Wochenbettdepression

Ein postpartales Stimmungstief, das nach zwei Wochen vergeht

Die Wochenbettdepression ist eine seelische Störung, die in unterschiedlicher Intensität bei bis zu drei Viertel der Mütter nach der Geburt auftritt. Sie erstreckt sich von vorübergehenden Verstimmungszuständen über Depressionen bis zu Psychosen.

Traurige Frau mit langen braunen Haaren wird von Mann getröstet
Mature woman having problems in bed with husband © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Unter einer Wochenbettdepression versteht man eine temporäre, postnatale psychische Erkrankung, die nach der Geburt eines Kindes auftreten kann.

Eine solche Depression erleiden durchschnittlich 50 bis 80 Prozent der jungen Mütter. Eine Wochenbettdepression ist heutzutage also nichts Ungewöhnliches. Sie tritt in der Regel innerhalb der ersten zehn Tage nach der Entbindung auf, hält drei bis fünf Tage an und verschwindet danach meist von selbst wieder.

Symptome

Typische Symptome hierbei sind

Nur selten manifestiert sich eine solche Wochenbettdepression zu einer dauerhaften Depression. Falls die depressiven Symptome jedoch länger als zwei Wochen anhalten, sollte ein Psychologe oder ein Psychiater konsultiert werden, um die Ursache der Depression möglichst frühzeitig abzuklären.

Ursachen

Ursachen für eine Wochenbettdepression sind unter anderem

  • der körperlich anstrengende Geburtsvorgang an sich
  • die Veränderung des weiblichen Körpers
  • das plötzliche Erschlaffen der Haut und
  • das Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes.

Der plötzliche Abfall des Progesterons kann verantwortlich für eine Depression sein, während der Abfall von Östrogenen Schlafstörungen und innere Unruhe verursachen kann. Diese Symptome verschwinden jedoch bereits nach einigen Tagen, sobald der Körper seinen Hormonhaushalt wieder regulieren konnte.

Auslöser können jedoch auch

  • Versagensängste unmittelbar nach dem einschneidenden Erlebnis einer Entbindung

sein. Auch

  • die Angst vor der Zukunft mit einem Kind

und dem dafür nötigen Zurückstecken der eigenen Wünsche können zu Wochenbettdepressionen führen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zur Wochenbettdepression

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