6. Juni 2009
Eine Blutvergiftung äußert sich durch verschiedenartige Symptome. Die Diagnose stellt meist der Hausarzt oder der herbeigerufene Notarzt.
Eine Blutvergiftung bildet sich immer nur dann, wenn sich irgendwo im oder am Körper eine Infektion befindet. Ist die Infektion oberflächlich bzw. von außen sichtbar, ist bei einer Blutvergiftung die betroffene Stelle gerötet und wärmer als die übrige Haut. Zusätzlich schmerzt die Stelle und ist geschwollen. Oftmals ist von der Entzündung weg eine rote Linie zu sehen, die ebenfalls schmerzhaft ist. Neben diesen Symptomen hat der Patient sehr hohes Fieber (eventuell mit Schüttelfrost), atmet schnell und ist verwirrt.
Im Verlauf entwickeln die Patienten ein Organversagen oder auch einen Schockzustand. Beides ist lebensgefährlich.
Die Diagnose stellt der behandelnde Arzt oder gegebenenfalls der herbeigerufene Notarzt. Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch und misst den Blutdruck. Bei Patienten mit einer Blutvergiftung besteht ein auffallend niedriger Blutdruck.
Ein Notarzt wird die sofortige Einweisung in ein Krankenhaus anordnen.
Entweder in der Hausarztpraxis oder im Krankenhaus wird auch eine Blutabnahme durchgeführt. Bei einer Blutvergiftung ist die Anzahl der Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut zu niedrig, der Sauerstoffgehalt ebenfalls. Aus der Blutprobe wird zusätzlich eine Kultur angelegt, aus der nach einigen Stunden der genaue Erreger (Bakterien, Viren oder Pilze) der Blutvergiftung diagnostiziert werden kann.
Auch eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt.
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