denn Impotenz führt bei vielen Betroffenen zu einen angeknacksten Selbstbewusstsein.

Zu Erektionsstörungen, deren Ursache psychisch bedingt ist, kann es aus vielerlei Gründen kommen.

Die häufigsten Faktoren sind:

  • Stress
  • finanzielle Schwierigkeiten
  • Sorge um den Arbeitsplatz oder die Existenz
  • sexuelle Unerfahrenheit
  • Angst im Bett zu versagen
  • traumatische sexuelle Erfahrungen
  • eine ungeklärte sexuelle Orientierung
  • Depressionen

Aber auch Probleme mit der Partnerin wirken sich oft negativ auf die Libido aus. Zum Beispiel, wenn:

  • die Kommunikation über eigene Gefühle, Bedürfnisse und Interessen fehlt
  • die Partner nicht genügend Zeit füreinander haben
  • Unzufriedenheit bei der Verteilung der Aufgaben besteht
  • sich zu viel Routine eingeschlichen hat
  • die Liebe zueinander nachlässt

Weitere Gründe sind häufig:

Physische Gründe für eine Erektionsstörung

Vor allem bei älteren Männern spielen physische Ursachen eine Rolle. Dazu gehören u.a.:

Weitere mögliche Ursachen

Aber auch

kommen als Ursache für eine erektile Dysfunktion in Betracht.

Medikamente

In manchen Fällen sind auch bestimmte Arzneimittel für Erektionsstörungen verantwortlich, wie zum Beispiel:

Mögliche Behandlungsformen

Ein Problem ist, dass sich viele Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, als Versager fühlen, wodurch sie Minderwertigkeits- und Schamgefühle entwickeln, die sie schließlich in Isolation und Sprachlosigkeit führen.

Bei psychischen Ursachen

Im Gegensatz zu organisch bedingten Erektionsstörungen sind jedoch die Chancen Potenzstörungen, die aus psychischen Gründen entstehen, zu bekämpfen, wesentlich besser.

Um den psychischen Ursachen auf den Grund zu gehen, ist meist professionelle Unterstützung durch einen Psychologen sehr hilfreich. In manchen Fällen genügen schon Gespräche mit einem erfahrenen Sexualberater, um das angeschlagene Selbstbewusstsein wieder herzustellen.

Bei physischen Ursachen

Erektionsstörungen organischer Natur lassen sich medizinisch behandeln. In den meisten Fällen werden Medikamente verabreicht, die die Wirkstoffe

  • Tadalafil
  • Sildenafil oder
  • Vardenafil

enthalten. Diese Mittel werden vor dem Geschlechtsverkehr in Form von Tabletten eingenommen und bewirken eine direkte Durchblutung des Penis.

Grundinformationen und Hinweise zu Erektionsstörungen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: man looking in mirror © thereisnosquare - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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