19. April 2011
Bei Malaria handelt es sich um eine Tropenkrankheit. Eine gutartige Form von Malaria ist Malaria quartana.
Malaria wird auch als Sumpffieber oder Wechselfieber bezeichnet und zählt zu den am häufigsten vorkommenden Tropenkrankheiten. So sind pro Jahr etwa 250–500 Millionen Krankheitsfälle zu verzeichnen. Besonders betroffen sind Regionen der dritten Welt wie Afrika. Aber auch in Europa können Malariafälle durch Reisende aus den Malariagebieten auftreten.
Ursache von Malaria sind Blutparasiten, so genannte Plasmodien. Diese werden durch Stiche der Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen. Zu einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung aufgrund von Bluttransfusionen oder Geburt kommt es dagegen nur äußerst selten. In der Medizin unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Verlaufsformen von Malaria: Malaria tropica, die von dem Plasmodium falciparum-Erreger ausgelöst wird und die gefährlichste Malaria-Form ist, Malaria tertiana, die von Plasmodium ovale und Plasmodium vivax verursacht wird, sowie Malaria quartana, für die das Plasmodium malariae verantwortlich ist.
Ebenso wie Malaria tertiana, gehört Malaria quartana zu den gutartigen Malaria-Formen. Da die Symptome dieser Verlaufsform die geringsten Auswirkungen aller Malaria-Arten auf die Gesundheit haben, sieht man sie als leichteste Malariaerkrankung an. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Inkubationszeit, die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, 16 bis 50 Tage beträgt, was deutlich länger ist als bei Malaria tertiana oder Malaria tropica. Als problematisch gilt der Umstand, dass Malaria quartana nicht immer vollständig auskuriert wird, wodurch es sogar noch nach Jahrzehnten erneut zum Ausbruch der Krankheit kommen kann. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Malaria vom behandelnden Arzt gar nicht erkannt und entsprechend therapiert wird.
Die Symptome bei Malaria quartana sind ähnlich wie bei Malaria tertiana. So kommt es zu regelmäßigen Fieberschüben, die sich alle drei bis vier Tage wiederholen. In der Zwischenzeit ist der Patient oftmals fieberfrei. Manchmal kann der Fieberrhythmus aber auch anders verlaufen. Bemerkbar macht sich die Erkrankung außerdem durch Kopfschmerzen, Schüttelfrost und heftige Schweißausbrüche.
Obwohl Malaria quartana zu den gutartigen Malariaformen gezählt wird, kann es dennoch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Dazu gehört vor allem das nephrotische Syndrom, das man in der Medizin auch als Malarianephrose bezeichnet. Dabei bilden sich Ödeme in der Bauchhöhle und den Nieren. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass der Cholesterinwert im Blutserum stark ansteigt und das Eiweiß Albumin auf einen niedrigen Wert abfällt. Albumin ist zuständig für den Abtransport von Wasser aus dem Blutkreislauf. Zu dieser Komplikation kommt es vorwiegend bei erkrankten Afrikanern. Europäische Touristen, die an Malaria quartana erkranken, sind dagegen kaum betroffen.
Zur wirksamen Behandlung von Malaria quartana können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen. Dazu gehören Melfloquin, Choloroquin und Chinin. In den meisten Fällen ist der Verlauf von Malaria quartana positiv. Sogar ohne eine medizinische Behandlung kommt es nach zwei bis drei Jahren zu einer spontanen Heilung. Todesfälle treten nur äußerst selten auf.
Eine Impfung gegen Malaria quartana ist leider nicht möglich. Man kann der Krankheit aber auf verschiedene Weise vorbeugen. Dazu gehört u.a. eine Chemoprophylaxe mit Medikamenten. Allerdings schützt diese Methode nicht völlig vor einer Infektion mit der Tropenkrankheit. Umso wichtiger ist es, bei Reisen in Malariagebiete auf einen umfangreichen Mückenschutz zu achten.
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Von Waldemar Malinowski der Reise Ratgeber Impfungen für Auslandsreisende und Malariaprophylaxe.