Farbenlehre, Puddingdiät, Forking und Co. - Ungewöhnliche Methoden und Tipps zum Abnehmen

Es gibt ja unzählige verschiedene Diätmethoden. Dass man jedoch auch mit Farben abnehmen kann, wissen die wenigsten. Auch das Essen im Dunkeln oder das so genannte Forking zählen zu den wohl eher ungewöhnlichen Abnehmmethoden.

Wie unterschiedliche Farben als Appetitzügler fungieren können und was sonst noch beim Abnehmen helfen kann

Ungewöhnliche Methoden und Tipps zum Abnehmen

Ernährungsumstellung und Bewegung: Das ist das Patentrezept für alle, die abnehmen wollen. Natürlich gibt es auch exotischere Wege zur Traumfigur, die jedoch am Ende meist auf die längst bekannten Konzepte hinauslaufen.

Die Energiebilanz

In der Theorie ist Abnehmen ganz einfach: Man muss mehr Energie verbrauchen, als durch die tägliche Ernährung zugeführt wird. Doch auch wer Kalorien zählt und durch Bewegung Energie verbraucht, ist nicht sicher davor, dass während einer Diät der Stoffwechsel auf Sparflamme schaltet und der Energieverbrauch sich dadurch reduziert.

Ist das der Fall, lässt der Jojo-Effekt meist nicht lange auf sich warten.

Low Fat und Low Carb

Diätkonzepte gibt es viele, die meisten davon lassen sich jedoch entweder als Low-Fat-Diät oder als Low-Carb-Diät klassifizieren:

  • Bei Low-Fat-Konzepten geht es darum, die Zufuhr von Fett einzuschränken, damit der Körper es nicht einlagern kann.

  • Die Low-Carb-Diäten richten den Blick eher auf den Stoffwechsel und versuchen, durch den Verzicht auf Kohlenhydrate, die Fettverbrennung anzuregen.

Exotische Wege zur Gewichtsreduktion

Neben den klassischen Diäten gibt es noch zahlreiche Diät-Konzepte, die zumindest in einer ersten Annäherung ein wenig exotisch und ausgefallen klingen. Denn was soll es schon nützen, während des Essens das Licht auszuschalten oder wie beim Forking zum Essen nur eine Gabel zu verwenden?

Was kann eine Diät bewirken, die wie die Pudding-Diät ausgerechnet auf ein Lebensmittel setzt, das in so gut wie allen anderen Diät-Konzepten auf der Verbotsliste steht?

Ungewöhnlicher Ansatz, klassisches Konzept

Meist lohnt sich jedoch ein zweiter Blick auf diese ungewöhnlichen Wege zur Gewichtsreduktion. Dabei stellt sich nämlich gar nicht so selten heraus, dass hinter dem zunächst irritierenden Ansatz eine durchaus sinnvolle Idee stehen kann.

Bei näherer Betrachtung sind diese Konzepte zudem oft überraschend konservativ. Die Verwendung der Gabel beim Forking erscheint dann nur noch als Hilfsmittel einer klassischen Low-Fat-Diät, die Pudding-Diät entpuppt sich als typische Formula-Diät, die mit einem Mahlzeitenersatz arbeitet.

Im Folgenden gehen wir ein bisschen näher auf diese ungewöhnlichen Abnehmmethoden ein.

Im Dunkeln essen

Beim Konzept "Schlank im Dunkeln" geht es natürlich nicht darum, das Licht auszuschalten und sich dann in Erwartung einer Gewichtsabnahme an Chips und Burgern gütlich zu tun. Das Essen im Dunkeln soll vielmehr eine Hilfestellung sein, bewusster und damit gesünder zu essen.

Bewusst essen

"Schlank im Dunkeln" wurde von Ralf Mechlinski, dem Betreiber mehrerer Dunkel-Restaurants, und dem Ernährungsexperten und Fitness-Trainer Sascha O. Martin entwickelt.

Das Konzept besagt, dass sämtliche Mahlzeiten im Dunkeln verzehrt werden sollen; die Dunkelheit lässt sich dabei beispielsweise mittels einer Schlafmaske herstellen. Ist der Sehsinn ausgeschaltet, so lautet die Theorie, konzentriert man sich viel eher auf Geschmack und Konsistenz seines Essens und entwickelt auf diese Weise ein neues Bewusstsein für Qualität.

Das Essen im Dunkeln wirkt also vorrangig der Tendenz entgegen, gedankenlos und nebenbei zu essen, ohne wirklich darauf zu achten, was und wie viel man zu sich nimmt.

Sättigung spüren

Wer im Dunkeln isst, wird zudem aus rein praktischen Gründen langsam essen - ansonsten fällt das Essen von der Gabel oder landet fünf Zentimeter neben dem Mund. Da das Sättigungsgefühl eine gewisse Zeit braucht, um sich einzustellen, könnte das langsamere Essen also durchaus dazu beitragen, insgesamt etwas weniger zu essen.

Auch die Gefahr, über den Sättigungspunkt hinaus zu essen, weil noch etwas auf dem Teller liegt, wird durch das Essen im Dunkeln weitgehend gebannt.

Ein Ernährungsprogramm für sieben Wochen

Damit der gewünschte Lerneffekt auch wirklich eintritt, liefert das Konzept "Schlank im Dunkeln" ein Ernährungsprogramm, das sich über drei Phasen hinweg erstreckt:

  1. In der ersten Phase, der Power-Reduktion, soll auf Kohlenhydrate komplett verzichtet werden, gegessen werden ausschließlich Gemüse, mageres Fleisch und bestimmte Milchprodukte.

  2. Nach einer Woche wird die sanfte Reduktion eingeläutet und der Speiseplan ein wenig erweitert, beispielsweise um Obst oder Meeresfrüchte.

  3. Von der dritten Woche an beginnt die Stabilisierungsphase, in der wieder etwas großzügiger mit Fett und Kohlenhydraten umgegangen werden darf.

Kann das funktionieren?

Der Diät-Plan ist sicherlich geeignet, das eine oder andere Pfund zu verlieren, entscheidend ist jedoch die Schulung in bewusstem Essen, die durchaus über die sieben Wochen des Programms hinaus zu wirken vermag und unabhängig von Ernährungsprogrammen und -vorschriften eine langfristige Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten fördern kann.

Nicht umsonst empfiehlt nahezu jedes Diät-Programm langsames und bewusstes Essen ohne Ablenkung durch Fernseher, Computer oder Familienstreitigkeiten. "Schlank im Dunkeln" ist im Grunde nur eine konsequente Fortführung dieses Ansatzes, wobei es sich im Alltag doch recht schwierig gestalten könnte, jede Mahlzeit im Dunkeln einzunehmen.

Forking

Wie der Name bereits vermuten lässt, beschränkt das Forking die Mittel zur Nahrungsaufnahme auf die Gabel, zumindest zum Abendessen. Diese Festlegung soll einer leichteren, also vor allem fettreduzierten Ernährung dienen.

Das Prinzip

Die Grundregel beim Forking besagt, dass zum Abendessen nur gegessen werden darf, was sich auf eine Gabel spießen lässt. Dadurch sollen vor allem fetthaltige Speisen vom Speiseplan verbannt werden, beispielsweise wird das Steak, das mit dem Messer geschnitten werden müsste, durch Fisch ersetzt, da dieser mit einer Gabel zerteilt werden kann. Auch üppige Sahnesoßen tropfen zuverlässig von der Gabel.

Allerdings reicht die Festlegung auf die Gabel nicht aus, um zum gewünschten Ergebnis zu führen, denn natürlich lassen sich damit auch Pommes frites oder Kuchen essen. Die Idee mit der Gabel liefert deshalb nur einen ersten Anhaltspunkt zu weitergehenden Ernährungsvorschriften.

Strenge und moderate Variante des Forking

Es gibt das Forking in einer strengen und einer etwas moderateren Variante. Beiden gemeinsam ist, dass drei Mahlzeiten pro Tag vorgesehen sind, wobei sich das Forking auf das Abendessen beschränkt.

In der strengen Variante sollte jedoch den ganzen Tag über auf eine fettarme Ernährung geachtet werden - die abendliche Beschränkung auf die Gabel bezieht sich auch auf die Zubereitung der Mahlzeiten. Zum Abendessen gibt es in dieser strengen Variante folglich:

Die etwas weniger strenge Variante des Forking sieht tagsüber keine Einschränkung vor, auf dem abendlichen Speiseplan stehen zusätzlich:

  • Salat
  • weißes, in Stücke geschnittenes Fleisch
  • Meeresfrüchte
  • Eier

Verbotene Lebensmittel

Am Abend ist in beiden Varianten verboten, was für gewöhnlich mit den Händen gegessen wird, also Fastfood wie Burger, Pizza und die bereits erwähnten Pommes frites. Auch Sandwiches und deren Bestandteile sind, weil sie aus der Hand gegessen werden, zum Abendessen tabu, wie:

Üppige Eintöpfe und süße Desserts, für die man üblicherweise einen Löffel verwendet, werden ebenfalls vom Speiseplan gestrichen. Unter das Verbot von Süßigkeiten fallen auch:

Die Liste erlaubter und verbotener Lebensmittel entspricht somit der einer typischen Low-Fat-Diät.

Das Ziel des Forkings

Forking dient dem Zweck, die tägliche Ernährung so umzustellen, dass das Frühstück üppig und das Mittagessen reichhaltig, das Abendessen jedoch eher leicht und fettarm ausfällt, gemäß dem bekannten Prinzip von Kaiser, König und Bettelmann.

Außerdem soll es dazu anhalten, langsamer und bewusster zu essen und somit auch schneller satt zu werden.

Kann das funktionieren?

Da es nur zum Abendessen Beschränkungen gibt und kein Kalorienzählen erforderlich ist, kommt das Forking all denjenigen entgegen, denen die Einhaltung eines strikten Diätplans Schwierigkeiten bereitet.

Die Beschränkung auf die Gabel mag dabei nicht unbedingt einleuchtend sein, da es ja eher um eine fettarme Ernährung und eine neue Verteilung der Nahrung über den Tag hinweg geht; wer das Forking jedoch als hilfreiche und anschauliche Vereinfachung der Low-Fat-Ernährungsregeln empfindet, kann mit diesem Konzept durchaus einige Kalorien einsparen.

Die Pudding-Diät

Mit Pudding abzunehmen mag wie ein wahr gewordener Traum klingen, insbesondere für alle, die nur schwer auf Süßes verzichten können. Allerdings handelt es sich bei diesem "Pudding" um einen Mahlzeitenersatz, wie er auch im Rahmen ganz gewöhnlicher Formula-Diäten zum Einsatz kommt.

Das Prinzip von Formula-Diäten

Bei Formula-Diäten werden einzelne Mahlzeiten durch ein spezielles Diät-Produkt ersetzt, das hauptsächlich Protein enthält und dem in der Regel einige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugesetzt werden.

Ein solches Produkt ist arm an Fett, Kohlenhydraten und Kalorien, sättigt allerdings in der Regel recht gut. Der Mahlzeitenersatz ist in Form von Suppen, Shakes, Riegeln oder eben als Pudding erhältlich, letzterer muss nur kurz mit (Soja-) Milch angerührt werden.

Was ist sonst noch zu tun?

Die Pudding-Diät ist als Variante des Alizonne-Programms entstanden, das an Spezialkliniken unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden kann. Es umfasst außer dem Ernährungskonzept wöchentliche Ultraschall-Behandlungen und Lymphdrainagen zur gezielten Behandlung von Problemzonen. Das Alizonne-Programm sieht keine Beschränkung auf Pudding vor, es dürfen durchaus auch andere Varianten des Mahlzeiten-Ersatzes verzehrt werden.

Die Besonderheiten der Pudding-Diät

Bei einer gewöhnlichen Formula-Diät werden für gewöhnlich ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag ersetzt, die dritte Mahlzeit besteht aus ausgewogener Mischkost. Zwischenmahlzeiten sind nicht vorgesehen.

Die Pudding-Diät verlangt im Gegensatz dazu fünf Pudding-Mahlzeiten pro Tag, die im Abstand von zwei bis vier Stunden zu verzehren sind. Mittags wird der Pudding durch Salat, abends durch Gemüse ergänzt.

Kann das funktionieren?

Formula-Diäten scheitern oft daran, dass der Geschmack des Mahlzeiten-Ersatzes nach einiger Zeit nicht mehr ertragen wird. Die logisch nicht nachvollziehbare Beschränkung auf die Pudding-Varianten des Mahlzeitenersatzes dürfte die Gefahr des Abbruchs aus Überdruss noch deutlich erhöhen.

Grundsätzlich kann die Verwendung eines Mahlzeiten-Ersatzes durchaus sinnvoll sein. Ob der dadurch erzielte Gewichtsverlust von Dauer ist, hängt jedoch ganz wesentlich davon ab, ob nach der Diätphase die Umstellung zu einer ausgewogenen Ernährung ohne anzurührende Fertigprodukte gelingt.

Eine Formula-Diät ist desto besser, je eher sie dazu Anleitungen und Hilfestellungen liefert. Die Variante der Pudding-Diät schneidet dabei deutlich schlechter ab als das Original-Programm.

Wie die Farbenlehre beim Abnehmen helfen kann

Wandfarben als Appetitzügler

Farben haben Auswirkungen auf unseren Appetit. Daher sollte man genau darüber nachdenken, in welcher Farbe man die Küche bzw. den Essbereich streicht. Wer orangefarbene, rote oder gelbe Wände hat, der wird in diesem Bereich ein vermehrtes Hungergefühl bemerken, denn diese Farben wirken appetitanregend.

Wenn man einmal darauf achtet, so wird auffallen, dass gerade in Kantinen häufig derartige Farben verwendet werden. Wie sollte man jedoch die Wände streichen, wenn man abnehmen möchte? Lila und Blau an den Wänden hemmt den Appetit. Noch besser allerdings wirkt die Farbe Grau.

Wer weiße Wände hat und sie nicht unbedingt umstreichen möchte, der kann auch durch entsprechende farblich abgestimmte Accessoires seinen Appetit zügeln.

Die Farbdiät

Eine ganz andere Möglichkeit, mit den Farben abzunehmen, ist auch die Farbdiät. Die einzelnen Lebensmittel werden hier nach ihrer Farbe in Gruppen eingeteilt. Rote Früchte und Gemüsesorten wie Erdbeeren und Tomaten gehören beispielsweise in die rote Gruppe, Gurken oder Brokkoli in die grüne, Bananen und gelbe Paprika in die gelbe Gruppe usw.

Aus jeder der verschiedenen Farbgruppen sollte man täglich Früchte essen, und zwar jeweils etwa eine Handvoll. Ziel dieser Diät ist es also, dass man viel frisches Obst und Gemüse isst. Der Abnehmeffekt hält sich bei dieser Diät jedoch meist in Grenzen, da Obst und Gemüse zwar sehr gesund sind, gerade Obst jedoch teilweise viele Kalorien enthält.

Neben dem Obst und Gemüse gibt es jedoch noch viele weitere erlaubte Lebensmittel wie:

Nur wer bisher äußerst ungesund gelebt hat und täglich Pommes, Currywurst und Co. auf dem Teller hatte, wird bei dieser Farbdiät merklich an Gewicht verlieren.

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Quellenangaben
  • painting a wall in lime green © kameel - www.fotolia.de
  • salad closeup © Erick Nguyen - www.fotolia.de
  • woman with pasta © Laurin Rinder - www.fotolia.de
  • Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de
  • Kichererbsen - chick peas © imaGo - Martin R. - www.fotolia.de

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