5 Tipps für den optimalen Diabetiker-Speiseplan

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  • von Andreas Hadel
Knackig grüner Broccoli und Rosenkohl mit roten Paprikastreifen

Es ist ein offenes Geheimnis, dass eine durchdachte Ernährungsweise für jeden gesundheitsbewussten Menschen eine gute Sache ist. Für Diabetiker spielt der Speiseplan jedoch die ausschlaggebende Rolle, um trotz der Erkrankung eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten.

Die folgenden fünf Ratschläge sollen eine kompakte und praktische Hilfestellung geben, wie man als Diabetiker seine Ernährung planen sollte.

1. Entwerfen Sie einen Plan

Wenn Sie eine diabetesgerechte Diät befolgen müssen, gehört das Entwerfen eines detaillierten Ernährungsprogramms zu den unerlässlichen ersten Schritten. Dieses Programm wird die Marschroute für ihren künftigen Lebensstil abbilden und ihnen dabei helfen, den Überblick über jene Nahrungsmittel und -mengen zu behalten, die Sie zu sich nehmen dürfen oder müssen.

Achten Sie darauf, dass dieser Plan ihren täglichen Anforderungen entgegenkommt und auch ihren bisherigen Essgewohnheiten berücksichtigt, die dann ggf. den neuen Bedürfnissen angepasst werden müssen.

Bedenken Sie außerdem, dass ihr Blutzuckerspiegel durch Essen und körperlich anstrengenden Aktivitäten Schwankungen unterliegt. Wenn Sie Insulin spritzen oder die Insulinproduktion anregende Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie diese ebenfalls in ihren Plan berücksichtigen und darauf achten, die Mahlzeiten und sportliche Tätigkeiten mit der Medikamenteneinnahme in Einklang zu halten, um zu hohe Schwankungen zu vermeiden.

2. Nutzen Sie die Nahrungsmittelpyramide für Diabetiker

Die Nahrungsmittelpyramide bietet wichtige Anhaltspunkt, welche Speisen Diabetiker meiden und auf welche Sie bevorzugt zurückgreifen sollten. Die Pyramide besteht aus sechs Gruppen, wobei die erste jene Nahrungsmittel beinhaltet, die für einen Zuckerkranken schädlich sind. Je höher die Gruppe, um so mehr eignen sich deren Speisen für Patienten.

Gruppe 1: Fette, Süßigkeiten und Alkohol
Gruppe 2: Milch
Gruppe 3: Fleisch, Fleischersatz wie Tofu und anderes Protein
Gruppe 4: Obst
Gruppe 5: Gemüse
Gruppe 6: Getreide, Bohnen und stärkehaltiges Gemüse

3. Teilen Sie ihren Teller in Zonen auf

Ein einfacher Trick, um sich an die neue Ernährungsweise zu gewöhnen, ist das Unterteilen ihres Tellers in verschiedene Zonen, die jeweils nur bestimmte Nahrungsmittel enthalten dürfen.

Ziehen Sie hierfür einfach eine imaginäre Linie auf ihrem Teller, der ihn in zwei Hälften unterteilt. Teilen Sie dann eine Hälfte ein weiteres mal, so dass sie den Teller in drei Zonen eingeteilt haben (1 Hälfte und 2 Viertel).

Füllen Sie beim Essen eines der beiden Viertel mit Getreide oder stärkehaltigen Gemüse wie Reis, Kartoffeln oder Erbsen.

Auf das andere Viertel tun Sie Fleisch, Fisch, Geflügel oder Tofu, um ihren täglichen Proteinbedarf zu decken.

Die verbleibende Tellerhälfte können Sie mit nicht-stärkehaltigen Gemüse bedecken. Brokkoli, Gurken, Salat, Tomaten oder Blumenkohl wären hierfür eine gute Wahl.

Trinken Sie dazu eine Tasse Milch und schon haben Sie ohne viel Kopfzerbrechen ein gesundes Mahl zu sich genommen.

4. Lesen Sie die Zutatenliste und Nährwertanalyse

Angesichts der vielen Produkte, die im Supermarkt mit den Attributen fettarm und zuckerfrei locken, könnte man annehmen, dass für Diabetiker eine reiche Auswahl an leckeren Alternativen zu den herkömmlichen Speisen existiert. Leider führen diese Begriffe nicht selten in die Irre.

Fettarm bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt auch kalorienarm ist. Und die Beschreibung "ohne zusätzlichen Zucker" bezieht sich in der Regel nur auf den Verarbeitungsprozess. Eine Marmelade dieser Kategorie kann trotzdem auf Grund der beinhalteten Früchte einen hohen Fruchtzuckeranteil haben. Lesen Sie sich daher die Zutatenliste und Nährwertanalyse, die auf jeder Verpackung angegeben sein müssen, sorgfältig durch und wählen Sie bei ähnlichen Produkten jenes aus, das weniger Kalorien, Zucker und Fett enthält.

5. Verteufeln Sie Süßigkeiten nicht

Neuere Studien haben gezeigt, dass Süßigkeiten den gleichen Effekt auf den Blutzuckerspiegel wie andere kohlenhydrathaltige Speisen haben. So betrachtet können die süßen Versuchungen bis zu einem gewissen Maß durchaus ein regelmäßiger Bestandteil im Ernährungsplan eines Diabetikers sein. Da der Körper während und nach sportlichen Aktivitäten bevorzugt Kohlenhydrate verbrennt, ist es sinnvoll, Süßspeisen zeitnah einzunehmen. Dadurch können Sie auf natürliche Weise die Blutzuckerschwankung gering halten.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Lightly cooked broccoli pieces with a touch of butter © Magdalena Żurawska - www.fotolia.de

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