13. März 2009
Die Therapie einer Nahrungsmittelallergie besteht im Verzicht dieser Nahrungsmittel. Wer an einer Nahrungsmittelallergie leidet, kann einiges tun, um akute Symptome zu vermeiden.
Wenn bekannt ist, gegen welches oder welche Lebensmittel der Betroffene reagiert, sollten dies strikt gemieden werden. Dazu muss auch bei Fertigpräparaten auf die Zutatenliste geachtet werden. Im Zweifel fährt der Allergiepatient besser, wenn er sich die Gerichte selbst zubereitet, da er dann die speziellen Lebensmittel meiden kann und sicher sein kann, dass auch nicht geringste Spuren davon im Essen enthalten sind.
Jeder Allergiepatient muss jedoch für den Notfall ein Medikamentenset zu Hause haben. Diese Medikamente können eingenommen werden, wenn sich doch unerwartet ein Zusatz des Allergie auslösenden Lebensmittels im Essen befand. Das Medikament bewahrt den Patienten vor schlimmen Komplikationen wie einem Schockzustand.
Oft werden zur Langzeitbehandlung auch Allergietabletten, so genannte Antihistaminika, verordnet. Gegen akute Symptome wie Durchfall oder Hautausschläge werden zusätzliche Medikamente oder Salben verordnet.
Bei vielen anderen Allergien kann mit der so genannten Hyposensibilisierungsbehandlung Beschwerdefreiheit oder zumindest eine wesentliche Besserung der Beschwerden erreicht werden. Die Behandlung geht über mehrere Jahre. Dem Patienten wird dazu anfangs eine geringe Menge des Allergie auslösenden Stoffes gespritzt. Verträgt der Patient diese Dosis gut, wird sie langsam gesteigert. Bei einer Nahrungsmittelallergie ist diese Therapiemöglichkeit jedoch unüblich, es sei denn, es handelt sich um eine Kreuzallergie zum Beispiel mit Birkenpollen. Können die Allergie auslösenden Nahrungsmittel vermieden werden, ist dies die für den Körper einfachere Alternative.
Der Entstehung einer Allergie kann man nur bedingt vorbeugen. Hebammen und Kinderärzte empfehlen, Säuglinge mindestens ein halbes Jahr voll zu stillen und dann nur langsam mit dem Zufüttern von Beikost zu beginnen. Einige Lebensmittel sollten im ersten Lebensjahr völlig gemieden werden (wie Nüsse, Weizenmehl usw.), um später Allergien zu vermeiden.
Besteht bereits eine Allergie, muss sich der Betroffene sehr genau die Zutatenliste von Lebensmitteln ansehen, bevor er das Produkt verzehrt.
Einige Lebensmittel wie zum Beispiel Käse verstärken die Wirkung eines Allergie auslösenden Lebensmittels und somit der allergischen Reaktion. Betroffene sollten deshalb auch darauf achten.
Jeder Allergiker sollte trotz Allergie spezifischer Kost darauf achten, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.
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