6. Juli 2009
Darmkrebs äußert sich durch viele verschiedene Symptome. Die Diagnostik erfolgt in der Regel bei einem Internisten.
Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich meist noch keinerlei Beschwerden. Das erste Symptom des bösartigen Tumors im Darmbereich ist meist die Blutauflagerung auf dem Stuhlgang.
Charakteristisch für einen Darmkrebs ist auch ein verändertes Stuhlverhalten. Dieses entwickelt sich meist schleichend. Bei einigen Patienten wechseln sich Verstopfung und Durchfall ab, bei anderen äußert sich der Darmkrebs nur durch eines von beiden. Zusätzlich spüren die Patienten häufige Blähungen und im fortgeschrittenen Krebsstadium können die Patienten den Stuhlgang dann nicht mehr völlig halten. Die Patienten spüren zudem häufige Bauchschmerzen.
Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch nehmen die Patienten mit Darmkrebs stark an Gewicht ab und haben kaum Appetit. Sie fühlen sich müde und ausgelaugt.
Wenn ein Patient derartige Symptome schildert, untersucht der Arzt den Patienten eingehend. Dabei tastet er auch den Bauch ab. Hier kann der Tumor oftmals bereits ertastet werden. Anschließend tastet der Arzt den Enddarm des Patienten ab. Dazu führt er im Rahmen der so genannten rektalen Untersuchung einen Finger in den Enddarm ein und tastet hier nach Veränderungen.
Neben einer Blutuntersuchung erhält der Patient vom Arzt auch die so genannten Stuhlbriefchen (Hämoccult). Der Patient muss dazu Stuhlproben auf die "Briefchen" geben, die anschließend in der Arztpraxis mit einer speziellen Lösung beträufelt werden. Diese Lösung kann unsichtbares ("okkultes") Blut im Stuhl sichtbar machen. Oftmals ist dieser Test auch das erste Vorzeichen einer Darmkrebserkrankung. Der Test kann bereits positiv sein, wenn der Patient noch keinerlei andere Symptome verspürt.
In jedem Fall führt der Arzt eine Darmspiegelung durch. Dazu muss der Patient am Tag vor der Untersuchung eine spezielle Lösung trinken. Diese hat eine abführende Wirkung und reinigt den Darm von Stuhlverschmutzungen. Am Tag der Untersuchung spritzt der Arzt seinem Patienten ein leichtes Beruhigungsmittel. Die Untersuchung wird mit dem Endoskop durchgeführt, einem langen biegsamen Schlauch mit Lichtquelle und Kamera. Das Endoskop wird in den Enddarm eingeführt und von dort durch den kompletten Darm geschoben. Auf diese Weise kann der Arzt den Darm eingehend begutachten und Gewebeproben entnehmen. Dazu führt er über das Endoskop eine feine Zange ein und zwickt damit die Probe ab, die anschließend im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht wird.
Konnte der Darmkrebsverdacht bestätigt werden, muss der Arzt genau feststellen, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient befindet. Dazu werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um eine etwaige Metastasenbildung erkennen zu können. Neben einer Ultraschalluntersuchung wird dazu auch eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie durchgeführt. Lungenmetastasen können auch durch eine Röntgenaufnahme diagnostiziert werden.
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