4. März 2010
Man spricht dann von Wachstumsstörungen, wenn das Wachstum des Kindes erheblich von dem typischen Wachstumsmuster seiner Altersgenossen abweicht.
Als Ursachen kommen viele verschiedene Faktoren in Frage, die das Wachstum des Kindes entscheidend beeinflussen. Die Erbanlagen und das heißt unter anderem die Größe der Eltern spielen eine Rolle. Das Wachstum wird von verschiedenen Hormonen gesteuert. Liegt ein Mangel vor oder fehlen die entsprechenden Hormone, kann es ebenfalls zu Wachstumsstörungen kommen, wie zum Beispiel beim Fehlen des Wachstumshormons. Schon in der Schwangerschaft ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen wichtig. Kommt es zu einer Mangel- oder Fehlernährung, können Wachstumsstörungen entstehen. Auch das Rauchen während der Schwangerschaft kann zu einer geringen Geburtsgröße des Kindes führen. Stoffwechselstörungen können ebenfalls für Wachstumsstörungen verantwortlich sein. Schwere Erkrankungen der inneren Organe, wie zum Beispiel eine Störung der Nierenfunktion, können eine Wachstumsstörung verursachen. Bei schweren chronischen Erkrankungen können ebenso Wachstumsstörungen auftreten, wie zum Beispiel bei schweren Herzfehlern oder bei Diabetes mellitus und Asthma bronchiale. Auch psychosoziale Faktoren spielen eine entscheidende Rolle, so kann bei Kindern, die vernachlässigt waren und zu wenig Zuwendung und Aufmerksamkeit bekamen, eine Wachstumsstörung auftreten.
Es gibt auch eine temporäre Wachstumsstörung, diese ist oft konstitutionell bedingt, hier ist das Wachstum verzögert, liegt aber meist noch innerhalb der Norm. Diese Kinder sind vorübergehend kleiner als ihre Altersgenossen und kommen später in die Pubertät. Als Erwachsene erreichen sie dann aber wieder eine normale Größe. Auch ein Gehirntumor kann für eine Wachstumsstörung verantwortlich sein und muss in jedem Fall ausgeschlossen werden. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei dem Kinderarzt und das führen der so genannten Wachstumskurve sind wichtig um die gesunde Entwicklung des Kindes zu überwachen. So kann eine Wachstumsstörung früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Es gibt noch eine Vielzahl anderer möglicher Ursachen, so können auch bestimmte Medikamente das Wachstum beeinflussen. Als weitere Ursachen gelten auch das Prader-Willi-Syndrom, das Ullrich-Turner-Syndrom, das Down-Syndrom und einige Knochenstoffwechselstörungen.
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