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Allergie gegen Hausstaubmilben - Was tun gegen den Feind im Bett?

Von jen

Nach neuesten Untersuchungen sind bis zu 90% aller Haushalte mit Hausstaubmilben belastet. Was aber sind die Gründe für diese alarmierenden Zahlen und was kann man als Betroffener dagegen tun?

Die Haussataubmilbenallergie ist in der Überempfindlichkeit gegen die eiweißhaltigen Kotballen der Milben begründet. Gelangen diese Kothäufchen in die menschlichen Atemwege, so können diese, und nicht wie von vielen Menschen angenommen wird die Milben selbst oder Hausstaub, eine Allergie verursachen. Laut dem Verband Deutscher Allergologen leidet bereits jeder zehnte Deutsche ganzjährig an solchen allergischen Beschwerden.

Ursächlich dafür ist unser heutige Lebensstil, der den Hausstaubmilben ideale Lebensbedingungen beschert: reichlich Nahrung in Form von menschlichen Hautschuppen und durch die hermetische Abriegelung der Wohnungen beständige Feuchtigkeit und Wärme. Wen wundert es also, dass die Milben zu tausenden die Matratzen in deutschen Betten bevölkern.

Was tun, um einer Erkrankung vorzubeugen?

Es ist kaum möglich die Milben völlig aus Haushalt und Bett zu verdammen; jedoch gibt es wirksame Maßnahmen ihnen das Leben so unangenehm wie möglich zu machen und ihre Anzahl so deutlich zu minimieren:

  • Überziehen Sie Matratze und Bettzeug mit milbenundurchlässigen Bezügen.
  • Verbannen Sie Polstermöbel vor allem aus dem Schlafzimmer und vermeiden Sie Staubfänger wie Plüschtiere und Kissen; das gleiche gilt für Teppiche und Gardinen.
  • Waschen Sie Bettwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius, das tötet die Milben ab.
  • Matratzen und Polstermöbel können Sie mit Pestiziden besprühen, am besten verwenden Sie dazu pflanzliche Sprays.
  • Lüften Sie Ihre Wohnung täglich und vermeiden Sie Luftbefeuchter.

Wenn es doch zu einer Erkrankung kommt - Welche Symptome treten auf?

Der in jeder Wohnung vorhandene Hausstaub mit den darin in immer größerer Anzahl lebenden Milben führt zunehmend zu teilweise heftigen allergischen Reaktionen ihrer menschlichen Bewohner.

Diese Beschwerden äußern sich besonders an Atemwegen, Augen und Nase. So klagen Hausstaubmilbenallergiker häufig über verstopfte oder laufende Nase, Niesreiz, gerötete Augen, bronchiales Asthma und Atemnot. Das Beschwerdemaximum beobachten Betroffene typischerweise nachts, morgens nach dem Aufwachen oder beim Bettenmachen.

Wenn es für Vorbeugung zu spät ist - Welche therapeutischen Möglichkeiten helfen?

  • Erster Schritt zur Besserung ist der sofortige Gang zum Arzt, der dann mit Hilfe von Hauttests (z.B. Prick-Test) und Blutuntersuchungen (Antikörperbestimmung) die Diagnose Hausstaubmilbenallergie bestätigen kann.
  • Im zweiten Schritt erfolgt die Therapie: um die allergische Reaktion zu unterdrücken, können Medikamente wie Antihistaminika, Glukokortikoide und Beta-Sypathomimetika verordnet werden.
  • Leidet ein Patient unter besonders schweren Symptomen, ist es sinnvoll eine Gewöhnungskur (Hypersensibilisierung) durchzuführen: dabei wird dem Allergiker das Allergen über einen längeren Zeitraum in geringen langsam gesteigerten Dosen unter die Haut gespritzt. Bei Erfolg gewöhnt sich der Körper des Patienten an das Allergen und die Beschwerden verschwinden.

Prognose - Wie sind die Erfolge von Vorbeugung und Therapie einzuschätzen?

  • Die konsequente Einhaltung von vorbeugenden Maßnahmen kann auch bei anfälligen Menschen das Erkranken an Hausstaubmilbenallergie verhindern. Sind bereits Beschwerden aufgetreten können diese wesentlich gelindert werden!
  • Die Hypersensibilisierungs-Therapie führt insbesondere bei jüngeren Menschen häufig zur völligen Heilung der Allergie!

Bitte suchen Sie als Betroffener bei den ersten Anzeichen einer möglichen Allergie sofort Ihren Hausarzt oder einen Allergologen auf - denn je eher Sie mit einer Therapie beginnen, desto besser ist Ihre Erfolgschance!

QUELLENANGABEN

  • Der Hausarzt 2004, Heft 17
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