Psychose

Eine seelische Erkrankung, die den Betroffenen die Realität verändert wahrnehmen lässt

Psychose ist der Oberbegriff für eine schwere seelische und geistige Erkrankung. Man unterscheidet zwischen der endogenen Psychose und der symptomatischen Psychose. Eine Psychose sollte in jedem Fall therapiert werden.

Brünettes Mädchen hält Arm schützend vors Gesicht, dahinter Schatten eines Mannes mit erhobener Faust
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Eine Psychose gehört zu den schwersten psychischen Erkrankungen. Hierunter versteht man unter anderem den teilweisen oder vollständigen Verlust der Realität des Betroffenen.

Krankheitsbild und Ausprägungsformen

Im Gegensatz zu einer Neurose, bei der der Betroffene selbst merkt, dass er selbst Ursache seiner Erkrankung ist, nimmt der psychotisch Erkrankte seine Umwelt verändert wahr und sieht diese als Grund seines Zustandes.

Die Psychose kann sich bis in Halluzinationen oder Wahnvorstellungen steigern. Des Weiteren kann eine Psychose verschiedene Auslöser und Gründe haben und sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen.

So kann eine schwere Depression, also ein anhaltender trauriger Gemütszustand, ebenso in einer "affektiven" Psychose enden wie eine ausgeprägte Schizophrenie.

Unterteilungen von Psychosen

Je nach Ursache lassen sich Psychosen folgendermaßen unterteilen:

Diagnose

Da eine Psychose stets verschiedene und individuell unterschiedliche Auswirkungen auf den Betroffenen hat, fällt die Diagnose oftmals schwer. Die Übergänge hin zu einer Psychose sind häufig fließend. Zudem beschreibt der Begriff der Psychose im engeren Sinne eine ganze Gruppe von mehr oder weniger schweren psychischen Erkrankungen.

In jedem Fall muss ein Psychologe respektive Psychiater zu Rate gezogen werden, wenn sich der Verdacht einer psychotischen Störung erhärtet. Diese befällt den Betroffenen in der Regel nicht über Nacht, sondern kündigt sich schleichend durch verschiedene Symptome an, die unter Umständen recht harmlose psychische Defekte bedeuten können.

Behandlung

Da die Heilungschancen einer Psychose jedoch umso größer sind, je eher diese diagnostiziert und therapiert wird, sollte bei konkretem Verdacht ein Facharzt aufgesucht werden. Heutzutage stellen Psychopharmaka eine viel versprechende, zusätzliche Behandlungsmöglichkeit dar.

Eine gezielte Verhaltenstherapie ist jedoch in jedem Fall unumgänglich.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Psychose

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