Das Jahr ist noch jung und die Vorsätze noch immer voller Leben. Die Traumfigur zur Jahresmitte steht bei vielen Vorsatzlisten an oberster Stelle. Und deswegen muss es schnell und unkompliziert gehen. Weil der zweithäufigste Vorsatz das Erreichen der nächsten Sprosse auf der Karriereleiter ist, sind die meisten Menschen zu Anfang des Jahres nicht nur abnehmwillig, sondern auch chronisch unter Zeitdruck. Denn wer Karriere will, muss schaffen. Wer schafft, hat wenig Zeit für's Essen kochen und in dieser Folge fallen etliche Diätprodukte wie von selbst aus dem Regal in den Einkaufskorb.
Sich auf die Hilfe von Diätprodukten wie fettarme Joghurts, zuckerfreie Schokolade oder Diabetikereiscreme zu verlassen, ist erst einmal nicht unbedingt etwas Verwerfliches. Allerdings müssen Sie sich bewusst sein, dass bei Diätprodukten der Schein häufig trügen kann. Hier eine prägnante Auflistung der hinterhältigsten Diätsaboteure im Light-Kostüm.
Da strahlt sie. Unser freundlicher Supermodel-Export. Da darf sie für einen Werbeclip Fruchtgummi naschen und das völlig ohne schlechtes Gewissen und Karriereknick, weil die kleine Süßigkeit ja komplett fettfrei ist. Der Autor dieser Zeilen findet das deutsche Supermodel durchaus sympathisch, muss aber trotzdem pflichtbewusst darauf hinweisen, dass Fruchtgummi zwar fettfrei aber keineswegs frei von Zucker ist. Und glaubt man den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft, ist Zucker der eigentliche Feind unserer gestählten Körperlichkeit. Behandeln Sie daher Fruchtgummi als das was es ist, als Süßigkeit und essen Sie es ausschließlich an Schummeltagen. Und dann auch nur in kleinen Portionen.
Neben Heidi K. gehört das Krümelmonster zu den Stars, die den Schöpfer dieser Wortreihen vor den Fernseher bewegen. Gerade weil das blaue Fusseldings mit den großen Augen und der rauen Stimme in frühster Kindheit viele Stunden der Heiterkeit verschafft hat, fällt dem Autor dieser Absatz besonders schwer. Kekse sind nicht gesund. Und alles andere als für eine Diät geeignet. Auch nicht in einer zuckerfreien Version (was ohnehin ein Verbrechen ist). Der Grund liegt in der Rezeptur. Denn sechs zuckerfreie Kekse entsprechen in etwa drei zwei Finger dicken Stück Butter. Und das inklusive der schlechten Fettsäuren. Hinzukommen in etwa sechs Teelöffel an Stärke. Das wollen Sie nicht in Ihrer Diät essen, oder?
Ok, Müsli, das als fettarm deklariert ist, sollte einen stutzig machen. Denn Haferflocken sind von Natur aus fettarm. Warum machen sich also die Werbeberater der Hersteller die Mühe und lassen diesen eigentlich überflüssigen Hinweis auf die Verpackung drucken? Um von dem hohen Zuckergehalt abzulenken. Das hier ist keine Verschwörungstheorie, sondern simples Beobachtungsvermögen. Denn wenn man die Verpackung der meisten fettarmen Müslis herumdreht und einen Blick auf die Nährwertanalyse wirft, sieht man, dass eine Schale Müsli in etwa 525 Kalorien auf den Frühstückstisch bringt. Und diese stammen fast alle aus Zucker.
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