28. Januar 2009
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung äußert sich durch verschiedene Symptome. Vor der Diagnosestellung muss der Arzt einige Untersuchungen durchführen, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Unter der Bezeichnung "chronisch obstruktive Lungenerkrankung" sind mehrere Erkrankungen zusammengefasst. Der Mediziner kürzt die "chronisch obstruktive Lungenerkrankung" mit den Buchstaben "COPD" ab. Zur COPD gehören die chronische Bronchitis, die cronisch obstruktive Bronchitis (mit und ohne Asthma) und das Lungenemphysem. Alle diese Erkrankungen weisen als charakteristische Symptome den Husten mit Auswurf sowie eine Atemnot auf. Aus einer akuten Bronchitis kann sich mit der Zeit eine chronische Bronchitis entwickeln. Diese kann zu einer chronisch obstruktiven Bronchitis und letztlich zu einem Lungenemphysem werden.
Personen mit einer chronischen Bronchitis husten bereits seit längerer Zeit. Der Husten ist besonders morgens sehr schlimm. Betroffene mit einer chronischen Bronchitis husten jedoch den ganzen Tag über. Der Husten ist auch immer von Auswurf begleitet. Unter Auswurf versteht man farblosen Schleim, den der Betroffene nach oben hustet. Wird die Bronchitis von einem Infekt begleitet, kann dies auch zu grünlichem Auswurf führen. Anfangs führt eine chronische Bronchitis nur selten zu Atemnot, im Verlauf der Erkrankung fällt das Atmen jedoch schwer. Der Mediziner nennt dies dann die chronisch obstruktive Bronchitis.
Kommt zur chronischen Bronchitis noch Asthma hinzu, husten die Betroffenen nicht nur morgens sondern auch in der Nacht. Die Hustenattacken sind teilweise so stark, dass das Atmen schwer fällt.
Beim Lungenemphysem tritt der Husten nur morgens nach dem Aufstehen auf. Wenn der angesammelte Schleim der Nacht abgehustet ist, tritt tagsüber meist kein Husten mehr auf. Grundsätzlich tritt Auswurf beim Lungenemphysem jedoch kaum auf. Patienten mit einem Lungenemphysem haben bereits bei den geringsten Anstrengungen Atemnot und können schwer Luft holen.
Der Arzt diagnostiziert die chronisch obstruktive Lungenerkrankung im ersten Schritt durch eine genaue Befragung des Patienten nach den Symptomen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt hört mit dem Stethoskop die Atemwege, das Herz und die Lunge ab und untersucht durch Abklopfen, ob sich Wasser in der Lunge befindet. Diese Untersuchung ist von entscheidender Bedeutung für den Arzt, da er hier differenzieren kann, um welche der verschiedenen COPD-Erkrankungen es sich handelt. Zusätzlich wird auch der Blutdruck gemessen.
Neben dieser körperlichen Untersuchung wird auch eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Bei der so genannten Spirometrie wird die Ausatemkraft aufgezeichnet, ebenso wie das Lungenvolumen und festgestellt, ob die Bronchien durch die Erkrankung bereits verengt sind. Im Anschluss an die erste Lungenfunktionsprüfung wird meist ein Bronchial-Spray verabreicht. Dieses wird vom Patienten inhaliert und die Spirometrie nach wenigen Minuten wiederholt. Verbessern sich die Werte, spricht dies für Asthma.
Zur Diagnosesicherung wird ferner meist auch eine Röntgenaufnahme angefertigt. Auf dem Röntgenbild können evtl. Tumore oder Entzündungen erkannt werden, die ähnliche Symptome wie eine COPD aufweisen. Das Lungeemphysem kann auf einem Röntgenbild konkret diagnostiziert werden.
Routinemäßig erfolgt auch eine Blutabnahme. Weitere Begleiterkrankungen können so ausgeschlossen werden.
Sprechen alle Befunde für eine COPD, erfolgt meist die Überweisung zum Pneumologen, einem Lungenfacharzt. Dieser führt weitergehende Untersuchungen wie z.B. eine Bronchoskopie durch. Hier führt der Arzt einen biegsamen Schlauch in die Bronchien ein und kann so Verengungen und Verschleimung feststellen.
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