14. April 2009
Schon seit der Antike ist die Melisse eine geschätzte und bewährte Gewürz- und Arzneipflanze.
Die Erwähnung ihrer Wirksamkeit durchzieht die Geschichte und alle großen Heilkundigen haben sie genutzt. Noch heute ist bei uns der Melissengeist bekannt und erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Auch er hat seinen Ursprung in der Klostermedizin und wird seit Jahrhunderten erfolgreich angewendet. Der Melisse sagt man hauptsächlich eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem nach. Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykkosid, Saponin und Thymol. Melisse wirkt entzündungshemmend, entspannend, krampflösend, schmerzstillend und eben beruhigend. Melisse hilft bei Erkältungskrankheiten, bei Husten und Bronchitis, Melisse wirkt sich günstig auf den Magen-, Darmtrakt aus, soll den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken, Melisse lindert nervöse Herzbeschwerden, regt den Appetit an, hilft bei Kopfschmerzen, Unruhezuständen, Reizbarkeit, mildert Angstzustände und Neuralgien, Melisse findet Verwendung bei rheumatischen Beschwerden und bei Menstruationsbeschwerden. Äußerlich wendet man es bei Wunden, Blutergüssen und leichten Quetschungen an. In der Regel trinkt man überbrühten Melissentee aus frischen oder getrockneten Blätter, äußerlich kommen Umschläge und Kompressen zur Anwendung, oder man greift auf den Melissengeist zurück. Melisse ist auch Bestandteil von Teemischungen. In der Küche sind frische Melissenblätter eine leckere Zutat zu Sommersalate, aber auch Fruchtsuppen, Soßen, Suppen, Quark, exotische Gerichte können damit verfeinert werden. Melisse passt auch vorzüglich zu Fisch, Geflügel und Wild. Obstsalaten und Marmeladen gibt die Melisse einen säuerlich-frischen Geschmack. Auch Cocktails und Longdrinks können mit Melisse eine geschmackliche Aufwertung erfahren. Als Badezusatz regeneriert Melisse die Kräfte und wirkt entspannend und belebend, gleichzeitig hat sie einen angenehmen, wohlriechenden Duft. Diese Eigenschaft machen sich auch die Parfümeure in der Parfüm-Industrie zu Nutze. In der Aromatherapie wird Melissenöl in der Duftlampe mit Wasser verdampft und hat eine entspannende und beruhigende Wirkung. Melisse findet sich unter anderem auch in Shampoos, in Saunaölen und in Hautcremes.
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