1. Februar 2012
Zwischen Alkohol und Impotenz besteht oft ein Zusammenhang. So ist übermäßiger Alkoholkonsum in vielen Fällen die Ursache für eine erektile Dysfunktion.
Alkohol und Impotenz stehen durchaus miteinander in Zusammenhang. Zwar kann der Genuss von alkoholischen Getränken wie Bier, Wein oder Sekt die sexuelle Lust ankurbeln, da er die Hemmschwelle herabsetzt, wird jedoch eine gewisse Menge überschritten, hat er dagegen die Wirkung eines Lustkillers.
Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt, Alkohol nur in geringen Maßen zu konsumieren. So sollten Männer pro Tag höchstens 20 Gramm Alkohol zu sich nehmen. Bei Frauen liegt das Höchstmaß an Alkohol bei 10 Gramm pro Tag. Durch übermäßigen Alkoholgenuss besteht jedoch die Gefahr, dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt, zu denen auch Impotenz zählt.
In geringem Maße, worunter man ein Glas Bier oder Wein versteht, hat Alkohol sogar einen positiven Effekt auf die männliche Potenz. Das liegt daran, dass durch Alkohol die Blutgefäße im Körper erweitert werden, wodurch mehr Blut in den Penis fließt, was sich günstig auf die Erektion auswirkt. Ständiger und übermäßiger Alkoholkonsum kann jedoch Folgen für die Manneskraft haben, denn schließlich handelt es sich bei Alkohol um ein Nervengift, durch das die Nervenzellen geschädigt werden.
Diese sterben ab, was zu einer gestörten Weiterleitung von Reizen führt. Dazu gehören auch die Reize für eine Erektion. Dieses Krankheitsbild wird in der Medizin als Polyneuropathie bezeichnet.
Doch nicht nur die Nerven leiden unter dem übermäßigen Konsum von Alkohol, sondern auch der Hormonhaushalt. So können Hormonstörungen ein Absinken des Testosteronspiegels und damit eine körperliche Verweiblichung zur Folge haben. Bei manchen Männern kommt es sogar zu Brustansätzen. Darüber hinaus verringert sich durch den gesenkten Testosteronspiegel auch die Lust auf Sex.
Eine weitere Negativfolge von zu hohem Alkoholkonsum sind psychische Erkrankungen. Zahlreiche Alkoholiker haben auch mit psychischen Krankheiten wie Depressionen zu tun. So kann Alkohol, wenn er zu einem sozialen Absturz und Selbsthass führt, eine Depression verursachen. Eine typische Begleiterscheinung von Depressionen sind sexuelle Störungen. So wirkt sich die Antriebslosigkeit, die mit einer Depression einher geht, auch auf die Libido aus.
Theoretisch kann es bereits ab einem Alkoholkonsum von 0,5 Promille zu Potenzproblemen kommen. Allerdings bedeutet das nicht, dass schon nach einer Flasche Bier automatisch eine erektile Dysfunktion auftritt. Von entscheidender Bedeutung ist die Regelmäßigkeit des Alkoholgenusses. So können schon ein bis zwei Flaschen Bier pro Tag bedenklich sein.
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