Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden, werden permanent von bestimmten Gedanken heimgesucht, die sie zwingen, eigentlich völlig sinnlose Handlungen zu vollziehen. Wird sich dem Zwang widersetzt, tritt meist eine innere Unruhe und Anspannung auf.
Zwangsstörungen sind psychische Erkrankungen, die immer mehr Menschen betreffen. Es schleichen sich bei Zwangsstörungen Gedanken ein, die derjenige als störend empfindet, denen er aber dennoch gehorcht.
Menschen, die unter einer Zwangsstörung leiden, sind in ihrem Leben und ihren Alltag meistens beeinträchtigt. Die meisten Menschen mit Zwangsstörungen erkennen kurz das etwas nicht stimmt, davon erkennen die Wenigsten aber sofort, dass es sich um eine Zwangsstörung handelt. Es wird eher von Familienmitgliedern und Freunden erkannt. Fast alle Betroffenen wollen dies dann aber nicht wahrhaben.
Zwangsstörungen teilen sich in mehrere Symptome auf. So gibt es beispielsweise die Zwangsgedanken, wo man Zwangsvorstellungen, zwanghafte Gedanken oder Zwangsimpulse auslebt. Die Zwangshandlung ist wohl die bekannteste Zwangsstörung. Eine Zwangshandlung kann sich in einem Reinlichkeitszwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang, Berührungszwang, Zählzwang oder in verbale Zwänge ausdrücken. Die Zwangsstörung hingegen tritt zwischen der Jugend und vor dem 30igsten Lebensjahr auf. Sie verschlimmert sich im Laufe der Zeit. Männer erkranken früher an Zwangsstörungen als Frauen.
Ohne eine therapeutische Behandlung verläuft eine Zwangsstörung zu zwei Dritteln chronisch. Es kann aber auch vorkommen, dass in belastenden Situationen, die Erkrankung schubweise auftritt. Drei Arten von Behandlungen von Zwangsstörungen sind derzeit möglich. Die Psychotherapie wird als die am wenigsten erfolgversprechende Therapie angeboten.
Allerdings ist die Psychotherapie in Zusammenarbeit mit einer Verhaltenstherapie viel erfolgversprechender, wenn sie gleich zu Beginn der Zwangsstörung eingeleitet wird. Neben dieser Art von Behandlung ist die medikamentöse Therapie mit Antidepressiva mittlerweile genauso normal wie die Behandlung mit Neuroleptika.
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