Zuckerhaltige Getränke sind schlecht für Frauenherzen und Kinderknochen

Nahaufnahme offene Getränkedose mit Tropfen von Cola auf Verschluss

Softdrinks können Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Osteoporose deutlich erhöhen

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  • von Paradisi-Redaktion

Sie sind klein, sie sind süß, sie sind schnell zur Hand, Sie sind überall zu kaufen: die Rede ist von zuckerhaltigen Getränken. Leider haben diese Kleinigkeiten riesengroße gesundheitliche Konsequenzen und das vor allem, wenn es um die Gesundheit von Frauen und Kindern geht.

Getränkedose

Viele Frauen kennen das Gefühl, sich nicht attraktiv und sportlich zu fühlen und beim Blick auf ihren Körper am liebsten gleich mit der nächstbesten Möglichkeit anzufangen, den aktuellen Zustand zu ändern. Ein entscheidender Schritt beginnt mit der Analyse der täglichen Nahrung. Falsche Ernährung kann die Effekte regelmäßiger sportlicher Betätigungen nahezu verpuffen lassen.

Eine Bestandsaufnahme

Seien Sie ehrlich mit sich selbst und schreiben Sie eine Woche lang auf, was Sie täglich in welchen Mengen wann zu sich nehmen. Notieren Sie hierbei zu den Mahlzeiten auch die Getränke. Wenn Sie genügend Spaß daran haben, notieren Sie auch gleich die Emotion oder den Grund, warum Sie genau das in genau dieser Menge gegessen haben.

Streichen Sie die ungesunden Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Süßigkeiten und stark zuckerhaltigen Nahrungsmittel mit einer markanten Farbe an. Heben Sie vor allem die zuckerhaltigen Getränke hervor. Legen Sie Ihr Hauptaugenmerk zu Beginn der Veränderung Ihres Ernährungsplanes auf den Anteil der zuckerhaltigen Getränke in Ihrem Alltag.

Softdrinks vergrößern den Taillenumfang

Neueste Studien haben herausgefunden, dass der regelmäßige Genuss von zwei zuckerhaltigen Getränken pro Tag bei Frauen zu einem erhöhten Risiko führt, an

zu erkranken. In der Studie wurden zwei Gruppen von Frauen betrachtet. In der einen Gruppe befanden sich Frauen, die mindestens zwei zuckerhaltige Getränke pro Tag zu sich nahmen. In der anderen Gruppe tranken die Frauen ab und an ein zuckerhaltiges Getränk und ansonsten Wasser oder zuckerfreie Getränke.

Die Frauen aus der ersten Gruppe tendierten mit einer vier Mal höheren Wahrscheinlichkeit, die in Fetten und fetten Ölen befindlichen Triacylglyceride zu produzieren. Bei dieser Frauengruppe zeigten die Körper der Frauen eine schnelle und deutliche Vergrößerung des Taillenumfanges und eine Veränderung im Blutzuckerspiegel.

Die Studie wurde im Ansatz ebenfalls bei Männern durchgeführt. Diese Ergebnisse konnten bei Männern nicht nachgewiesen werden. Bei den Frauen wurde festgestellt, dass sich nicht unbedingt das Körpergewicht verändert hat, sondern der Taillenumfang.

Herzerkrankungen und Tracylglyceridwerte

Frauen sind tendenziell eher anfällig, bei Gewichtszunahme an Herzerkrankungen, Diabetes oder übergewichtsbedingten Krankheiten zu erkranken, als Männer. Der Grund liegt darin, dass Frauen von Natur aus mit einer geringeren Kalorienmenge auskommen als Männer.

  • Um den Körper eines Mannes mit ausreichend Nährstoffen und Energie zu versorgen, so dass dieser im Alltag vollständig einsatzfähig ist, brauchen Männer einen höheren Kalorienumsatz als Frauen.
  • Wenn Frauen dieselben Mahlzeitenmengen zu sich nehmen wie Männer, dann hätte dies eine rasante Gewichtszunahme und die daraus resultierenden Krankheitsbilder zur Folge.

Demzufolge liegt die Vermutung nahe, dass Frauen beim regelmäßigen Konsum von zuckerhaltigen Getränken tendenziell schnell in ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko geraten können. Weitere Forschungen sind geplant, um die bisherigen Forschungsergebnisse zu stützen.

Noch ungeklärt ist der klare Zusammenhang zwischen der Einnahme von zuckerhaltigen Getränken, dem damit verbundenen gesteigerten Risiko, dass Herzerkrankungen eintreten können und den hohen Tracylglyceridwerte, bei Frauen, bei denen ansonsten keine Gewichtszunahme durch regelmäßigen Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu verzeichnen ist.

Das Ersetzen der zuckerhaltigen Getränke durch Wasser oder kalorienarme Getränk, wird Ihnen einen starken gesundheitlichen Zugewinn bescheren. Natürlich können Sie ab und an eine Limonade trinken. Behalten Sie aber im Kopf, dass der Genuss der süßen Getränke nicht wieder zur Regelmäßigkeit erwächst.

Doch nicht nur die Damenwelt muss mit gesundheitlichen Risiken rechnen - inwieweit Softdrinks die Gesundheit von Kindern beeinflussen, lesen Sie im Folgenden.

Softdrinks rauben Knochen Mineralien

Softdrinks reihen sich in den Regalen der Supermärkte aneinander und sind bei Teenagern beliebter als traditionelle Getränke. Doch Cola, Brause und Co. sind alles andere als harmlos, denn bei regelmäßigem Konsum entziehen die kohlensäurehaltigen Getränke den Knochen Kalzium. Zahlreiche Studien belegen, dass ein übermäßiger Konsum von Softdrinks das Osteoporoserisiko erhöht.

Gefahr von Knochenschwund und Knochenbrüchen

Zu viel Limonade und Koffeinbrause im Jugendalter erhöht die Gefahr, später an Osteoporose zu erkranken, denn wie Alkohol gehören Softdrinks zu den phosphathaltigen Lebensmitteln, die den Knochen das wichtige Kalzium entziehen.

Etliche Studienergebnisse in den letzten Jahren verdeutlichen, dass Cola-Getränke nicht nur eine gesundheitsschädigende Wirkung auf das Gewicht und die Nieren haben, sondern auch die Knochen zerbrechlicher machen.

Bei regelmäßigem Softdrink-Konsum erhöht sich vor allem bei Mädchen das Osteoporoserisiko. Damit steigt auch die Gefahr, dass Knochen leichter brechen. Bei weiblichen Teenagern wurden besonders häufig Brüche im Unterarm- und Handgelenkbereich beobachtet.

Abnehmende Knochendichte in der Hüftregion - auch im Erwachsenenalter

Doch auch Frauen in höherem Alter sind nicht vor den negativen Effekten von Softdrinks geschützt. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die Knochendichte im Hüftbereich abnimmt, wenn die Frauen jeden Tag größere Mengen Cola trinken.

Diese negativen Auswirkungen treten nicht nur beim Konsum klassischer Cola auf, sondern ebenso bei Cola-Light und in leicht abgeschwächter Form auch bei koffeinfreien Cola-Getränken. Knochendichtemessungen im Rahmen von Studien ergaben, dass sich die Knochendichte im Hüftbereich um circa 4 Prozent verringerte, gleich ob die Frauen jünger waren, Zigaretten rauchten, sich im Klimakterium befanden oder zusätzliche Kalziumpräparate einnahmen.

Ist Phosphorsäure der Grund für zerbrechliche Knochen?

Eine Ernährung mit wenig Kalzium und viel Phosphor kann Osteoporose begünstigen, da das natürliche Gleichgewicht von Kalziumverlust im Skelettsystem und Knochenaufbau gestört ist. Einige Forscher sind jedoch der Meinung, dass die Phosphatmenge in Softdrinks im Vergleich mit Wurst oder Käse nahezu unerheblich ist.

Bisher konnten Wissenschaftler nicht schlüssig erklären, warum der regelmäßige Konsum von Cola-Getränken das Risiko für die Instabilität der Knochen erhöht. Die Forschung beschäftigt sich daher weiterhin intensiv mit der Frage, ob jugendliche Softdrink-Fans ihre Knochen einem hohen Risiko für Osteoporose und Brüche aussetzen, weil sie übermäßig viel Phosphorsäure aufnehmen, denn Cola-Getränke enthalten anders als beispielsweise Käse keinerlei Kalzium.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: aluminum soft drink can © George Bailey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: aluminum soft drink can © George Bailey - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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