1. April 2009
Der Ingwer ist ein fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und im indischen Ayurveda. Auch in der westlichen Naturheilkunde wird er erfolgreich als Arzneipflanze eingesetzt.
Seine medizinische und pharmazeutische Bezeichnung lautet Rhizoma zingiberis. Wesentliche Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Gingerol, was für die Schärfe und das Aroma verantwortlich ist, Harzsäuren sowie Vitamin C, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. In der indischen und chinesischen Medizin schreibt man ihm eine durchwärmende und energiespendende Wirkung zu und setzt ihn bei einer Vielzahl von Leiden ein. In der westlichen Medizin verwendet man ihn hauptsächlich bei Magen-Darm-Problemen.
Er hilft bei Verdauungsbeschwerden, wirkt gegen Blähungen und hilft bei Übelkeit und Erbrechen. Prophylaktisch wird er bei der Reise- und Seekrankheit eingesetzt. Ingwer regt den Appetit an, hilft bei Husten, da er schleimlösend wirkt und lindert Kopfschmerzen. Er fördert die Durchblutung, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und steigert die Gallensaftproduktion. Zur Verwendung kommen die frische und die getrocknete Wurzel, welche im Spätherbst gesammelt wird. Man trinkt ihn als Tee, erhältlich ist auch eine Tinktur oder Ingwer in Kapselform und Dragees. Oft werden auch dünne Scheibchen des frischen Ingwers gekaut, dies soll bei Erbrechen helfen.
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