20. März 2006
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsformen. Deutschlandweit erkranken Jahr für Jahr knapp 70.000 Menschen daran; tödlich verläuft Darmkrebs für etwa 30.000 Betroffene.
Wie aktuelle Statistiken zeigen, ist das Auftreten von Darmkrebs sowohl geschlechts- als auch ortsabhängig. Anlässlich der Zahlen einer deutschen Krankenversicherung (mit Daten von über 5,4 Millionen Versicherten) wird deutlich, dass das Risiko, bis 75 Jahre an Darmkrebs zu erkranken, bei Männern mit 5,5 Prozent höher liegt als bei Frauen, welche nur ein 3,3 prozentiges Risiko haben.
Weiterhin konnte festgestellt werden, dass in Nordrhein-Westfalen neun Prozent mehr und in Hamburg 20 Prozent weniger Menschen daran erkranken; verglichen mit dem Bundesdurchschnitt der Neuerkrankungen.
Die Heilungschancen bei Darmkrebs sind Experten zufolge sehr gut; Voraussetzung ist natürlich, dass die Krankheit frühzeitig erkannt wird. Und genau hier liegt das Problem: die Vorsorgeuntersuchungen, die von den Krankenkassen für Versicherte ab dem 50. Lebensjahr angeboten werden, werden nicht ausreichend wahrgenommen. Hinzu kommt, dass diejenigen, die familiär vorbelastet sind, eigentlich in einem früheren Alter zur Vorsorge gehen sollten, denn ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen geht auf diese Personengruppe zurück und entsteht bereits früher.
Mittlerweile gibt es Krankenversicherungen, die Projekte in Sachen Aufklärung und Vorsorge aufstellen und somit zur Untersuchung motivieren möchten. Neben der Vorsorge wird sich auch vermehrt um die Versorgung derjenigen gekümmert, die an Darmkrebs erkrankt sind. So arbeiten Kliniken Hand und Hand um ihren Patienten die bestmögliche Behandlung bieten zu können.
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