3. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Eine Arthrose belastet bereits heute etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland. Je nach Ausprägung der Gelenkabnutzung, kann es nicht nur zu Schmerzen beim Bewegen kommen, sondern auch zu deutlichen Bewegungseinschränkungen. Therapeutisch kann man bei einer Arthrose mit Bäder, Salben, Physiotherapie oder auch Schmerzmittel eine Linderung erzielen, allerdings gibt es trotz zahlreicher Forschungen nachwievor keine Heilung. Sehr gute Erfolge hinsichtlich einer weitestgehenden Schmerzfreiheit und einer neu gewonnenen Beweglichkeit werden jedoch inzwischen mit der "Wunderspritze" Hyaluronsäure erzielt.
Hyaluronsäure wird zumeist in der Verbindung mit Anti-Aging genannt, da diese im Körper auf eine natürliche Weise vorkommende Säure im Bezug auf eine Faltenreduzierung sehr erfolgreich eingesetzt wird. Was die wenigsten Menschen allerdings wissen ist, dass diese Säure auch in den Gelenken vorhanden ist und als wahres Schmiermittel diese beweglich hält. Viele Orthopäden setzen deshalb die Hyaluronsäure mittlerweile in der Therapie von Arthrose ein und das mit einem wirklich beeindruckenden Erfolg.
Die Behandlung wird zumeist mit dem Wirkstoff Hylan G-F 20 durchgeführt, der im Rahmen sogenannter Therapieblöcke in das betroffene Gelenk gespritzt wird. Ein solcher Therapieblock umfasst hierbei drei bis fünf Hyaluronspritzen, die in einwöchigen Abständen verabreicht werden. Eine Spritze kostet zwischen 200 und 300 Euro und wird lediglich von den privaten Krankenkassen finanziell getragen. Gesetzlich Versicherte müssen die Injektionen demzufolge aus den eigenen Finanzmitteln übernehmen.
Die zähflüssige Substanz Hylan wird direkt in das betroffene Gelenk injiziert, verteilt sich dort und schmiert es wieder. In der Wirkung erweist sich dieser Vorgang ähnlich wie bei einem Stoßdämpfer, so dass die abgenutzten Gelenke nicht mehr schmerzhaft aneinander reiben können. Ein derartiger Therapieblock hält je nach Ausprägung der Arthrose zwischen sechs bis zwölf Monaten an und sollte anschließend wiederholt werden, um eine weitere Beweglichkeit und Schmerzfreiheit erhalten zu können.
Voraussetzungen für diese Therapie sind eine Arthrose mit einem maximalen Grad von drei, sowie eine weitestgehende Reizarmut im Gelenk. Zeigt sich das Gelenk als vollkommen funktionsuntüchtig, dann ist die Hyaluronspritze leider nicht mehr die geeignete Therapieform, da der Verschleiß bereits zu weit vorangeschritten ist. Ansonsten gilt, dass der betroffene Patient lediglich am Tag des Spritzens eine Belastung oder Sport vermeiden sollte und eine Besserung des Zustandes schon nach rund sechs Wochen deutlich zu spüren ist. Ob man selbst mit seiner Arthrose-Erkrankung für eine Hyaluron-Therapie geeignet ist, sollte man durch eingehende Gespräche und Untersuchungen mit seinem Orthopäden abklären.
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Seit fast 10 Jahren bin ich in der Weiterbildung von Ärzten, Heilpraktikern und Apothekern tätig. Meine Vortrags...