17. Juni 2010
Bei der Frühgestose handelt es sich um einen Oberbegriff für Erkrankungen, die im ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten können. Man unterscheidet die Frühgestose und die Spätgestose, die Frühgestose klingt nach drei bis vier Monaten wieder ab.
Als Gestose bezeichnete man früher alle durch Schwangerschaft bedingten Krankheiten. Der Begriff ist aber nicht einheitlich geklärt. Typische Symptome und Anzeichen sind Übelkeit und Erbrechen, Juckreiz, vermehrter Speichelfluss, Kopfschmerzen und hoher Blutdruck. Wobei bei der Frühgestose hauptsächlich Übelkeit und Erbrechen am Morgen sowie eine leichte oder eine extreme Schwangerschaftsübelkeit, auch Hyperemesis gravidarum genannt, vorkommt. Die Frühgestose verschwindet normalerweise nach der 12. Schwangerschaftswoche, eine extreme Schwangerschaftsübelkeit muss behandelt werden. Nur selten bleiben diese Beschwerden über die 20. Schwangerschaftswoche hinaus bestehen. Den hohen Blutdruck findet man eher bei der Spätgestose. Die möglichen Ursachen sind nicht gänzlich bekannt, es kann die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft sein oder eine Stoffwechselstörung. Auch psychosoziale Faktoren und seelische Empfindsamkeit können eine Rolle spielen.
Zu den Risikogruppen gehören, sehr junge Erstgebärende, ältere Erstgebärende, werdende Mütter mit Übergewicht, Frauen mit einer Mehrlingsschwangerschaft, Frauen in einem schlechten Ernährungszustand, Schwangere die unter Venenproblemen leiden, Gestose in einer Vorschwangerschaft, familiäre Vorbelastung und Schwangere in deren Familieanamnese Bluthochdruck vorkommt. In der Vergangenheit wurden Gestosen häufig und fälschlicherweise, als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet. Bei einer Gestose spricht man auch von einer Präeklampsie. Bei einer Frühgestose handelt es sich um eine Anpassungsschwierigkeit des mütterlichen Organismus an die Schwangerschaft. Die unterschiedlichen Verlaufsformen gehen fließend ineinander über und haben eine unterschiedliche Schwere. Die Symptome zeigen sich meistens in der 6.-8. Schwangerschaftswoche. Ungefähr 50-60% aller Schwangeren sind von Übelkeit und Erbrechen betroffen. Die extreme Schwangerschaftsübelkeit ist seltener.
Bei der leichten Form des Schwangerschaftserbrechens ist das Wohlbefinden meistens nur am Morgen beeinträchtigt. Auch leichte Schwindelgefühle und Müdigkeitserscheinungen können dazugehören, manchmal ist auch das Geschmacksempfinden gestört. Es gibt einige Mittel die helfen können die Symptome zu mildern, ein warmes Getränk vor dem Aufstehen soll hilfreich sein. Es wird empfohlen, das Frühstück im Bett einzunehmen und vor dem Aufstehen den Kreislauf zu mobilisieren. Mehrere kleine Mahlzeiten während des Tages, sind besser als drei große Mahlzeiten. Ruhe, Schonung, Entspannung und Stressvermeidung sind wichtig.
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