10. August 2009
In der traditionellen indischen Medizin dem Ayurveda ist Kurkuma eine geschätzte Arzneipflanze. In den Veden wird sie als heilige Pflanze geehrt.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem ätherische Öle, Sesquiterpenen hauptsächlich Turmeron und Zingibere, Kampfer, Salicylate sowie der intensive Farbstoff Curcumin. Die Wurzel enthält zusätzlich sehr viel Stärke. Zur medizinischen Verwendung kommt in der Regel der Wurzelstock. In der ayurvedischen Medizin zählt Kurkuma zu den so genannten "heißen" Gewürzen, hier spricht man ihr eine kräftigende, energiespendende und reinigende Wirkung zu. Kurkuma ist Bestandteil einer traditionellen indonesischen Medizin, da soll sie das Immunsystem stärken und wird bei Infektionen im Hals-Nasen-Ohrenbereich eingesetzt. In der westlichen Pflanzenheilkunde geht man davon aus, dass sie die Magen- und Gallensaftsektretion anregt, Magen-Darmbeschwerden lindert und krampflösend und beruhigend wirkt. Nach fettreichen und schweren Speisen hilft Kurkuma gegen einen Blähbauch und Völlegefühl. Es hilft auch bei saurem Aufstoßen und Sodbrennen. Kurkuma soll die Blutfettwerte normalisieren und eine starke antioxidative Wirkung besitzen womit sie vor degenerativen Erkrankungen und chronischen Entzündungen schützen kann. Kurkuma soll die Leber schützen, hemmend auf das Wachstum von Bakterien wirken und man vermutet sogar eine Wirkung gegen Krebs. In der traditionellen chinesischen Medizin ist Kurkuma ebenfalls ein fester Bestandteil und wird für eine Vielzahl von Leiden eingesetzt. Ein regelmäßiger Verzehr soll den so genannten Zivilisationskrankheiten vorbeugen. Kurkuma wird als Nährungsergänzung auch in Kapselform angeboten. Die Kurkumawurzel ist auch Bestandteil von einigen Fertigarzneien aus der Gruppe der Galle- und Lebermittel. In der Schwangerschaft und Stillzeit soll Kurkuma nur in den Mengen eingenommen werden die zum Würzen üblich sind. Bei Gallenwegeverschluss darf Kurkuma nicht angewendet werden und bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker. Kurkuma in hoher Dosierung kann bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum zu Magenbeschwerden führen.
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