Windpocken

Ansteckende Kinderkrankheit, die auch Feuchtblattern genannt wird

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  • von Paradisi-Redaktion
Rückansicht kleiner Junge mit Windpocken
Kind mit Windpocken © Dan Race - www.fotolia.de

Die Windpocken (Varizellen) sind eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird und mit einem bläschenförmigen Hautausschlag einher geht. Die Viren können durch Speicheltröpfchen oder bei Berührung übertragen werden.

Die Windpocken, oder auch Feuchtblattern, gehören zu den sogenannten Kinderkrankheiten, die nach einer Ansteckung den Körper immunisieren und so für einen lebenslangen Schutz sorgen.

Übertragung

Windpocken werden, wie aus dem Namen schon abzuleiten ist, mit dem Wind übertragen. Sie sind hoch ansteckend, da die Viren auch nach einem Übertragungsweg von bis zu zehn Metern in der Luft noch eine Infektion auslösen können. Von der Krankheit am meisten betroffen sind Kinder zwischen zwei und sieben Jahren.

Bei Erwachsenen, die im Kindesalter erkrankt sind, können die Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose verursachen.

Symptome

Die ersten Symptome von Windpocken sind

Erst später - meist zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung - tritt am Rumpf des Kindes der typische Ausschlag auf. Der Ausschlag verändert sich innerhalb kurzer Zeit. Anfangs sind hellrote kleine Knoten zu sehen, diese entwickeln sich zu kleinen Blasen, die leicht platzen können. Beim Platzen tritt klare Flüssigkeit aus. Anschließend verkrusten die Blasen.

Am häufigsten vom Ausschlag betroffen ist zwar der Rumpf, aber auch an der Kopfhaut oder an den Schleimhäuten kann es zu einer Blasenbildung kommen.

Auch wenn der Ausschlag sehr stark juckt, sollten Kinder vom Kratzen abgehalten werden, um Narbenbildung zu verhindern. Die Fingernägel von den Kindern sollten möglichst kurz geschnitten werden und es sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder lockere Baumwollkleidung tragen, die die Haut nicht noch zusätzlich reizt.

Linderungsmöglichkeiten

Windpocken müssen nicht medikamentös behandelt werden. Lotionen oder Puder können aber den Juckreiz lindern. Ein Arzt sollte bei Verdacht auf Windpocken telefonisch befragt werden, um eine Ansteckung anderer Kinder in der Kinderarztpraxis zu vermeiden.

Behandlungsbedarf

Treten allerdings Symptome wie

auf, muss das Kind sofort in ärztliche Behandlung. Es kommt aber nur selten vor, dass auch Gehirnbereiche betroffen sind.

Grundinformationen zu Windpocken

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