28. Juli 2009
Von Viola Reinhardt
Ist Light-Käse wirklich leichter als normaler Käse? Ist der Joghurt mit 0,1 Prozent Fett tatsächlich der ideale Snack für zwischendurch? Macht die Light-Cola wirklich nicht dick? Viele Fragen, die sich noch mehr Menschen stellen. Hier ein paar Antworten zu einem gar nicht so leichten Thema.
Die gute Nachricht zuerst: wo "light" draufsteht, muss auch "light" drin sein. Außerdem muss der Hersteller genau angeben, warum das Produkt leichter ist als andere. Das besagt eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2007. Diese besagt auch, dass mit dieser Bezeichnung oder auch mit "reduziert" das Produkt mindesten 30 Prozent weniger Fett, Zucker, Alkohol oder Coffein haben muss wie das Normalprodukt. "Light" darf ein Produkt nur heißen, wenn es diese Auflagen erfüllt. "Reduziert", "fettarm" oder "kalorienarm" darf sich praktisch jedes Produkt nennen.
Nun die schlechte Nachricht. Zwar ist vorgeschrieben, dass ein fettarmes Produkt höchstens drei Prozent Fett auf 100 Gramm Gesamtgewicht haben darf, in sehr vielen Fällen wird aber das Fett reduziert und dafür der Zuckeranteil erhöht. Denn Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger und wenn dieser fehlt, fehlt auch der Geschmack. Also wird mehr Zucker zugegeben, der auch Geschmack vortäuscht. Darum sollte genau darauf geschaut werden, wie viele Kalorien beispielsweise der fettarme Joghurt im Gegensatz zu seinem normalfettigen Kollegen hat. Oft liegen die Kalorien hier gar nicht weit auseinander.
Bei Getränken wird oft mit "zuckerfrei" und "fettfrei" geworben. Das stimmt dann zwar, doch der Zucker wird in der Regel durch Süßstoff ersetzt. Süßstoff wiederum verursacht Heißhunger, weil der Körper nach echtem Zucker verlangt. Nichtsdestotrotz setzt aber auch Süßstoff an, besonders, wenn es sich um Fruchtzuckersorten handelt.
Es gilt also, die Augen wirklich offen zu halten und auch die Produkte miteinander zu vergleichen. Viel besser als jedes Light-Produkt ist es übrigens, seine Ernährung insgesamt zucker- und fettärmer zu gestalten. Lightprodukte kosten zudem oft mehr als die Originale, weil sie aufwändiger in der Herstellung sind.
Statt eines süßen Joghurts kann man beispielsweise auch einen Naturjoghurt mit etwas Konfitüre oder mit frisch geschnittenem Obst verrühren. Das ist meist günstiger und auf alle Fälle abwechslungsreicher. Statt süßer Fertiggetränke kann man auch einfach einen Früchtetee kalt werden lassen und mit Fruchtsaft süßen. Bei Heißhunger auf etwas Süßes Obst statt Schokoriegel, das spart nicht nur Kalorien, sondern ist besonders gut für die Verdauung und noch mehr für die schlanke Linie.
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