1. März 2006
Die Deutsche Krebshilfe kritisiert die Tatsache, dass Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs zu wenig wahrgenommen werden. Nun soll mehr für diese Maßnahme geworben werden.
Unter dem Motto "Ihre Tor-Chance ab 50" möchten die gesetzlichen Krankenkassen Menschen ab einem Alter von 50 Jahren auf die Wichtigkeit, ihren Darm regelmäßig untersuchen zu lassen, hinweisen, denn gerade bei dieser Altersgruppe kommt es häufig zu Darmkrebs. Die Krankheit entsteht durch Polypen, Wucherungen auf der Schleimhaut, die gutartig sind. Die Ursachen sind unterschiedlich, so spielen erbliche Faktoren oder bestimmte Ernährungsweisen eine mögliche Rolle. Wer sich regelmäßig durchchecken lässt, erhöht die Chance, dass eine mögliche Erkrankung frühzeitig diagnostiziert wird. In 90 Prozent dieser Fälle erfolg somit eine vollständige Heilung.
Statistiken zufolge erkranken Jahr für Jahr 66.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs; knapp die Hälfte stirbt daran. Würde die Früherkennungsmaßnahme stärker genutzt werden, so könnten jährlich etwa 15.000 Menschen vom Tod bewahrt werden, so die Ansicht von Experten. Doch leider nehmen bislang nur fünf Prozent der Deutschen diese Untersuchung wahr.
Die Früherkennung kann man in Form eines jährlichen Stuhlblut-Tests im Alter von 50 bis 55 Jahren wahrnehmen, ab 56 folgt eine Darmspiegelung, welche nach zehn Jahren wiederholt wird. Alternativ zur Darmspiegelung kann der Stuhlblut-Test alle zwei Jahre gemacht werden. Die Deutsche Krebshilfe hofft, dass sie mithilfe von Flyern, Plakaten und anderen Werbemaßnahmen die Darmkrebsrate in diesem Jahr senken kann.
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