Farbenlehre, Puddingdiät, Forking und Co. - Ungewöhnliche Methoden und Tipps zum Abnehmen

Nahaufnahme limettengrüne Farbe wird mit Farbrolle auf weiße Wand gestrichen

Wie unterschiedliche Farben als Appetitzügler fungieren können und was sonst noch beim Abnehmen helfen kann

Es gibt ja unzählige verschiedene Diätmethoden. Dass man jedoch auch mit Farben abnehmen kann, wissen die wenigsten. Auch das Essen im Dunkeln oder das so genannte Forking zählen zu den wohl eher ungewöhnlichen Abnehmmethoden.

Ungewöhnliche Methoden und Tipps zum Abnehmen

Ernährungsumstellung und Bewegung: Das ist das Patentrezept für alle, die abnehmen wollen. Natürlich gibt es auch exotischere Wege zur Traumfigur, die jedoch am Ende meist auf die längst bekannten Konzepte hinauslaufen.

Die Energiebilanz

In der Theorie ist Abnehmen ganz einfach: Man muss mehr Energie verbrauchen, als durch die tägliche Ernährung zugeführt wird. Doch auch wer Kalorien zählt und durch Bewegung Energie verbraucht, ist nicht sicher davor, dass während einer Diät der Stoffwechsel auf Sparflamme schaltet und der Energieverbrauch sich dadurch reduziert.

Ist das der Fall, lässt der Jojo-Effekt meist nicht lange auf sich warten.

Beim Abnehmen kommt es auf die Energiebilanz an

Die Energiebilanz ist der ausschlaggebende Faktor beim Gewichtsverlust

Abnehmen - Teller mit Erbse, Maßband und Besteck
pea and measuring tape on a plate © Gino Santa Maria - www.fotolia.de

Dubiose Ratschläge zum Thema Wunschgewicht und Ernährung gibt es wie Sand am Meer. Viele dieser Mythen halten sich hartnäckig, obwohl ihr Wahrheitsgehalt von Experten immer wieder als zweifelhaft eingestuft wird. Die Ernährungsjournalistin Sonja Popovic entzauberte jetzt einige der bekanntesten Irrtümer zum Thema Abnehmen. Denn wissenschaftlich belegt ist tatsächlich nur, dass es auf die Energiebilanz ankommt.

Energiebilanz als Orientierung

Wer dem Körper mehr Energie zuführt, als dieser verbraucht, wird früher oder später unweigerlich zunehmen. Das bedeutet, es gibt nur zwei Alternativen für Menschen, die langfristig Gewicht verlieren wollen: mehr Sport machen oder weniger beziehungsweise kalorienärmer essen. Dabei ist es relativ egal, ob man 5 oder 3 Mahlzeiten am Tag isst - es kommt auf die Energiebilanz an.

Auch Light-Produkte sind nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg, denn auch sie enthalten Zucker und Fette und dürfen nicht einfach unbegrenzt gegessen werden. Umgekehrt führt aber auch mehr Sport nicht zwangsläufig zu weniger Gewicht - jedenfalls nicht, wenn danach umso beherzter zugegriffen wird.

Low Fat und Low Carb

Diätkonzepte gibt es viele, die meisten davon lassen sich jedoch entweder als Low-Fat-Diät oder als Low-Carb-Diät klassifizieren:

  • Bei Low-Fat-Konzepten geht es darum, die Zufuhr von Fett einzuschränken, damit der Körper es nicht einlagern kann.

  • Die Low-Carb-Diäten richten den Blick eher auf den Stoffwechsel und versuchen, durch den Verzicht auf Kohlenhydrate, die Fettverbrennung anzuregen.

Exotische Wege zur Gewichtsreduktion

Neben den klassischen Diäten gibt es noch zahlreiche Diät-Konzepte, die zumindest in einer ersten Annäherung ein wenig exotisch und ausgefallen klingen. Denn was soll es schon nützen, während des Essens das Licht auszuschalten oder wie beim Forking zum Essen nur eine Gabel zu verwenden?

Was kann eine Diät bewirken, die wie die Pudding-Diät ausgerechnet auf ein Lebensmittel setzt, das in so gut wie allen anderen Diät-Konzepten auf der Verbotsliste steht?

Ungewöhnlicher Ansatz, klassisches Konzept

Meist lohnt sich jedoch ein zweiter Blick auf diese ungewöhnlichen Wege zur Gewichtsreduktion. Dabei stellt sich nämlich gar nicht so selten heraus, dass hinter dem zunächst irritierenden Ansatz eine durchaus sinnvolle Idee stehen kann.

Bei näherer Betrachtung sind diese Konzepte zudem oft überraschend konservativ. Die Verwendung der Gabel beim Forking erscheint dann nur noch als Hilfsmittel einer klassischen Low-Fat-Diät, die Pudding-Diät entpuppt sich als typische Formula-Diät, die mit einem Mahlzeitenersatz arbeitet.

Psychotherapie kann beim Abnehmen helfen

Eine psychologische Beratung, die bewirkt, dass der eigene Körper akzeptiert wird, hilft beim langfristigen Abnehmen

Unglückliche übergewichtige Frau fasst sich an den Kopf
Depressed Overweight Woman © Monkey Business - www.fotolia.de

Eine einjährige Diätstudie mit 239 Frauen, die an Übergewicht leiden, beweist es: Um dauerhaft mit Erfolg abzunehmen, ist es wichtig den eigenen Körper zu akzeptieren. Die Probandinnen, die zu einer allgemeinen Ernährungsberatung auch eine psychologische Beratung erhielten, sollen dreimal so schnell an Gewicht verloren haben. Durch die Verbesserung des eigenen Körpergefühls soll es ihnen leichter gefallen sein, Disziplin im Essverhalten zu entwickeln.

Eine psychologische Beratung ist ein wichtiger Aspekt jeder Diät

So fand Pedro Teixeira an der technischen Universität in Lissabon heraus, dass bei Übergewichtigen meistens Probleme mit dem eigenen Selbstbild das größte Hindernis beim Abnehmen darstellen. Dies führe oft zu Trostessen und anderen Essensmustern, die ein erfolgreiches Abnehmen blockieren.

Durch eine Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung und des Köpergefühls soll eine positive Änderung des Essverhaltens eintreten. Eine große Rolle spiele hier auch die Angst vor der Kritik anderer Menschen. Forscher des "International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity" sind der Ansicht, ein wichtiger Aspekt bei jeder Diät sei eine psychologische Beratung mit dem Ziel, den eigenen Körper besser annehmen zu können.

Übermäßiges Essen kann eine Folge von Problemen mit dem eigenen Körperbild sein

Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) belegen, dass 70% aller deutschen Männer und 60% der Frauen an Übergewicht leiden. Deren Body-Mass-Index liege über 25, was ein Anzeichen für Übergewicht sei. Zahlreiche Studien der vergangenen Jahre haben ergeben, dass Essstörungen und übermäßiges Essen eine Folge von Problemen mit dem eigenen Körperbild sind.

Das größte Problem sei hier eine erhöhte Anforderung an das eigene Aussehen. Je stärker die Betroffenen auf das eigene Äußere fixiert seien, desto eher bestünde das Risiko Essstörungen zu entwickeln.

Gruppe mit psychologischer Beratung erzielt bessere Abnehm-Ergebnisse

Eine einjährige Studie an 236 portugiesischen Frauen zwischen 25 und 50 Jahren sollte zum Vorschein bringen, wie sich eine Psychotherapie auf das Abnehmen auswirkt. Hierzu bekam die Hälfte der Probandinnen in wöchentlicher Gruppenarbeit eine psychologische Beratung um ihr Selbstbild zu verbessern, in Verbindung mit Übungen zur Selbstwahrnehmung.

Die andere Hälfte der Teilnehmerinnen wurde nur allgemein beraten zu den Themen Ernährung und Stressmanagement. Nach diesem Jahr hat die Gruppe mit psychologischer Beratung bessere Fortschritte erzielt als die Kontrollgruppe. Dies habe sich nicht nur positiv auf die Gewichtsabnahme ausgewirkt, sondern auch auf die Selbsteinschätzung und die Disziplin beim Essverhalten.

Im Folgenden gehen wir ein bisschen näher auf diese ungewöhnlichen Abnehmmethoden ein.

Im Dunkeln essen

Beim Konzept "Schlank im Dunkeln" geht es natürlich nicht darum, das Licht auszuschalten und sich dann in Erwartung einer Gewichtsabnahme an Chips und Burgern gütlich zu tun. Das Essen im Dunkeln soll vielmehr eine Hilfestellung sein, bewusster und damit gesünder zu essen.

Bewusst essen

"Schlank im Dunkeln" wurde von Ralf Mechlinski, dem Betreiber mehrerer Dunkel-Restaurants, und dem Ernährungsexperten und Fitness-Trainer Sascha O. Martin entwickelt.

Das Konzept besagt, dass sämtliche Mahlzeiten im Dunkeln verzehrt werden sollen; die Dunkelheit lässt sich dabei beispielsweise mittels einer Schlafmaske herstellen. Ist der Sehsinn ausgeschaltet, so lautet die Theorie, konzentriert man sich viel eher auf Geschmack und Konsistenz seines Essens und entwickelt auf diese Weise ein neues Bewusstsein für Qualität.

Das Essen im Dunkeln wirkt also vorrangig der Tendenz entgegen, gedankenlos und nebenbei zu essen, ohne wirklich darauf zu achten, was und wie viel man zu sich nimmt.

Sättigung spüren

Wer im Dunkeln isst, wird zudem aus rein praktischen Gründen langsam essen – ansonsten fällt das Essen von der Gabel oder landet fünf Zentimeter neben dem Mund. Da das Sättigungsgefühl eine gewisse Zeit braucht, um sich einzustellen, könnte das langsamere Essen also durchaus dazu beitragen, insgesamt etwas weniger zu essen.

Auch die Gefahr, über den Sättigungspunkt hinaus zu essen, weil noch etwas auf dem Teller liegt, wird durch das Essen im Dunkeln weitgehend gebannt.

Ein Ernährungsprogramm für sieben Wochen

Damit der gewünschte Lerneffekt auch wirklich eintritt, liefert das Konzept "Schlank im Dunkeln" ein Ernährungsprogramm, das sich über drei Phasen hinweg erstreckt:

  1. In der ersten Phase, der Power-Reduktion, soll auf Kohlenhydrate komplett verzichtet werden, gegessen werden ausschließlich Gemüse, mageres Fleisch und bestimmte Milchprodukte.

  2. Nach einer Woche wird die sanfte Reduktion eingeläutet und der Speiseplan ein wenig erweitert, beispielsweise um Obst oder Meeresfrüchte.

  3. Von der dritten Woche an beginnt die Stabilisierungsphase, in der wieder etwas großzügiger mit Fett und Kohlenhydraten umgegangen werden darf.

Kann das funktionieren?

Der Diät-Plan ist sicherlich geeignet, das eine oder andere Pfund zu verlieren, entscheidend ist jedoch die Schulung in bewusstem Essen, die durchaus über die sieben Wochen des Programms hinaus zu wirken vermag und unabhängig von Ernährungsprogrammen und -vorschriften eine langfristige Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten fördern kann.

Nicht umsonst empfiehlt nahezu jedes Diät-Programm langsames und bewusstes Essen ohne Ablenkung durch Fernseher, Computer oder Familienstreitigkeiten. "Schlank im Dunkeln" ist im Grunde nur eine konsequente Fortführung dieses Ansatzes, wobei es sich im Alltag doch recht schwierig gestalten könnte, jede Mahlzeit im Dunkeln einzunehmen.

Ungewöhnliche Diät - wer ans Essen denkt, der isst weniger

Man kann sich gedanklich auf das kommende Sättigungsgefühl einstellen und wählt kleinere Portion

Junge Köchin mit einem Reis- und einem Spaghettiteller in den Händen
Closeup of young attractive female chef with dishes © gajatz - www.fotolia.de

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass man abnehmen kann, indem besonders gezielt ans Essen denkt. Die Idee klingt im ersten Moment äußerst ungewöhnlich, hat sich aber im Versuch tatsächlich bewährt. Unsere Gedanken beeinflussen die Prozesse im Gehirn. Wer sich mental eine bestimmte Menge einer Speise vorstellt, bereitet sich innerlich schon auf das Sättigungsgefühl nach jener Menge vor.

Wer also gern ein Stück Kuchen isst, sollte nicht versuchen, den Gedanken zu verdrängen, sondern ihn zulassen. Dann ist man auch nach dem einen Stück zufrieden und steigert sich nicht in einen Kuchenrausch hinein.

Wer an größere Portionen denkt, wählt eine kleinere

Die Studie führte mit Freiwilligen, die nicht wussten, worauf diese hinaus lief, Experimente durch. Einige Probanden sollten sich vorstellen, sie würden vor einer Waschmaschine stehen und 33 Münzen hinein werfen und danach drei Erdnüsse mit Schokolade essen.

Eine andere Gruppe sollte sich dasselbe vorstellen, aber mit nur drei Münzen und dafür 33 Erdnüssen. Dann musste tatsächlich jede Gruppe 33, beziehungsweise 3 Münzen in Waschmaschinen werfen und durfte dann aus einer Schale beliebig viele Erdnüsse im Schokomantel nehmen. Die Beobachtung zeigte, dass jene Probanden weniger Nüsse nahmen, die in Gruppe zwei waren und an nur drei denken sollten.

Forking

Wie der Name bereits vermuten lässt, beschränkt das Forking die Mittel zur Nahrungsaufnahme auf die Gabel, zumindest zum Abendessen. Diese Festlegung soll einer leichteren, also vor allem fettreduzierten Ernährung dienen.

Das Prinzip

Die Grundregel beim Forking besagt, dass zum Abendessen nur gegessen werden darf, was sich auf eine Gabel spießen lässt. Dadurch sollen vor allem fetthaltige Speisen vom Speiseplan verbannt werden, beispielsweise wird das Steak, das mit dem Messer geschnitten werden müsste, durch Fisch ersetzt, da dieser mit einer Gabel zerteilt werden kann. Auch üppige Sahnesoßen tropfen zuverlässig von der Gabel.

Allerdings reicht die Festlegung auf die Gabel nicht aus, um zum gewünschten Ergebnis zu führen, denn natürlich lassen sich damit auch Pommes frites oder Kuchen essen. Die Idee mit der Gabel liefert deshalb nur einen ersten Anhaltspunkt zu weitergehenden Ernährungsvorschriften.

Strenge und moderate Variante des Forking

Es gibt das Forking in einer strengen und einer etwas moderateren Variante. Beiden gemeinsam ist, dass drei Mahlzeiten pro Tag vorgesehen sind, wobei sich das Forking auf das Abendessen beschränkt.

In der strengen Variante sollte jedoch den ganzen Tag über auf eine fettarme Ernährung geachtet werden - die abendliche Beschränkung auf die Gabel bezieht sich auch auf die Zubereitung der Mahlzeiten. Zum Abendessen gibt es in dieser strengen Variante folglich:

Die etwas weniger strenge Variante des Forking sieht tagsüber keine Einschränkung vor, auf dem abendlichen Speiseplan stehen zusätzlich:

  • Salat
  • weißes, in Stücke geschnittenes Fleisch
  • Meeresfrüchte
  • Eier

Verbotene Lebensmittel

Am Abend ist in beiden Varianten verboten, was für gewöhnlich mit den Händen gegessen wird, also Fastfood wie Burger, Pizza und die bereits erwähnten Pommes frites. Auch Sandwiches und deren Bestandteile sind, weil sie aus der Hand gegessen werden, zum Abendessen tabu, wie:

Üppige Eintöpfe und süße Desserts, für die man üblicherweise einen Löffel verwendet, werden ebenfalls vom Speiseplan gestrichen. Unter das Verbot von Süßigkeiten fallen auch:

Die Liste erlaubter und verbotener Lebensmittel entspricht somit der einer typischen Low-Fat-Diät.

Das Ziel des Forkings

Forking dient dem Zweck, die tägliche Ernährung so umzustellen, dass das Frühstück üppig und das Mittagessen reichhaltig, das Abendessen jedoch eher leicht und fettarm ausfällt, gemäß dem bekannten Prinzip von Kaiser, König und Bettelmann.

Außerdem soll es dazu anhalten, langsamer und bewusster zu essen und somit auch schneller satt zu werden.

Kann das funktionieren?

Da es nur zum Abendessen Beschränkungen gibt und kein Kalorienzählen erforderlich ist, kommt das Forking all denjenigen entgegen, denen die Einhaltung eines strikten Diätplans Schwierigkeiten bereitet.

Die Beschränkung auf die Gabel mag dabei nicht unbedingt einleuchtend sein, da es ja eher um eine fettarme Ernährung und eine neue Verteilung der Nahrung über den Tag hinweg geht; wer das Forking jedoch als hilfreiche und anschauliche Vereinfachung der Low-Fat-Ernährungsregeln empfindet, kann mit diesem Konzept durchaus einige Kalorien einsparen.

Abspecken mit Ernährungsuhr: So funktioniert die Diät nach Uhrzeit

Großes Ziffernblatt zeigt Uhrzeit fünf vor zwölf
Fünf vor Zwölf © Bernd_Leitner - www.fotolia.de

Alles essen, und trotzdem Pfunde verlieren - geht das? Ja, das geht. Viele Abnehmprogramme arbeiten nach der Devise, dass maßvoll aber dafür variationsreich zu essen den Heißhunger ausbremst.

Doch wem Punkte oder Kalorien zählen zu anstrengend ist, der sollte es mal mit der Ernährungsuhr versuchen. Auch bei diesem Prinzip kann man essen was man will - aber eben nicht wann man will. Der Körper brauche alle Elemente der Pyramide, so Ernährungsberaterin Petra Bracht. Dazu gehören Fette ebenso wie Eiweiße und Kohlenhydrate.

Besonders Kohlenhydrate sind wichtig für ein gut arbeitendes Gehirn. Deswegen sollte man davon in Form von Vollkornbrot oder Müsli besonders morgens viel essen, wenn man einen arbeitsreichen Tag vor sich hat. Abends benötigt das Hirn keine Energie mehr. Schon ab Mittags sollte man langsam von den Kohlenhydraten Abschied nehmen, und dafür auf Eiweiß umschwenken. Dieses ist nämlich durch die Muskelarbeit indirekt an Fettverbrennungsprozessen beteiligt. Gen Abend sollte man also zu Salat, Fisch und magerem Fleisch greifen.

Übrigens sollte man Fette nie zusammen mit Kohlenhydraten essen - also Finger weg von beispielsweise Pasta mit schweren Soßen.

Die Pudding-Diät

Mit Pudding abzunehmen mag wie ein wahr gewordener Traum klingen, insbesondere für alle, die nur schwer auf Süßes verzichten können. Allerdings handelt es sich bei diesem "Pudding" um einen Mahlzeitenersatz, wie er auch im Rahmen ganz gewöhnlicher Formula-Diäten zum Einsatz kommt.

Das Prinzip von Formula-Diäten

Bei Formula-Diäten werden einzelne Mahlzeiten durch ein spezielles Diät-Produkt ersetzt, das hauptsächlich Protein enthält und dem in der Regel einige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugesetzt werden.

Ein solches Produkt ist arm an Fett, Kohlenhydraten und Kalorien, sättigt allerdings in der Regel recht gut. Der Mahlzeitenersatz ist in Form von Suppen, Shakes, Riegeln oder eben als Pudding erhältlich, letzterer muss nur kurz mit (Soja-) Milch angerührt werden.

Was ist sonst noch zu tun?

Die Pudding-Diät ist als Variante des Alizonne-Programms entstanden, das an Spezialkliniken unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden kann. Es umfasst außer dem Ernährungskonzept wöchentliche Ultraschall-Behandlungen und Lymphdrainagen zur gezielten Behandlung von Problemzonen. Das Alizonne-Programm sieht keine Beschränkung auf Pudding vor, es dürfen durchaus auch andere Varianten des Mahlzeiten-Ersatzes verzehrt werden.

Die Besonderheiten der Pudding-Diät

Bei einer gewöhnlichen Formula-Diät werden für gewöhnlich ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag ersetzt, die dritte Mahlzeit besteht aus ausgewogener Mischkost. Zwischenmahlzeiten sind nicht vorgesehen.

Die Pudding-Diät verlangt im Gegensatz dazu fünf Pudding-Mahlzeiten pro Tag, die im Abstand von zwei bis vier Stunden zu verzehren sind. Mittags wird der Pudding durch Salat, abends durch Gemüse ergänzt.

Kann das funktionieren?

Formula-Diäten scheitern oft daran, dass der Geschmack des Mahlzeiten-Ersatzes nach einiger Zeit nicht mehr ertragen wird. Die logisch nicht nachvollziehbare Beschränkung auf die Pudding-Varianten des Mahlzeitenersatzes dürfte die Gefahr des Abbruchs aus Überdruss noch deutlich erhöhen.

Grundsätzlich kann die Verwendung eines Mahlzeiten-Ersatzes durchaus sinnvoll sein. Ob der dadurch erzielte Gewichtsverlust von Dauer ist, hängt jedoch ganz wesentlich davon ab, ob nach der Diätphase die Umstellung zu einer ausgewogenen Ernährung ohne anzurührende Fertigprodukte gelingt.

Eine Formula-Diät ist desto besser, je eher sie dazu Anleitungen und Hilfestellungen liefert. Die Variante der Pudding-Diät schneidet dabei deutlich schlechter ab als das Original-Programm.

Neuer Diät-Wahn mit Tonerde - die unterschätzte Gefahr

Junge rothaarige Frau trinkt Orangensaft
lovely redhead drinking orange juice © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

In den USA verbreitet sich ein neuer Diät-Wahn mit Tonerde. Das angebliche Wundermittel soll das Hungergefühl stoppen und den Körper von Giften befreien. Vor allem Frauen kaufen die Heilerde für Hunderte Dollar.

Jetzt warnen Gesundheitsexperten vor einer unterschätzten Gefahr: Tonerde kann Nierenversagen, Blasen- und Lungenkrebs oder Nervenschäden auslösen.

Promi-Ladys fungieren als Vorzeige-Modelle

Amerikanische Frauen wollen ihren überflüssigen Pfunden mit Tonerde zu Leibe rücken. Es handelt sich bei dem Mittel um Betonit, einer stark quellenden Heilerde, die aus Vulkanasche besteht. Promi-Ladys wie Elle Macpherson und bekannte US-Schauspielerinnen fungieren als Vorzeige-Modelle. Auch in der Wellness-Branche boomt das Geschäft mit der Vulkanasche, immer mehr Hotels bieten Heilerde-Kuren an.

Auch die 50-Jährige Fiona Nicholl testete das probiotische Nahrungsergänzungsmittel. Sie kaufte für 55 Euro eine Detox-Box für zu Hause, trank jeden Tag etwa fünf Gläser mit Tonerde vermischten Saft und nahm keine anderen Lebensmittel zu sich. Nach zehn Tagen war die Frau fünf Kilo leichter. Doch Ernährungsberater sehen nur einen kurzfristigen Erfolg.

Betonit verhindert Aufnahme von wichtigen Nährstoffen

Der Gewichtsverlust durch Heilerde-Drinks sei durch die geringe Kalorienzufuhr während der Kur zu erklären, so Ernährungsexperten. Es wäre kaum möglich, diese Art Diät über einen längeren Zeitraum durchzuhalten. Frauen glauben den Werbeversprechen, sehr schnell abzunehmen und dabei noch den Körper zu entschlacken. Sie hoffen auf die perfekte Lösung und bezahlen viel Geld. Betonit findet sich beispielsweise in Katzenstreu.

Gastroenterologen vom University College Hospital in Großbritannien weisen darauf hin, dass Betonit aufgrund seiner stark bindenden Wirkung die Aufnahme wichtiger Nährstoffe wie Kalzium oder Magnesium verhindert.

Arsen und Blei in Detox-Präparaten

Inzwischen sind Meldungen von Darmperforationen und Herzversagen bekannt. Die in Tonerde enthaltenen Flohsamenschalen können außerdem Erbrechen, extreme Magenschmerzen oder sogar lebensgefährliche Blutungen auslösen.

In Detox-Präparaten wurden hohe Blei- und Arsenmengen gefunden. Blei kann Gehirnschäden verursachen, Arsen Blasenkrebs und Nierenversagen auslösen. Fiona Nicholl ist hingegen weiter unbesorgt und empfahl die Tonerde-Diät ihrer Freundin.

Wie die Farbenlehre beim Abnehmen helfen kann

Wandfarben als Appetitzügler

Farben haben Auswirkungen auf unseren Appetit. Daher sollte man genau darüber nachdenken, in welcher Farbe man die Küche bzw. den Essbereich streicht. Wer orangefarbene, rote oder gelbe Wände hat, der wird in diesem Bereich ein vermehrtes Hungergefühl bemerken, denn diese Farben wirken appetitanregend.

Wenn man einmal darauf achtet, so wird auffallen, dass gerade in Kantinen häufig derartige Farben verwendet werden. Wie sollte man jedoch die Wände streichen, wenn man abnehmen möchte? Lila und Blau an den Wänden hemmt den Appetit. Noch besser allerdings wirkt die Farbe Grau.

Wer weiße Wände hat und sie nicht unbedingt umstreichen möchte, der kann auch durch entsprechende farblich abgestimmte Accessoires seinen Appetit zügeln.

Hormon Melatonin könnte gegen Übergewicht helfen

Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
scale libra measurement tape diet © picsfive - www.fotolia.de

Forscher haben bei einer Studie an Laborratten die Auswirkung des Hormons Melatonin auf die Stoffwechselvorgänge bei Diabetes und zu hohen Blutfetten untersucht. Dabei stellten die Forscher fest, dass Ratten, die an Diabetes erkrankt und übergewichtig waren, durch eine höhere Dosis dieses Hormons bei Kälte mehr innere Wärme produzierten.

Dies deutet darauf hin, dass die Tiere mehr von dem beigen Fett besaßen, welches für die Produktion von Körperwärme mit verantwortlich ist. Dadurch konnte man auch das Übergewicht reduzieren. Man hatte schon vor einiger Zeit festgestellt, dass es neben dem weißen und braunem Fett auch ein beiges Fett gibt.

Melatonin beim Menschen

Beim Menschen wird das Hormon Melatonin, das unter anderem den Tag-Nacht-Rhythmus regelt, vom Körper gebildet, wobei sich aber die Menge in der Nacht, besonders im absoluten Dunkeln, erhöht. Aber auch in bestimmten Pflanzen findet man dieses Hormon, so beispielsweise in den Senfpflanzen, im Fenchel, in Sonnenblumenkernen und auch in Kirschen.

Im Ergebnis könnte ein vermehrter Verzehr dieser Produkte sowie auch im absoluten Dunkeln zu Schlafen bei Übergewicht helfen und somit gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Die Farbdiät

Eine ganz andere Möglichkeit, mit den Farben abzunehmen, ist auch die Farbdiät. Die einzelnen Lebensmittel werden hier nach ihrer Farbe in Gruppen eingeteilt. Rote Früchte und Gemüsesorten wie Erdbeeren und Tomaten gehören beispielsweise in die rote Gruppe, Gurken oder Brokkoli in die grüne, Bananen und gelbe Paprika in die gelbe Gruppe usw.

Aus jeder der verschiedenen Farbgruppen sollte man täglich Früchte essen, und zwar jeweils etwa eine Handvoll. Ziel dieser Diät ist es also, dass man viel frisches Obst und Gemüse isst. Der Abnehmeffekt hält sich bei dieser Diät jedoch meist in Grenzen, da Obst und Gemüse zwar sehr gesund sind, gerade Obst jedoch teilweise viele Kalorien enthält.

Neben dem Obst und Gemüse gibt es jedoch noch viele weitere erlaubte Lebensmittel wie:

Nur wer bisher äußerst ungesund gelebt hat und täglich Pommes, Currywurst und Co. auf dem Teller hatte, wird bei dieser Farbdiät merklich an Gewicht verlieren.

Kraft der Farben: Halten rote Teller schlank?

Kennen Sie das auch? Eigentlich möchte man sooo gerne aufhören, doch leider schmecken Snacks und Kekse einfach viel zu gut...

Die Lösung für das allbekannte Nasch-Problem könnte jetzt ausgerechnet aus der Welt der Farben kommen. Klingt ganz schön absurd? Ist es aber nicht: Eine Gruppe von Psychologen an der Uni Basel will jetzt herausgefunden haben, dass sich die Farbe eines Tellers tatsächlich auf unser Essverhalten auswirken kann. Dabei durchlief eine Gruppe männlicher Probanden verschiedene Situationen. Einem Teil der Probanden wurden dabei Lebensmittel auf rotem, einem anderen Teil auf blauem Geschirr angeboten.

Die Ergebnisse sind verblüffend: Diejenigen, die von roten Tellern essen oder aus roten Bechern trinken sollten, nahmen im Durchschnitt deutlich weniger Nahrung zu sich als die Probanden aus der Vergleichsgruppe. Erklärt wird dieser Effekt mit der psychologischen Wirkung von Rot als Signalfarbe. Eigentlich kein Wunder, werden doch auch Ampeln und Warnhinweise mit roter Farbe ausgestattet.

Konkrete Schlussfolgerungen für eine tatsächliche Gewichtsabnahme wollten die Forscher jedoch noch nicht ziehen: Dafür sei es zu früh und weitere Studien nötig.

Weitere Kuriose Abnehmtipps

Abnehmen durch Trinkwasser

Wissenschaftler der Berliner Charite haben eine Studie erstellt, aus der hervorgeht, dass Trinkwasser beim Abnehmen hilfreich sei, weil es keine Kalorien hat, aber Kalorien verbraucht.

Bei einem Testversuch mit neun übergewichtigen Menschen hat man festgestellt, dass bei einem Genuss von zirka 1,5 bis 2 Litern Wasser etwa 100 Kilokalorien verbraucht wurden. Daher auch die Empfehlung, bei Diäten viel Wasser zu trinken.

Behauptung von Wissenschaftlern: Abnahme durch Lachen

Durch Lachen wird man schlank, so eine Behauptung von Wissenschaftlern aus den USA, denn die Menschen verbrauchen beim Lachen 20 Prozent mehr Kalorien als sonst. Wer täglich zehn bis fünfzehn Minuten lacht, der verbrennt dabei 50 Kalorien. Jährlich könne man dadurch zirka 2 Kilogramm abnehmen.

Bei der Untersuchung von 45 Personen haben Forscher die Veränderung der Atmung und des Herzschlags untersucht, wenn man lustige und langweilige Szenen im Wechsel sich ansieht, und festgestellt, dass bei Ansehen der lustigen Szenen mehr Kalorien verbrannt wurden.

Pflaster helfen beim Abnehmen

Neuentwickelte Pflaster sollen angeblich eine gewichtsreduzierende Wirkung haben.

Das Pflaster, welches die Pfunde schmelzen lassen soll, enthält Jod oder andere appetithemmende Stoffe. Der Stoffwechsel wird durch die Jodzufuhr angeregt mehr Fett zu verbrennen. Nebenwirkungen von Jod können aber auch Nervosität oder Herzklopfen sein, ebenso könnte es auch zu gesteigertem Appetit kommen.

Während bei appetithemmenden Stoffen weniger Kalorien aufgenommen werden, werden hier aber auch weniger Nährstoffe vom Körper aufgenommen. Bei beiden Wirkstoffen findet keine Ernährungsumstellung statt.

Impfstoff für das Abnehmen

Schweizer Wissenschaftler haben, nach dem erfolgreichen Test gegen Nikotin, einen Impfstoff entwickelt, durch den man Abnehmen kann, weil er den Hunger hemmt. Gegen das Hormon Ghrelin, das für das Hungergefühl und die Verwertung der Nahrungsfette zuständig ist, sollen durch den Impfstoff Antikörper gebildet werden.

An Mäusen hat man den Stoff schon erfolgreich getestet, jetzt stehen die Testversuche beim Menschen bevor.

Bier und Currywurst sollen den Männern beim Diäten helfen

Ananasdiät oder sanfte Sportarten sind laut dem Autor Martin Kunz nichts für "richtige Männer" die abnehmen möchten. Deshalb veröffentlichte er nun ein spezielles Männer-Diät-Buch, dass den Männer den Spaß am Abnehmen erhalten soll.

So finden sich dann unter anderem die Empfehlungen Bier und die heiß geliebte Currywurst in den Diätplan einzubauen und statt Nordic Walking mit einem intensiven Boxtraining zur Wunschfigur zu gelangen. Nettes Plus durch das Boxen: Mann kann gleichzeitig seine Aggressionen abbauen.

Roboter hilft als Diätassistent beim Abnehmen

Viele benötigen Hilfe beim konsequenten Abnehmen. Dazu soll in naher zukunft ein Roboter eingesetzt werden. Dieser ist mit dem Internet verlinkt und filmt den Diät-Patienten beim Essen. Somit hält er alles fest, was der Patient zu sich nimmt und speichert die Daten. Zusätzlich motiviert er mit freundlichen Sprüchen zum Abnehmen.

Nach einigen Testversuchen kam heraus, dass der Roboter sich postiv auswirkt auf das Durchhaltevermögen der Diät-Patienten. Im Schnitt hielten Menschen, die vom Roboter unterstützt wurden, länger aus als Menschen, bei denen übliche Diätmethoden auf dem Plan standen.

Abnehmen mit System - Nestlé erfindet Jenny Craig

Der Vereinigung "Consumer Reports" aus Amerika zufolge ist "Jenny Craig" - ein neues Abnehmprogramm von Nestlé - das beste, das es derzeit auf dem Markt gibt. Einer Studie zufolge seien die Personen, die einmal mit dem Programm angefangen hätten zu 92 Prozent nach zwei Jahren noch dabei, was ein enormes Ergebnis sei.

Bei "Jenny Craig" fällt das Einkaufen quasi weg. Alles was man verzehren darf, wird fix und fertig nach Hause geliefert. Was geliefert wird, richtet sich ein Stück weit nach den Vorlieben der Abnehmenden. Es gibt etwa vegetarische Menüs. Ansonsten wird nach Kalorienverbrauch gerechnet und auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß geachtet. Zudem gibt es regelmäßige Gruppentreffen. Interessierte sollten schon jetzt Ausschau halten, ab wann es "Jenny Craig" auch in Deutschland gibt.

Durch Telefonieren und Motivations-Mails abnehmen?

Telefonanrufe und Motivations-Mails sollen Abnehmwilligen dauerhaft die benötigte Motivation verschaffen

Moderne Kommunikation - Telefonieren, Email, SMS - Symbole unter geöffneten Händen
communication © vege - www.fotolia.de

Man möchte die Pfunde zu viel auf den Hüften gern loswerden, aber irgendwie kommt immer der innere Schweinehund durch, der einen doch wieder zur Tüte Chips greifen lässt. Alle Diät-Willigen kennen dieses Problem nur zu Genüge.

Eine Studie hat sich damit beschäftigt, wie man die Menschen dauerhaft motivieren kann, ihrer Sache treu zu bleiben und tatsächlich fand man einen Weg. Durch Telefonanrufe und durch E-Mails kann man die Menschen während einer Diät immer wieder neu motivieren.

Einteilung in drei Gruppen

Diese speziellen Motivationshilfen wurden bei 415 Menschen getestet, die unter Adipositas litten, also nicht nur dick, sondern krankhaft übergewichtig waren. Die Probanden wurden angehalten, während ihrer Diät ein Tagebuch zu führen und dort

  • Erfolge,
  • Misserfolge und
  • allgemeine Stimmung

zu notieren.

Nach diesen allgemeinen Anweisungen unterteilte man die Patienten in drei Gruppen.

  1. Eine Gruppe bekam keine weitere Hilfe,
  2. Gruppe zwei dagegen Gruppentreffen und Einzelgespräche mit einem Psychologen und
  3. Gruppe drei wurde regelmäßig angerufen oder per Mail kontaktiert, um aufgebaut zu werden.

Telefonanrufe und Mails sorgen für Dauermotivation

Die Kontrollgruppe ohne sonstige Motivation nahm wie erwartet am wenigsten ab. Sie schafften im Durchschnitt 0,8 Kilo, während die übrigen sechs Kilo verloren.

Aber auch zwischen Gruppe zwei und drei zeigten sich Unterschiede. Gruppe drei war erfolgreicher und zwar weil viele Patienten aus Gruppe zwei nur unregelmäßig zu den Sitzungen gingen. Der innere Schweinehund siegte auch hier. Die Telefonanrufe und Mails dagegen erreichten ihre Probanden immer und sorgten daher für Dauermotivation.

Bikinifigur: Lieber die Finger von bizarren Diäten lassen

Mit der warmen Jahreszeit kommt bei vielen Frauen die Sehnsucht nach der Bikini-Figur. Sportmuffel versuchen dann häufig, durch die Anwendung einer in TV und Medien beworbenen Diät-Strategie Gewicht zu verlieren. Neben den allseits bekannten Trennkost- und Glyx-Konzepten gibt es jedoch auch Diätideen, die bestenfalls bizarr, schlimmstenfalls sogar gefährlich sind.

In den Klatschspalten der Zeitungen wird immer wieder von den Diät-Konzepten berichtet, mit denen sich Stars und Sternchen in Form halten. So preist etwa die US-Schauspielerin Renee Zellweger die Kohlsuppen-Diät, während ihre Kollegin Katie Holmes gefrorene Weintrauben snackt.

Verrückt bis abstoßend ist dagegen die schon aus dem 19. Jahrhundert bekannte Idee, Bandwurmfinnen zu schlucken, aus denen im Darm Bandwürmer entstehen. Die Würmer ernähren sich von der verzehrten Nahrung und verhindern so, dass Kalorien angesetzt werden. Dabei wird jedoch die Gesundheit massiv gefährdet. So können durch Bandwürmer ernste Mangelerscheinungen auftreten.

Auch von Diäten wie der Steinzeit-Diät oder der Energydrink-Diät ist unbedingt abzuraten. Bei ersterer steht in rauhen Massen rohes Fleisch auf dem Speiseplan, was nicht den Bedürfnissen des Körpers entspricht. Letztere verhalf einer Frau aus Neuseeland zu einem um 45 Kilo reduzierten Körpergewicht. Schließlich erlitt die Abnehmwillige jedoch einen Herzinfarkt.

Wer wirklich langfristig Gewicht verlieren will, kommt daher nicht umhin, seine Ernährung umzustellen und regelmäßig Sport zu treiben. Nur so sind Erfolge von Dauer und sorgen für ein gutes Körpergefühl.

"Diät-Brille" verkleinert Essensportionen

Es gibt zahlreiche Methoden, um abzunehmen: Trennkost, Hollywood-Diät oder eine Schrothkur. Doch der Jojo-Effekt macht alle Bemühungen der Gewichtsreduktion häufig wieder zunichte. Japanische Forscher haben nun eine kuriose Idee gehabt, um Abnehmwillige zu unterstützen. Sie haben eine Art "Diät-Brille" konstruiert.

Vorgabe für die Wissenschaftler war es, ein Gerät zu entwickeln, dass das menschliche Bewusstsein seiner Nutzer so verändert, dass diese sich mit kleineren Essensportionen zufriedengeben. Bei diesem Projekt entstand die "Abnehm-Brille" mit einer Kamera, die Lebensmittel größer darstellt, als sie eigentlich sind.

Umfangreiche Test zeigten positive Resultate. Ein Keks, der doppelt so groß schien, führte zu einer um zehn Prozent reduzierten Essensaufnahme. Sah der Keks dagegen um ein Drittel kleiner aus, aßen die Probanden 15 Prozent mehr. Noch stehen weitere Forschungen an, die noch genauere Testergebnisse liefern sollen. Erst dann wollen sich die Wissenschaftler festlegen, ob ihre Erfindung Diätwilligen wirklich helfen kann.

Schlank und vital durch "Dinner Cancelling"

Es ist eine alte Weisheit und hat sich seit vielen Jahrzehnten bewährt - Essen in den Abendstunden macht dick und träge. Unsere Gesellschaft bringt es leider mit sich, dass Restaurantbesuche besonders abends terminiert werden. Das ist für unseren Körper denkbar schlecht. Überflüssige Kalorien werden eingelagert, der Schlaf ist längst nicht so erholsam und fest, wie bei einer leichten Mahlzeit und wir werden zusätzlich träge und unmotiviert.

"Dinner Canceling" ist eine Methode, mit der man ohne viele Aufwand im Nu abnehmen kann. Die Regel ist im Grunde einfach, es wird einfach nach 17 Uhr nichts mehr gegessen. Morgen sollte das Frühstück mit reichlich Kohlenhydraten beginnen, weil diese viel Energie für den ganzen Tag bieten. Wichtig ist, dass zwischen der letzten Mahlzeit des Vortages und dem nächsten Frühstück mindestens 14 Stunden liegen sollten, damit der Körper regenerieren kann.

In der Ruhephase werden die Stoffe Melatonin und Somatropin ausgeschüttet. Diese sorgen dafür, dass wir vital und leistungsfähig werden. Stehen gesellschaftliche Verpflichtungen an, ist das auch nicht so schlimm. Das "Dinner Canceling" sollte an mindestens drei Abenden in der Woche eingehalten werden, damit eine Abnahme erreicht wird.

Weiterhin ist eine Flüssigkeitszufuhr von ca. 3 Litern am Tag zu empfehlen. Die Getränke sollten natürlich alkohol- und zuckerfrei sein.

Wer sich an ein üppiges Essen erinnert, der hat beim nächsten Mahl weniger Appetit

Wer zwischen Tür und Angel isst und dabei fernsieht, liest oder arbeitet, der isst in der Regel automatisch mehr. Dieser Umstand ist den meisten Menschen bewusst, auch wenn sie sich nicht immer daran halten, jede Mahlzeit in Ruhe zu sich zu nehmen. Der Effekt kann jedoch auch umgekehrt werden, wie Wissenschaftler an der University of Liverpool jetzt herausfanden.

Sie werteten 24 Studien aus und konnten belegen, dass die Erinnerung an ein üppiges Mahl hilft, weniger zu essen. Wer sich beim Abendessen an ein vollwertiges Mittagessen zurück erinnert, der hat weniger Appetit und isst geringere Mengen. Studienleiter Dr. Eric Robinson rät deswegen zu einem Tagebuch, in dem man aufführt, was man zu sich genommen hat.

Außerdem kann der Trick helfen, ein spätes Essen weniger üppig ausfallen zu lassen, nämlich, wenn man ordentlich zu Mittag isst. Es kann auch helfen, einzelne leere Chipstüten oder Schokoladenpapiere auf dem Tisch liegen zu lassen. So erinnert man sich an den Genuss und mahnt sich unterbewusst.

Zittern gegen den Hüftspeck: Frieren verbrennt viele Kalorien

Nahaufnahme Thermostat einer Heizung, mittlere Wärmestufe, grauer Hintergrund
heizkosten 2 © emmi - www.fotolia.de

Wer sein Körpergewicht reduzieren möchte, macht meistens eine Diät. Das größte Problem ist jedoch oft der eigene Wille. Denn Bewegung ist nun mal ein wichtiger Teil einer Diät. Eine neue Studie internationaler Forscher dürfte allen Bewegungsmuffeln Mut machen, denn diese besagt, dass man beim Frieren sein Körperfett reduziert. Somit werden der Winter und die kalten Tage zu den besten Freunden, wenn man abnehmen möchte.

Zwei Stunden täglich bei 17 Grad ausreichend

Japanischen Forschern zufolge genügt es, wenn man sich täglich zwei Stunden in einem Raum mit einer Temperatur von 17 Grad aufhält. Die Forscher analysierten über sechs Wochen hinweg die Körperfettwerte der Probanden und stellten fest, dass diese kontinuierlich sanken.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Forscher aus den Niederlanden. Ihre Probanden verbrachten zehn Tage lang mindestens sechs Stunden täglich bei Temperaturen um die 15 Grad. Anschließend fühlten sich die Teilnehmer nicht nur gesünder, sie hatten zudem auch das ungesunde weiße Körperfett in das gesunde braune Körperfett umgewandelt. Dieses Fett sorgt dafür, dass der Körper Wärme produziert und dabei auch noch viele Kalorien verbrennt.

Wer sich im Winter ausschließlich in gut beheizten Räumen aufhält, wird nicht nur anfälliger für Temperaturschwankungen, sondern man tut sich auch deutlich schwerer beim Abnehmen. Zudem neigen Menschen, die sich nur in warmen Räumen aufhalten, zur Fettleibigkeit.

Netz auf der Zunge zum Abnehmen: Miracle Tongue Patch auf dem Vormarsch

Immer wieder treibt der Magerwahn auf der Welt seltsame Blüten. Eine der neuesten Blüten nennt sich Miracle Tongue Patch und breitet sich derweil vom kalifornischen Beverley Hills in alle Welt aus. Dabei lassen sich abnehmwillige Frauen ein dünnes Netz auf ihre Zunge nähen, dass die Aufnahme fester Nahrung zu einem so schmerzhaften Vorgang werden lässt, dass sie freiwillig darauf verzichten - und sich nur noch flüssig ernähren.

Ein Pflaster kann etwa ein bis zwei Monate auf der Zunge verbleiben und muss danach ausgetauscht werden - falls das Wunschgewicht noch nicht erreicht wurde.

Alternative zu Magenverkleinerung?

Entwickelt wurde der Miracle Tongue Patch von Dr. Nikolaus Chugay, einem kalifornischen Schönheitschirurgen, der sein Pflaster als schönende Alternative zum Magenband oder zur Magenverkleinerung bewirbt.

Kritiker bewerten den Eingriff jedoch als gefährlich, da die Geschmackspapillen der Zunge dauerhaft beschädigt werden könnten. Auch sei die Radikaldiät, bei der innerhalb eines Monats rund 10 Kilo verloren werden können, keineswegs gesund - und nach der Entfernung des Pflasters droht der Jojo-Effekt. Billig ist diese "Diät" auch nicht: Für den zehnminütigen Eingriff lässt sich Chugay 2000 US-Dollar bezahlen.

Kein Sport, keine Diät: Elektrische Hirnstimulation zügelt Appetit

Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
scale libra measurement tape diet © picsfive - www.fotolia.de

Jeden Tag schlagen sich Millionen Menschen mit strengen Diätplänen herum oder schwitzen auf dem Laufband im Fitnessstudio. Alles nur, um überflüssige Kilos wieder loszuwerden. Leider oft erfolglos.

Jetzt haben Lübecker Wissenschaftler eine völlig neue Therapie entdeckt. Elektrische Hirnstimulation soll den Appetit zügeln und das Gewicht reduzieren - ohne Sport und ohne Diät. Das bedeutet neue Hoffnung für Übergewichtige und Adipositas-Betroffene.

Senkung der Kalorienaufnahme durch reduziertes Essverlangen

Die elektrische Stimulation des Gehirn wird bereits seit Langen begleitend bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Es handelt sich um ein nicht-invasives Verfahren, dass mittels Magnetstimulation durch den Schädel erfolgt.

Das Forscherteam stellte fest, dass die transkranielle Hirnstimulation sich auch auf das Appetitempfinden auswirkt. Vor allem die Großhirnrinde ist einer der wichtigsten Regulatoren in Bezug auf Hunger und Nahrungsaufnahme. Durch regelmäßige Hirnstimulation mit elektrischen Impulsen kann laut Studienergebnis eine Senkung der Kalorienaufnahme um 14 Prozent infolge reduzierten Essverlangens erreicht werden.

Neue Perspektive für Übergewichtige

In einer acht Tage dauernden Cross-Over-Studie mit Placebo-Gruppe wurden Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren täglich mit Gleichstrom behandelt. Am Ende der Studie durften die Probanden an einem Buffet uneingeschränkt zulangen. Die Placebo-Gruppe nahm mehr Nahrung zu sich als die mit elektrischer Hirnstimulation behandelten Teilnehmer.

Die Studienleiterin spricht von einem Therapiekonzept, das eine völlig neue Perspektive für Übergewichtige eröffnet. Allerdings sind weitere Studien erforderlich, um den Nachweis zu erbringen, dass eine dauerhafte Gewichtsabnahme ohne Sport oder Diät möglich ist.

Kommt das neue Speck-weg-Mittel? Forscher testen ein neues Medikament

Hormone, die beim Energiestoffwechsel eine große Rolle spielen, sollen nun den Speck bekämpfen

Seitenansicht männlicher Oberkörper mit dickem Bauch, Übergewicht
Übergewicht © PeJo - www.fotolia.de

Ein paar Kilo zu viel auf den Hüften bekommt man mit einer Diät und Sport noch ganz gut weg, doch sobald sich Fettleibigkeit eingestellt hat, wird es schwer.

Nicht umsonst ist Adipositas daher eine anerkannte Krankheit. Vielen Betroffenen hilft nur noch eine OP, doch gleichzeitig fürchtet man die Risiken.

Medikament gegen den Speck

Forscher aus München haben daher eine gute Nachricht: sie haben ein neues Medikament entwickelt, das den bösen Speck dahinschmelzen lässt. Bisher wurde es zwar nur an Tieren getestet, doch die dabei vorliegende Ergebnisse machen Hoffnung auf das neue Speck-weg-Mittel.

Das Medikament hat dabei bei der Natur abgeschaut. Es gibt verschiedene Hormone im Körper, die beim Energiestoffwechsel eine große Rolle spielen. Drei davon hat man besonders unter die Lupe genommen.

Wirkstoff nutzt Hormoneffekte

Der große Vorteil: sie regulieren nicht nur gemeinsam den Energiestoffwechsel, sondern haben Ähnlichkeiten im Aufbau. Die Forscher haben das genutzt, um einen Wirkstoff herzustellen, der nicht etwa die Hormone nachahmt, sondern nur deren Wirkung.

Der Stoff interagiert mit den Andockstellen im Körper, die sonst auf die ankommenden Botenstoffe reagieren. Auf diese Weise reicht ein Wirkstoff, um die Effekte aller drei Hormone auszulösen.

Und welche Effekte sind das?

Im Mausversuch zeigt sich das deutlich: zum einen wird der Appetit gezügelt, was gerade bei Adipositas mehr als erwünscht ist. Zum anderen wird die Kalorienverbrennung angekurbelt, sodass überschüssiges Fett verbrannt wird und die überschüssigen Pfunde sprichwörtlich dahinschmelzen.

Bei den übergewichtigen Mäusen konnte die Körpermasse so um 30 Prozent reduziert werden. Die weitere Beobachtung zeigte außerdem einen guten Einfluss auf die Cholesterinwerte. Nach elf Wochen hatten die Mäuse wieder ein Normalgewicht.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: painting a wall in lime green © kameel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: salad closeup © Erick Nguyen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: woman with pasta © Laurin Rinder - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kichererbsen - chick peas © imaGo - Martin R. - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema