25. Mai 2009
Von Viola Reinhardt
Gegart als Gemüse, als Suppe oder als Würze im Salat, Wildkräuter schmecken von mild bis kräftig und bereichern jeden Speiseplan. Besonders in der Frühling- und Frühsommerzeit sprießen die Kräuter auf Wiesen, im Wald und am Wegesrand. Es lohnt sich geschmacklich einmal einen Ausflug in die Natur zu machen und dabei die Augen nach den wilden Kräutern offen zu halten.

Das Wiesenschaumkraut blüht als eines der Kräuter im Frühling. Zu finden ist dieses leicht bittere und nach Kresse schmeckende Kraut in Flussauen und feuchten Wiesen. Erkennen kann man das Wiesenschaumkraut an Schaumzikaden-Nester die an den Stängeln heften. Einst wurden die Blätter und getrockneten Blüten zu Tee verarbeitet und zum Beispiel bei Rheuma als Heilmittel eingesetzt. Frisch gepflückt schmeckt das Wiesenschaumkraut sehr gut im bunten Salat.
Ein würziges Aroma und ein hoher Eisengehalt zeichnet dagegen die Brennnessel aus. Zu finden ist die Brennnessel an allen Ecken. Besonders bekömmlich sind die noch jüngeren Blätter, die anschließend zu einer leckeren Suppe gekocht oder auch als Beilage ähnlich dem Spinat zu Fleisch gereicht werden können. Achtung: Beim Einsammeln lieber Handschuhe tragen! Beim Blanchieren werden übrigens die brennenden Blätter regelrecht entschärft.
Gänseblümchen kennen viele noch als einstiges Orakel in Sachen "er liebt mich, er liebt mich nicht" oder auch zu einem Kranz gebunden. Dabei bieten diese weiß-gelben Blümchen gerade auch in der Küche eine tolle Ergänzung im Speiseplan. Verwenden kann man sowohl die Stängel als auch die Blütenköpfe selbst, roh oder auch frittiert sind sie eine ausgefallene Delikatesse. Frittiert zum Beispiel lassen sich die Gänseblümchen als Croutons über einen Salat streuen, sowie in rohem Zustand als kleines Highlight in einen Salat oder auch Suppe geben.
Der Klassiker im Bereich der Wildkräuter ist allerdings der Löwenzahn. In den letzten Jahren wurde er als Wildkraut verstärkt für die Speisezubereitung entdeckt und peppt unterschiedliche Gerichte auf eine gesunde und bekömmliche Art und Weise auf. Von der "Pusteblume" lässt sich jedes Teil verwenden, selbst bis zu den Wurzeln hin. Extra vitaminreich sind die noch jungen Löwenzahnblätter, die sich im Salat ebenso eignen als auch getrocknet als Teeaufguss.
Ein tolles Löwenzahn-Rezept: Für ein geniales Löwenzahnpesto benötigt man neben einem Bund Löwenzahnblätter zwei Knoblauchzehen, 5 Esslöffel Zitronensaft, 6 Esslöffel Olivenöl, 100g gewürfelten Parmesan, 50g Mandeln, sowie zum Abschmecken Pfeffer und Salz. Alle Zutaten in einen Mixer geben oder mit einem Pürierstab zerkleinern und gut vermischen. Das Pesto passt zum Beispiel hervorragend zu Spaghetti und einem frischen, bunten Salat.
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