4. Februar 2009
Die Alzheimer-Krankheit zeichnet sich durch unterschiedlich ausgeprägte Symptome aus. Die Diagnosestellung hingegen ist für den Arzt meist recht einfach.
Alzheimer verläuft in drei Stadien, welche jeweils unterschiedlich ausgeprägte Symptome aufweisen. Anfangs äußert sich die Demenz, wie der Arzt die Alzheimer-Krankheit auch nennt, durch die Tatsache, dass sich die Betroffenen neue Dinge nicht mehr merken können. Dies liegt daran, das in dieser Phase das Kurzzeitgedächtnis nicht oder nur noch unzureichend funktioniert. Betroffene wissen zum Beispiel nicht mehr, dass sie einen Topf auf der eingeschalteten Herdplatte haben, weil sie das Mittagessen kochen wollten. In dieser Phase ist es oft noch schwierig, die Demenz von einer normalen altersbedingten Vergesslichkeit zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen einer altersbedingten Vergesslichkeit und einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung ist aber beispielsweise, dass sich ein älterer Mensch sehr wohl an den Topf auf der Herdplatte erinnern kann, wenn man ihn fragt, was er damit machen wollte. Der Alzheimer-Kranke weiß jedoch nicht mehr, dass er Essen kochen wollte. Mit der Zeit fällt es den Betroffenen auch schwer, sich an bestimmte Worte zu erinnern oder es werden eigentlich vertraute Worte verwechselt. Betroffene vergessen völlig alltägliche Dinge, wie zum Beispiel das Anziehen. Alzheimer-Patienten haben von einem Tag auf den anderen vergessen, wie man den Reißverschluss des Anoraks schließt. Auch die Orientierung fällt den Betroffenen plötzlich schwer. In dieser Phase bleibt der Patient jedoch noch "er selbst". Für die Umwelt ist die Erkrankung in dieser Phase oft noch nicht sichtbar.
In der letzten Phase der Erkrankung erkennt der Betroffene nicht einmal mehr die Ehefrau oder die Kinder. Die meisten Patienten werden zu Pflegefällen und können nur noch im Bett liegen, da sie auch Vergessen, wie die Bewegungsabläufe funktionieren. Betroffene werden harn- und stuhlinkontinent, da sie auch diese Funktionen verlernen. Auch das Schlucken von Mahlzeiten bzw. das Kauen fällt mir der Zeit immer schwerer, bis auch das verlernt wird.
Werden einem Arzt diese Symptome geschildert, tippt er meist rasch auf eine Demenz. Für die gesicherte Diagnosestellung gibt es auch spezielle Tests, die das Denk- und Merkvermögen des Patienten beurteilen lassen. Zusätzlich wird meist eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie durchgeführt. Im fortgeschrittenen Stadium sieht man hier eine Verkleinerung des Gehirns. Letztlich wird noch eine Blutuntersuchung durchgeführt, um Begleiterkrankungen feststellen zu können.
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