19. Oktober 2009
Eine Eileiterentzündung verursacht verschiedenste Beschwerden. Die Diagnose stellt meist der Frauenarzt.
Meist tritt eine Eileiterentzündung zusammen mit einer Entzündung des Eierstocks auf. Der Mediziner nennt sie dann Adnexitis. Die Eileiterentzündung kann sowohl akut als auch chronisch auftreten und verursacht dann verschiedene Beschwerden.
Eine akute Eileiterentzündung äußert sich durch starke Bauchschmerzen mit aufgeblähtem Bauch. Der Bauch fühlt sich auch hart an. Die Patientinnen haben leichtes bis hohes Fieber und fühlen sich sehr matt. Zusätzlich treten auch Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall und Übelkeit mit Erbrechen auf. Einige Patientinnen bemerken auch Blutungen –unabhängig von der Regelblutung- sowie Schmerzen beim Wasserlassen.
Aus der Scheide kommt ein gelblich gefärbter Ausfluss.
Eine akute Adnexitis kann sich zu einer chronischen Krankheit entwickeln. Die Patientinnen verspüren hier Rückenschmerzen, die besonders nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Auch hier treten Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfung auf. Die Menstruationsblutungen kommen unregelmäßig. Die Patientinnen fühlen sich matt.
Die Diagnose stellt der behandelnde Gynäkologe. Der Arzt befragt die Patientin nach den genauen Beschwerden und tastet den Bauch von außen ab. Auch eine gynäkologische Untersuchung von unten wird durchgeführt. Wenn der Arzt die Eierstöcke abtastet, verspürt die Patientin in der Regel starke Schmerzen. Der Arzt kann auch eine Schwellung sowie eine Vergrößerung der Gebärmutter ertasten. Verschiebt der Frauenarzt den Muttermund, hat die Patientin ebenfalls große Schmerzen. Den eitrigen Ausfluss aus der Scheide kann der Frauenarzt ebenfalls diagnostizieren.
Aus dem Gebärmutterhals wird ein Abstrich entnommen, um die genauen Erreger diagnostizieren zu können. Dazu untersucht der Frauenarzt den Abstrich in der Praxis unter dem Mikroskop und sendet zusätzlich ein Abstrichmaterial an ein Labor zu weitergehenden Untersuchungen.
Auch eine Blutabnahme wird durchgeführt. Liegt eine Eileiterentzündung vor, sind sowohl die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit als auch die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht.
Um seinen Diagnoseverdacht zu sichern führt der Gynäkologe auch eine Ultraschalluntersuchung durch. Hier kann er die geschwollenen Eileiter erkennen. Auch der Ursprungsort des Ausflusses an den Eierstöcken ist zu erkennen.
In einigen Fällen ist auch ein Eingriff in Betäubung notwendig, um eine endgültige Diagnose stellen zu können. Während der so genannten Laparoskopie werden winzige Schnitte in den Bauch gesetzt und dadurch Instrumente eingeführt. Hier kann der Arzt die Organe direkt betrachten und auch eine Gewebeprobe entnehmen.
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