23. Juli 2008
Für Alzheimerpatienten und deren Pfleger gestaltet die medikamentöse Therapie sich oft sehr anstrengend, da mehrmals am Tag Tabletten verabreicht werden müssen. Das könnte sich nun ändern.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankung, bei der sich in bestimmten Arealen des Gehirns Nervenzellen zurückentwickeln und absterben. Dadurch werden die geistigen Fähigkeiten der Patienten im Laufe der Zeit immer eingeschränkter, das Gedächtnis macht Schwierigkeiten, aber auch das Denken und die Orientierung leiden.
Therapiert wird Alzheimer-Demenz in aller Regel mit einer Kombination aus Medikamenten und guter Pflege mit geistigen Anregungen, was den Fortschritt der Erkrankung eindämmen kann. Die Patienten sollen so aktiv wie möglich am Leben teilnehmen und ihren Gewohnheiten nachgehen, so lange es geht - was nicht nur ihre Lebensqualität steigert, sondern auch den Verlauf der Krankheit lindert. Zur medikamentösen Therapie gehört die mehrfach tägliche Einnahme von Antidementiva. Während sich die Patienten im Anfangsstadium selbst noch recht zuverlässig um die Einnahme der Medikamente kümmern können, fällt diese Aufgabe im weiteren Krankheitsverlauf oft Pflegekräften zu, die teilweise wegen jeder Tablette diskutieren müssen.
Um die medikamentöse Therapie zu vereinfachen, wurde nun ein Medikament entwickelt, dass auch bei nur einmal täglicher Einnahme vollständig wirksam ist. Das Antidementivum Memantine wurde jetzt neu zugelassen, was die Therapie für Patienten und Pfleger sehr erleichtern kann.
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