21. Juni 2010
Neurologen sind Fachärzte für die Behandlung des Nervensystems. Sie können selbstständig tätig oder in einem Krankenhaus angestellt sein.
Ein Neurologe kennt sich bestens mit Krankheiten im Bereich des Gehirns, des Rückenmarks sowie des zentralen und peripheren Nervensystems aus. Der Neurologe behandelt Erkrankungen wie z.B. einen Schlaganfall (Apoplex), einen gut- oder bösartigen Gehirntumor, einen angeborenen oder erworbenen Wasserkopf (Hydrozephalus), Parkinson, Multiple Sklerose, Migräne, Hirnblutungen oder auch eine Gehirnentzündung (Meningitis).
Niedergelassene Neurologen werden meist aufgrund einer Überweisung des Hausarztes oder eines anderen Facharztes des Patienten tätig. Der Arzt fragt den Patienten dann genau nach den Beschwerden und wie lange diese bereits bestehen, nach Vorerkrankungen, Operationen, eingenommenen Medikamenten und Erkrankungen in der Familie. Anschließend erfolgt die Diagnostik des Neurologen. Dazu prüft er –je nach Art der Beschwerden- die Reflexe, testet ob der Patient warm und kalt fühlen kann, ob der Patient ohne Schmerzen den Kopf drehen kann und prüft die Pupillen in den Augen auf Lichtempfindlichkeit. Teilweise sieht sich der Neurologe im Rahmen seiner Diagnostik auch den Gang des Patienten an und achtet darauf, ob der Patient unsicher ist. Auch auf evtl. Lähmungen am Körper des Patienten achtet der Neurologe. Untersuchungen wie z.B. ein EEG (Messung der Hirnströme), eine Computertomografieaufnahme, eine Blutabnahme, eine Ultraschalluntersuchung der Hirnnerven usw. können ebenfalls notwendig sein. Teilweise sind auch aufwändige Untersuchungen wie z.B. die Untersuchung der Hirnnerven notwendig. Diese benötigt der Mensch z.B. zum Riechen, zum Sehen, zum Bewegen der Augen, zum Kauen, für die Mimik im Gesicht, für das Gleichgewicht und das Hören. Um die zwölf Hirnnerven zu prüfen, muss der Patient z.B. verschiedene Dinge riechen, dem Finger des Arztes nachsehen, die Hand des Arztes fest drücken, eine Faust machen usw.
Die Behandlung, die ein Neurologe durchführt, unterscheidet sich dabei zwischen niedergelassenen Neurologen und Neurologen, die in einem Krankenhaus tätig sind.
Grundsätzlich verabreicht ein Neurologe zur Behandlung vieler Krankheiten Medikamente. Dazu zählen z.B. auch blutverdünnende Medikamente, die der Patient als Tablette oder Spritze erhält. Besonders bei Krankheiten wie z.B. Alzheimer kann die medikamentöse Therapie des Neurologen die Patienten zwar nicht heilen, jedoch eine Verzögerung des geistigen Abbaus erreichen. Auch Operationen können notwendig werden, um z.B. einen Bluterguss im Gehirn zu entfernen. Hier arbeiten Neurologen eng mit anderen Fachärzten wie z.B. Chirurgen zusammen. Im Rahmen seiner Behandlung verordnet der Neurologe krankengymnastische Übungen und betreut den Patienten auch in dessen Rehabilitationsphase.
Neurologen, die in einem Krankenhaus arbeiten, sind auch dafür zuständig, den Hirntod bei Patienten festzustellen. Dazu gibt es verschiedene Hinweise, die ein Neurologe prüfen muss und den Patienten dann für Hirntod erklären kann.
Neurologen arbeiten sowohl als niedergelassene Ärzte in einer Arztpraxis als auch als angestellte Ärzte in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken.
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